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Aus für Eigenheim-Pläne am Sportplatz

Aus für Eigenheim-Pläne am Sportplatz

Zurück auf "Start" heißt es seit der jüngsten Frohburger Stadtratssitzung bei den Zukunftsplanungen für das Gebiet am Greifenhainer Sportplatz. Denn eine knappe Mehrheit stimmte einem Antrag der CDU-Fraktion zu, die weiteren Aktivitäten nicht nur für dieses Jahr auszusetzen, wofür die Stadtverwaltung plädierte, sondern sie mit sofortiger Wirkung ganz einzustellen.

Greifenhain/Frohburg. Hatten zunächst die betreffenden Stadträte nur beantragt, die im vorigen Jahr dazu von diesem Gremium gefällten Beschlüsse nicht weiter zu bearbeiten und ihre Vollziehung bis zum Jahresende 2014 auszusetzen, so wurde der Antrag später auf ein endgültiges Aus erweitert. Begründet wurde das laut CDU-Stadtrat Wolfram Gabler damit, dass die Fortführung der Planung nicht dem Willen der Mehrheit der Bürger des Frohburger Ortsteils Greifenhain entspreche, wie sich inzwischen herausgestellt habe.

 

 

Mitte Mai 2013 war der Entwurf einer Ergänzungssatzung beschlossen worden. Durch die sollte vor allem die Größe der Sport- und Spielfläche des Areals reduziert werden, um dadurch eine Teilfläche für eine mögliche Bebauung von zwei Eigenheimen zu gewinnen. Die Rasenspielfläche hätte dann 50 mal 25 Meter betragen. Das hatte der Stadtrat mit 13 Ja-Stimmen bei einer Enthaltung ebenso beschlossen wie die Auslegung dieses Entwurfs und die Anhörung der Träger öffentlicher Belange.

 

 

Seit die Pläne jedoch öffentlich wurden, stießen sie auf Widerstand vieler Greifenhainer. Leserbriefe, eine Unterschriftenaktion des Vereins "Für Greifenhain", die Hunderte Bürger unterzeichneten, und Zusammenkünfte gab es seither. Der Sportplatz sei die einzige größere kommunale Fläche im Ort. Er wäre wichtig zum Spielen und Erholen, solle auch künftig für Vereinsfeste genutzt werden können, so der Tenor aus Greifenhain (die LVZ berichtete).

Frohburgs Bürgermeister Wolfgang Hiensch (BuW) ließ in einem ausführlichen Sachvortrag die bisherige Entwicklung zu dieser Fläche Revue passieren, hielt dem Abbruch der Aktivitäten Argumente entgegen. Er verwies unter anderem darauf, dass im Sportstättenentwicklungsplan der Stadt die Fläche nicht mehr als Sportplatz, sondern nur noch als Bolzplatz für Freizeit- und Seniorensport ausgewiesen sei. Würden hier alle Planungen abgebrochen, könne das die Fortschreibung des Flächennutzungsplanes blockieren, die 2014 weitergeführt werden solle. "Die Folge nach einem zustimmenden Beschluss zum Antrag der CDU wäre auch, dass es kein Baurecht für den geplanten Spielplatz oder Veränderungen am Sportplatz gibt, weil die Fläche im Außenbereich liegt", zeigte Hiensch auf. Auch kämen dann wahrscheinlich auf die drei unmittelbaren Anlieger sehr hohe Kosten zu, da sie sich in jedem Falle an den Herstellungskosten für die Zufahrt beteiligen müssten.

 

 

Hiensch monierte, dass bisher kein einziger Stadtrat die knapp 30 Stellungnahmen im formellen Abwägungsverfahren überhaupt eingesehen hätte. Eine sachliche Abwägung aller Argumente in einem ordentlichen Abwägungsverfahren müsste wohl anders aussehen, und man sollte wenigstens alle Stellungnahmen und alle Argumente zum Für und Wider kennen. "Der Antrag hat damit für mich auch den Anschein, dass man diese Abwägung umgehen will und gegebenenfalls auch privaten Interessen Vorrang gegeben werden soll", so das Stadtoberhaupt.

Unterstützung erhielt der Bürgermeister in der Diskussion von Stadtrat Siegfried Runkwitz (Linke): "Es bringt doch nichts, den Kopf vor den Problemen in den Sand zu stecken. Wir sollten die Sache nur zeitlich aussetzen und konstruktiv daran arbeiten, sie später für alle zu einem befriedigenden Ergebnis zu bringen", hatte er in der Diskussion angeregt.

 

 

Die Mehrheit folgte dem Aufruf nicht: Mit acht Zustimmungen bei sechs Gegenstimmen und zwei Enthaltungen wurde dem CDU-Antrag zugestimmt. Nunmehr läge es an den Stadträten, eigene Vorschläge zu machen, wie die von der Verwaltung angesprochenen Problemstellungen gelöst werden sollten, bekundete Hiensch danach.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 21.03.2014
Thomas Lang

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