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Anwohner vom Kanonenberg in Geithain kritisieren den Zustand des Spielplatzes

Anwohner vom Kanonenberg in Geithain kritisieren den Zustand des Spielplatzes

Erwachsene und Kinder im Geithainer Wohngebiet am Kanonenberg wünschen sich, dass der kleine Spielplatz hier wieder attraktiver und vor allem auch sicher wird. Ein neuer Zaun soll im August errichtet werden, erklärt Geithains Bürgermeisterin Romy Bauer (CDU) auf LVZ-Nachfrage.

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Große und kleine Anwohner des Geithainer Wohngebietes am Kanonenberg kritisieren den Zustand des Spielplatzes auf dem sie stehen.

Quelle: Inge Engelhardt

Geithain. Erweiterungen der Spielgeräte seien nicht vorgesehen.

 

 

Die Kinder am Kanonenberg brauchen wieder einen richtigen Spielplatz - darüber sind sich die Anwohner einig, die vor allem auch wissen wollen, was werden soll. Die vorhandene Spielfläche entstand einst mit dem Wohngebiet. Doch im Vorjahr wurden das Klettergerüst abgebaut und der Sandkasten verkleinert - ohne eine Information an die Anwohner. Ende April wurde auch noch der Zaun zur Straße demontiert. Auf die Frage warum, habe man vom Rathaus nie eine offizielle Antwort bekommen, erklärt Dietmar Wacker. "Das ist nicht in Ordnung, dass man nichts weiß", ärgert er sich.

 

 

"Der Spielplatz ist unattraktiv, die Kinder spielen auf der Straße", sagt Sandra Kirmse. Eine Schaukel, eine Kletterstange und die Wippe gibt es noch. Im kleinen Sandkasten würden schon lange Ameisen hausen, und das Unkraut auf dem Platz steht hoch. "Das ist ein Biotop für Mücken und Ameisen", sagt Wolfram Klug sarkastisch. Sorgen macht sich nicht nur Anja Stock, Mutter zweier Kinder: "Seit der Zaun weg ist, laufen die Kinder einfach vom Spielplatz auf die Straße und das hier im Kurvenbereich - das ist gefährlich."

 

 

In der Straße unmittelbar an der kleinen Spielfläche wohnen zwölf Kinder von Null bis zehn Jahren, rechnen die Familien vor. Nicht nur der achtjährige Nico würde sich freuen, wenn der Spielplatz wieder schöner wird. "An der Schaukel muss man warten", erzählt er. "Zwei Schaukeln wären besser", sagt auch Lisa. Sie wünscht sich, dass auf dem kleinen Platz nicht so viel Gras wächst, weicher Sand wäre schön, erklärt die Achtjährige, die gern eine Rutsche hätte. Auch Melanie, sechs Jahre alt, würde sich besonders über eine Rutsche freuen. "Ich wünsche mir ein Klettergerüst", sagt der vierjährige Lennox, der oft hier spielt. "Ich hätte gern die Leiter wieder, die mal hier war", sagt der gleichaltrige Lucas. Auch die älteren Kinder vom Kanonenberg gelangen zu keinem anderen Spielplatz, ohne dass sie gefahren werden, denn an der Colditzer Straße gibt es keinen Fuß- oder Radweg. Sein Fehlen ist Dauerbrenner seit das Wohngebiet steht.

 

 

"Der Spielplatz am Kanonenberg wird regelmäßig betreut", erklärt auf LVZ-Nachfrage Bürgermeisterin Romy Bauer (CDU). Der Holzzaun sei bei der letzten Sicherheitsinspektion im Herbst als Unfallgefahr bemängelt und darum im Frühjahr abgebaut worden. Ersetzt werden soll er durch einen Drahtzaun. "Die Errichtung des neuen Zaunes verzögerte sich durch die Fülle der Aufgaben in den letzten Wochen, ist nunmehr eingeplant im Monat August", kündigt die Stadtchefin an. Alle vorhandenen Spielgeräte seien geprüft und nutzbar. "Erweiterungen auf dem kleinen Platz sind nicht vorgesehen", hält sie fest. Für den neu eingerichteten Sandkasten werde die vorhandene Abdeckung weiter genutzt, diese schütze vor Verunreinigungen und lasse sich leicht handhaben. Da Spielplätze nicht in Berührung mit Pflanzenschutzmitteln kommen, bleibe die Unkrautbeseitigung aufwendige Handarbeit - hier als eine Aufgabe für die Beschäftigten im Zusatzjob, erklärt Bauer.

 

 

"Nachdem die erste Generation der Spielplatznutzer am Kanonenberg herausgewachsen war, steigt das Interesse am Platz mit neuem Nachwuchs erfreulicherweise wieder", sieht sie das Ganze positiv.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 25.07.2013

Inge Engelhardt

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