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Geithain Ausbildungsjahr gestartet: Frohburger Firma Fest setzt auf den eigenen Nachwuchs
Region Geithain Ausbildungsjahr gestartet: Frohburger Firma Fest setzt auf den eigenen Nachwuchs
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00:20 05.08.2017
Lernt in der Fest GmbH den Beruf des Elektronikers für Informations- und Telekommunikationstechnik: Niklas Hahn hier mit Verteilerkasten in der Lehrwerkstatt der Frohburger Firma. Quelle: Andreas Döring
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Frohburg

Für Niklas Hahn stand schon lange fest, dass er mit seinen Händen arbeiten will und es sollte was mit Technik zu tun haben. Der heute 17-Jährige aus Ebersbach bei Bad Lausick bastelte bereits vor Jahren gern an Moped und Verstärker. Nach der 10. Klasse, die er gut abschloss, bewarb er sich bei der Firma Fest in Frohburg als Elektroniker für Informations- und Telekommunikationstechnik – früher Nachrichtentechniker.

Das erste Lehrjahr hat er nun hinter sich – und findet’s gut. „Ich habe viel auf einer Hotel-Baustelle in Leipzig gearbeitet und dort ganz verschiedene Sachen gemacht: im Dreck gebuddelt, gestemmt, Kabel gezogen und erlebt, wie dann alles schön und fertig war“, erzählt der Lehrling und wirkt zufrieden. Auch die Berufsschule in Leipzig läuft gut. Die Fächer seien querbeet, „auch Deutsch und Englisch“.

„Das muss sein“, weiß Udo Hentke, Projektleiter bei der Fest – Frohburger-Elektro-System-Technik GmbH. Er ist in dem Unternehmen auch verantwortlich für die Auszubildenden. Seit fünf Jahren würde der Betrieb viel Kraft, Zeit und Engagement in dieses Feld stecken. Das sei notwendig, um genügend qualifizierten Nachwuchs zu haben.

Gute Erfolge gebe es mit der „Schau rein!“-Aktion. Dabei melden sich Jugendliche der achten oder neunten Klasse mit ihren Eltern zu einem Tag der offenen Tür an, lernen Ausbildungsberuf und Firma kennen. „Da kommen meist sechs bis sieben Interessenten und in der Regel bewirbt sich der eine oder andere dann bei uns“, so der Projektleiter. Diese gezielte Veranstaltung sei sinnvoller als in eine Schule zu gehen und vor versammelter Klasse etwas zu erzählen – „das bringt nichts“.

Viel hält er von Berufsorientierungsmessen, vor allem von der in der Bornaer Dinter-Schule. „Es ist ganz wichtig dort vertreten zu sein. 60 bis 70 Prozent unserer Bewerbungen erhalten wir durch diese Veranstaltung“, sagt er. Die Fest GmbH nimmt in der Regel pro Jahr drei neue Lehrlinge, neben dem Nachrichtentechniker auch den Elektroniker für Gebäudetechnik, der frühere Elektriker. Derzeit würde es dafür pro Jahr 10 bis 14 Bewerbungen geben.

„Wir können garantieren, dass die jungen Leute bei uns eine fundierte Ausbildung und einen zukunftssicheren Job bekommen“, wirbt Geschäftsführer Holger Gwozdz. Wer seine Ausbildung ordentlich abschließt, werde übernommen. Die Lehrstellenoffensive, die sein Unternehmen seit mehreren Jahren betreibt, funktioniert gut und zeigt erste Ergebnisse. Er betont die guten Weiterbildungsangebote. Spätere Meisterschule und sogar ein Studium seien möglich. „Jeder ist seines eigenen Glückes Schmied.“

Der Frohburger Betrieb wurde 2004 gegründet und arbeitet in den Bereichen Starkstrominstallation, Sicherheitstechnik, Telefonleitungen, Datennetze, Computertechnik und Fotovoltaikanlagen. Er hat derzeit 70 Mitarbeiter und einen Jahresumsatz von mehr als zehn Millionen Euro im Bereich der elektrotechnischen Gebäudeausrüstung.

Von Claudia Carell

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