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Geithain Aufzüge am Bad Lausicker Bahnhof immer (wieder) kaputt
Region Geithain Aufzüge am Bad Lausicker Bahnhof immer (wieder) kaputt
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13:49 25.08.2010
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. Doch viele Pendler und Kurgäste nutzen die schnelle Bahnverbindung in Richtung Leipzig und Chemnitz. Sofern sie in der Lage sind, auch ohne Aufzug den Bahnsteig zu erreichen. Der Dauer-Ausfall beider Fahrstühle ist auch für ältere Bad Lausicker ein Problem, die den Bahnhof auf dem kurzen Weg ins Stadtzentrum passieren.

Der Bad Lausicker Bahnhof Mittwochmittag: Licht und Schatten dicht beieinander. Die Bahnsteige sind gefegt, in den beiden Glasunterständen liegt kein Müll. Flaschen, Büchsen, Verpackungen wirbeln statt dessen zwischen den Gleisen. Der Fahrplan-Schaukasten am Zugang Heinrich-Heine-Straße ist ohne Aushang, weil mit zerschlagener Scheibe. Die Fassade des Bahnhofs gegenüber ist besprüht. Die Schriftzüge im Fußgängertunnel sind übermalt, die Wände sind Fleckenteppiche. Immerhin: Ein Monteur bringt gerade die Kamera in Ordnung, die die Deutsche Bahn zur Schmierfinken-Abschreckung angebracht hat und die immer wieder selbst Objekt der Zerstörung ist. Die beiden Fahrstühle, die Gehbehinderten den Zufang zu den Bahnsteigen und einen kurzen Weg zwischen Kurviertel und Innenstadt ermöglichen, sind außer Betrieb. Schon wieder oder immer noch, das ist nicht ersichtlich.

„Der Aufzug zu den Bahnsteigen, der einmal mehr durch Vandalismus zerstört wurde, steht seit dem 19. August wieder unseren Reisenden zur Verfügung", sagte Unternehmenssprecherin Änne Kliem in Leipzig am Dienstagnachmittag auf LVZ-Nachfrage. Die Realität ist eine andere, allerdings nicht mit Blick auf permanente Beschädigungen auf dem Bahnhofsareal. Vandalismus stelle die Deutsche Bahn AG nicht nur in Bad Lausick vor erhebliche Herausforderungen, sagt Kliem. Die LVZ berichtete mehrfach über dieses Problem.

Die Konsequenzen, die sich aus nicht funktionierenden Aufzügen ergeben, bilden vor allem für die mit dem Zug an- und abreisenden Patienten der Reha-Kliniken, aber auch für die Kurstädter selbst eine Herausforderung. „Kürzlich wollte ich meine Mutter in einem Pflegerollstuhl durch den Tunnel zum Pflegedienst im Stadtzentrum bringen. Doch der Fahrstuhl ging nicht", sagt etwa Angela Schubert. Letztlich musste sie ein Taxi kommen lassen für diesen Transport, denn der Fußweg in der Heinrich-Heine-Straße, der mögliche Alternativweg, sei für Rollstühle ebenso wenig passierbar. Ist Letzteres Sache der Stadt, ist für Döhler jedoch klar: „Das Bahnhofsmanagement muss sich bei allen Problemen um die Fahrstühle kümmern und darum, dass es nicht so liederlich aussieht." Momentan, sagt Änne Kliem, sei ein Reinigungsteam aller zwei Wochen auf dem Bad Lausicker Bahnhof zugange. „Auf Grund der Beschwerde werden wir den Reinigungsintervall beobachten, um eventuell den Rhythmus zu verkürzen."

Ekkehard Schulreich

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