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Geithain Am Spinnrad werden Geschichten vom Michaelismarkt in Kohren-Sahlis gesponnen
Region Geithain Am Spinnrad werden Geschichten vom Michaelismarkt in Kohren-Sahlis gesponnen
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10:14 26.09.2016
Das Spinnrad von Karina Helbig steht kaum still. Quelle: Foto: René Beuckert
Kohren -Sahlis

Zum 1. Michaelismarkt vermittelte die in luftiger Höhe angebrachte Engelsfigur den Eindruck, als würde ein Engel über den Köpfen hinwegschweben. Auf dem Hof der Heimvolkshochschule sowie im Gotteshaus selbst ging es um Engel. Pfarrer Matthias Ellinger meint, die Engelausstellung sei ein Beitrag, augenscheinlich über die Geschichte der Engel mehr zu erfahren, aber noch ausführlicher konnten die Besucher dem Vortrag der Museumsleiterin Corinne Schulze über Engel lauschen.

Doch zum Michaelismarkt ging es nicht nur um Engel, vielmehr wurde den Besuchern Gelegenheit geboten, auf einem Rundgang durch den Hof das Markttreiben mit regionalen Produkten und Kunsthandwerk zu erleben. Zudem sorgte ein buntes Bühnenprogramm mit Musik und Interviews für Kurzweil und Unterhaltung. Mitmachangebote für Familien, vorgelesene Engelsgeschichten und Konversationen rundeten das Angebot ab.

Am Bäckerstand duftete es nach frischem Brot, wobei an anderer Stelle die Besucher dem Schnitzen und Klöppeln beiwohnen durften. „Für das Schnitzen des Reliefs brauche ich etwa 40 Stunden“, erklärte der Chef des Vereins für volkskünstlerische Heimarbeit, Ulrich Kästner. „Wir kommen oft mit den Besuchern ins Gespräch, die sehr interessiert sind“, bemerkte Kästner.

Organisiert wurde der 1. Michaelismarkt von der Heimvolkshochschule Kohren-Sahlis, die weitere Mitstreiter, wie die Stadt Frohburg, das sächsische Landeskuratorium Ländlicher Raum sowie die Kirchgemeinde dafür gewinnen konnten. „Ein Jahr haben wir daran gearbeitet, in der Zeit des Michaelistages einen solchen Markt ins Leben zu rufen. Im Alleingang wäre dies kaum zu bewältigen gewesen, deshalb erhielten wir auch Unterstützung“, betonte Studienleiter Dirk Martin Mütze. Das Töpferhaus Arnold beteiligte sich genauso daran, wie das Museum, der Verein Kirche im Land des Roten Porphyr und das Christlich-Soziales Bildungswerk Sachsen oder das Schlösserland Sachsen, um einige zu nennen. Auf die Hilfe der Kirchgemeinde konnte Dirk Martin Mütze zählen, die sich in das Geschehen engagiert mit einbrachte. Selbst der Verein Kirche im Land des Roten Porphyr, hatte seine Pilgertour aus Anlass des Michaelismarkt geändert. „Einer unserer Pilgertermine ist eigentlich im Oktober vorgesehen, doch wegen des Ereignisses haben wir ihn vorverlegt“, gestand Pilgerführer Edgar Joost. Auf der Pilgertour bekamen die Teilnehmer viele regionale Eindrücke vermittelt, und da hättet sich der Michaelismarkt als eine weiteres Bonbon geradezu angeboten. Auch die Kinder konnten an diesem Tag viel erleben. Ein Ausritt auf dem Pferderücken oder die Führung von Alpakas kam bei ihnen genauso gut an, wie das Toben auf Strohballen oder das Hineinschlüpfen in eine Ritterrüstung.

Derweil die Kinder auf Entdeckungstour waren, schauten die Eltern den verschiedenen Handwerkern über die Schulter. Neugierige Blicke bekam Karina Helbig, deren Spinnrad leise surrte. „Für mich ist es ein schönes Erlebnis mit den Besuchern ins Gespräch zu kommen, die mehr über die Technik des Spinnens erfahren möchten“, erklärte sie.

Von René Beuckert

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