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Anstrengendes (Feuerwehr-)Jahr 2013

Anstrengendes (Feuerwehr-)Jahr 2013

2013 war ein überaus anstrengendes und aufregendes Jahr für die insgesamt 99 Kameradinnen und Kameraden der Frohburger Ortsfeuerwehr und die anderen elf Wehren in Frohburger Ortsteilen.

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Personelle Verstärkung für die Frohburger Freiwillige Feuerwehr. David Wedemann (2.v.r.) konnte am Freitag zur Jahreshauptversammlung in ihre Reihen aufgenommen werden.

Quelle: Petra Lakenbrink

Frohburg. Das wurde am Freitagabend deutlich, als zur Jahreshauptversammlung der Frohburger Orts- und Stadtwehrleiter Lars Kupfer die Zeit Revue passieren ließ.

148 Einsätze, davon 88 mit der Ortsfeuerwehr Frohburg, stehen 2013 zu Buche. Sie betrafen das gesamte Spektrum von Feuer über Unfälle bis zu Unwetter.

Es ging schon schlimm los. In der Neujahrsnacht brannte im Wohngebiet Am Wasserwerk ein Carport samt Auto. Das richtete erheblichen Schaden an den beiden benachbarten Gebäuden an. "Anfang Juni dann begann eine der einsatzträchtigsten Zeiten in der Geschichte der Frohburger Wehr", so Kupfer. "Zehn Tage standen für alle Kameraden im Zeichen der Hochwasserkatastrophe." 103 Einsätze - 50 davon mit Kameraden der Ortsfeuerwehr Frohburg - in dieser Zeit bedeuteten etwa 1200 Einsatzstunden plus unzähliger weiterer nicht erfasster zur Hochwasserabwehr und Vorbeugungsmaßnahmen, Menschenrettung, der Befüllung tausender Sandsäcke in den Lagern Eschefeld und Prießnitz, deren Transport an die Brennpunkte und und und. Kupfer bedankte sich deshalb nochmal ausdrücklich bei allen Kameraden und anderen Helfern für ihren aufopferungsvollen Einsatz.

Den Großbrand in der Geithainer Firma Ladenburger am 13. August dürfte ebenfalls keiner so schnell vergessen. Inzwischen folgten die ersten Bewährungsproben im Zusammenhang mit der fertiggestellten A 72 im Zusammenwirken mit der Geithainer Wehr. Kupfers Fazit: "Auch 2013 wurden alle Aufgaben mit größtmöglichem Engagement und gebührender Sorgfalt ausgeführt. Die Kameraden bildeten sich stetig weiter und die Technik wurde fachmännisch gepflegt." In Zahlen ausgedrückt heißt dies unter anderem: Allein die Frohburger können 4356 Ausbildungsstunden aufweisen, absolvierten 1980 Arbeitsstunden zur Werterhaltung der Technik und des Gerätehauses oder für Pflegearbeiten. Insgesamt stehen damit im vorigen Jahr 6336 ehrenamtliche Stunden zum Wohl der Stadt und ihrer Bürger zu Buche. 38 von 41 aktiven Kameraden erfüllten die geforderte Mindestanzahl von 40 Dienststunden, viele davon um das Doppelte. In den Ortsfeuerwehren sieht das oft schlechter aus.

Doch der Wehrleiter machte auch um seine Sorgen und Nöte keinen Bogen: Dass alle, die sich dieser zusätzlichen Bürde und Verantwortung in der Freizeit hingäben, dafür manchmal sogar noch Schelte einstecken müssten, verbittere ihn und mache nachdenklich. Die teilweise fehlende Pflicht zu einer angemessenen - vielleicht auch finanziellen - Würdigung des Ehrenamtes durch den Staat lasse perspektivisch immer weniger Menschen ein solches begleiten. "Doch wir brauchen auch in der Feuerwehr dringend Mitglieder", so Kupfer. Er appellierte deshalb, dass alle Kameraden von Ortsfeuerwehren, die in Frohburg arbeiteten, die örtliche Wehr bei Einsätzen tagsüber unterstützten, wie auch an Bürger, Betriebe und Einrichtungen, mitzuhelfen, die Feuerwehrarbeit zu unterstützen.

Ein großes Dankeschön sprach auch Frohburgs Bürgermeister Wolfgang Hiensch den Kameraden für ihre Einsatzbereitschaft aus. "In den Tagen des Hochwassers habe ich hautnah miterlebt, wie es bei euch zugeht. Ohne euch wäre die Sache viel schlimmer ausgegangen", würdigte er und kündigte an, dass bis Ende 2014 der Brandschutzbedarfsplan entsprechend der ortsspezifischen Rahmenbedingungen fortgeschrieben werde. Es bleibe dabei, dass alle Feuerwehren erhalten bleiben sollten, was jedoch Einsatzstärke und -fähigkeit voraussetze. Der Schwerpunkt solle auf den Feuerwehren Frohburg, Flößberg, Frankenhain und Roda liegen, die anderen Wehren diese ergänzen. Hiensch erläuterte zudem, was dabei als nächstes an Instandsetzungs- und Modernisierungsmaßnahmen vor allem in Gerätehäusern angegangen werden sollte, um die Bedingungen zu verbessern.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 04.03.2014
Lang, Thomas

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