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Atrium für die Krippe und Bewegungsraum für die Größeren

Atrium für die Krippe und Bewegungsraum für die Größeren

"Ich habe nicht gedacht, dass ich das in meinem Arbeitsleben noch erlebe", sagt Christine Stuhlträger, sie leitet die Kindereinrichtung in Tautenhain bereits seit 1980. Mit ihr betreuen sieben Erzieherinnen die Mädchen und Jungen, außerdem kümmern sich zwei technische Kräfte um deren Wohl.

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Besucher der offiziellen Eröffnung schauen sich in der neuen Einrichtung das Wandbild von Conrad Felixmüller an. Einst schmückte es eine Wand des unterdessen abgerissenen ganz alten Kindergartens. Felixmüller malte es, als er in Tautenhain lebte.

Quelle: Jens Paul Taubert

Tautenhain. Seit Montag läuft der Betrieb in der neu erbauten Kindereinrichtung "Conrad Felixmüller", sie war am Freitag eingeweiht worden (die LVZ berichtete). "Wir sind auf alles ganz stolz, es ist viel größer und moderner", so die Einrichtungsleiterin. Noch schöner sei es geworden, als man es sich ausgemalt habe.

 

 

Viele Auflagen und Forderungen der Behörden gab es für die alte Tagesstätte, nun entspricht alles modernsten Standards, der ganze Bau ist großzügig und licht. Die Küche ist so groß, dass eine ganze Kindergruppe hier kochen oder backen könnte - im alten Haus undenkbar. Frühstück und Vesper werden täglich für alle Kinder zubereitet. Erstmals haben die Erzieherinnen einen Aufenthaltsraum, und die Leiterin sitzt in ihrem Zimmer nicht mehr wie bislang weitab vom Schuss. Bisher gab es eine Krippen-Gruppe mit einem Raum für alle 16 Kinder. Nun sind zwei Krippenräume durch einen Sanitärbereich verbunden. Ein Zimmer ist für die Ein- bis Zweijährigen, das andere für Zwei- bis Dreijährige. Der Schlafraum schließt sich an, lag im alten Haus eine Etage höher. Im großzügigen Atrium können die Jüngsten den ganzen Tag draußen sein, auch bei nicht so tollem Wetter. Dieser Innenhof ist mit Sportbelag ausgelegt. Zusätzlich haben die Krippenkinder nun erstmals einen eigenen Außenspielbereich, ein lange gehegter Wunsch. Weil sich die Eröffnung, wie berichtet, noch einmal verzögerte, ist der Rasen schon gut gewachsen, kann hier sofort gespielt werden.

 

 

Die Kindergartenkinder werden für das Spiel im Freien weiter den vor rund drei Jahren angelegten öffentlichen Spielplatz in unmittelbarer Nachbarschaft nutzen. Neben dem Neubau ist nun ein Rodelberg entstanden, einen geplanten öffentlichen Bolzplatz könnte auch die Einrichtung mit nutzen.

Konnte das alte Haus 60 Kinder aufnehmen, sind es jetzt 75, davon fünf Integrationsplätze. Um den neuen Bewegungsraum der Kindergartenkinder führt eine großzügige Rollstuhlrampe, auch ein behindertengerechtes WC gibt es. 27 Krippen- und 48 Kindergartenkinder können nun betreut werden. "Der Bedarf nach zusätzlichen Plätzen besteht, vor allem im Krippenbereich", bestätigt Christine Stuhlträger.

 

 

Die beiden Kindergartengruppen hatten bislang zwei Räume, im Neubau kommt ein dritter hinzu, auch sie sind jeweils durch Waschräume verbunden. Sogar eine eigene Terrasse steht zur Verfügung.

 

 

Die Innenausstattung ist fast komplett neu. Neugierig hatten die Kinder verfolgt, wie ihr neues Haus entstand, waren voller Vorfreude, endlich einzuziehen. "Wir sind immer wieder gut mit einbezogen worden", so Stuhlträger.

Den Eingangsbereich schmückt ein Bild von Conrad Felixmüller, das er an eine Innenwand des unterdessen abgerissenen ganz alten Kindergartengebäudes gemalt hatte, als er in Tautenhain lebte. Es ist geborgen und restauriert worden. "So haben die Kinder einen Anlaufpunkt, um ihnen den Namen unserer Einrichtung zu erklären", sagt die Kita-Chefin. Die Sparkasse Leipzig hatte die Sicherung und Restaurierung des Bildes finanziell unterstützt. Fehlstellen der Malschicht waren beispielsweise aufzuarbeiten und zu retuschieren.

 

 

Ein gewisses Zentrum für Tautenhain sei mit dem Neubau entstanden, hatte Frohburgs Bürgermeister Wolfgang Hiensch (BuW) am Rande der Eröffnung gesagt. Weitergehen muss noch die Gestaltung des Umfeldes, auch die Straße ist sanierungsbedürftig. Für das seit Montag leer stehende alte Kindergartengebäude habe die Kommune "keinerlei Verwendung". Zudem handelt es sich um ein Kirchschullehn.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 19.06.2014
Inge Engelhardt

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