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Geithain Arbeit von einst schweißt Ex-Silikawerker aus Bad Lausick zusammen
Region Geithain Arbeit von einst schweißt Ex-Silikawerker aus Bad Lausick zusammen
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11:40 01.03.2016
Die ehemaligen Silikawerker hatten sich jede Menge zu erzählen.  Quelle: privat
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Bad Lausick

 Seit mehr als zwei Jahrzehnten ist ihr Betrieb Geschichte, doch die gemeinsame Arbeit dort verbindet – bis in die Gegenwart: Rund 50 ehemalige Silika-Werker trafen sich am Sonnabend im Bad Lausicker Bahnhofshotel zu ihrem inzwischen fünften Wiedersehen. Gekommen waren ehemalige langjährige Beschäftigte vorwiegend aus dem Handwerkerbreich und der Verwaltung.

„Zu Beginn gedachten wir unserer Kollegin Frau Jetting, die vor wenigen Tagen im Alter von 92 Jahren starb“, sagte Heinz Creuzburg, der zu den Organisatoren dieser Treffen gehört. Jetting habe ihr gesamtes Berufsleben seit den 1950er Jahren in dem Silika genannten Betrieb absolviert und sei von allen Kollegen sehr geschätzt worden. Solche Treffen, meinte Creuzburg, erhielten ihre besondere Würze dadurch, dass sich mitunter ehemalige Mitarbeiter einfänden, die teilweise vor Jahrzehnten schon den Betrieb verließen. In diesem Jahr sei das zum Beispiel der ehemalige Leiter der Qualitätskontrolle Herr Funke gewesen. Der wechselte bereits in den Siebzigerjahren innerhalb der Feuerfest-Industrie den Betrieb, wurde in Bad Lausick aber sofort wieder erkannt.

„Da findet der Austausch von Erinnerungen kein schnelles Ende.“ So verwunderte es nicht, dass das Treffen bis weit in den Abend hinein dauerte. „Zum Abschluss war man sich einig, diese Treffen weiterhin fortzusetzen, auch wenn die Teilnehmerzahl naturgemäß weiter schwindet“, so Heinz Creuzburg.

Das Silikatwerk an der Ballendorfer Straße – seine drei Schornsteine waren eine weithin sichtbare Landmarke – produzierte feuerfeste Steine. Es war größter Arbeitgeber der Industrie in Bad Lausick. Rund 300 Frauen und Männer standen hier in Lohn und Brot. Unmittelbar nach der Wende wurde der Betrieb geschlossen. Die Schornsteine wurden ebenso abgerissen wie sämtliche Gebäude.

Seither ist die Fläche des ehemaligen Unternehmens eine Brache. In den vergangenen Jahren siedelten sich zwei Einkaufsmärkte an. Am erhöhten östlichen Ende entstanden Einfamilienhäuser und die Hudelburg. Der Bau von Wohnungen entlang der Erich-Weinert-Straße ist geplant. Zudem ist ein Teil der Fläche für eine Gemeinschaftsunterkunft für Flüchtlinge im Gespräch.

Von Ekkehard Schulreich

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