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Geithain Ausstellung in Frankenhain zeigt Fotos zur Dorfgeschichte von Henry Lorenz
Region Geithain Ausstellung in Frankenhain zeigt Fotos zur Dorfgeschichte von Henry Lorenz
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12:52 21.04.2016
Bauvorhaben in Frankenhain hat Henry Lorenz dokumentiert, Fotos von ihm zeigt eine Ausstellung im Ort ab 27. April. Quelle: Henry Lorenz
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Frohburg/Frankenhain

Eine illustrierte wie illustre Reise in das Frankenhain der zurückliegenden Jahrzehnte macht eine Foto-Ausstellung möglich, die der Verein Dorfgemeinschaft am 27. April im Frankenhainer Vereinshaus eröffnet. Die Initiatoren greifen dabei tief in jenen Fundus, den Henry Lorenz anlegte. Über viele Jahre dokumentierte der Frankenhainer, der 2015 starb, mit der Kamera die Entwicklung seines Dorfes. „Er hinterließ uns mehr als 2000 Aufnahmen. Einen Großteil davon konnten wir bereits im Vorfeld unserer 800-Jahr-Feier 2009 digitalisieren“, sagt der Vereinsvorsitzende Karsten Richter.

Lorenz’ Erbe, das der Verein in Ehren hält und in Zukunft bei Ausstellungen oder Bildervorträgen öffentlich zugänglich machen will, ist wohlsortiert. „Henry Lorenz hat sich gemeinsam mit Burkhard Stenchly 2014 die Mühe gemacht, zu einem Großteil der Fotos eine Tonaufnahme einzusprechen“, sagt Richter. Auf diese Weise ist es den Ausstellungsmachern möglich, die Aufnahmen mit konkreten Informationen zu versehen.

Die Schau steht ab 27. April zur Besichtigung offen. In ihrem Rahmen gibt es am Nachmittag des 1. Mai eine besondere Veranstaltung: Dann wird anhand der Lorenz’schen Bilder über Frankenhains Geschichte erzählt. Vor allem die Schulfeste stehen im Mittelpunkt des Bildervortrags. Damit knüpft der Verein an eine Tradition an, die Henry Lorenz pflegte: Zu heimatgeschichtlichen Themen lud er einst gern in das – heute nicht mehr bestehende – Fränker Kulturhaus ein.

Parallel dazu wird aus jenen Briefen gelesen, die Ilse und Erich Henker in den Jahren des Zweiten Weltkrieges wechselten. Henkers betrieben im Dorf einen Gemischtwaren-Laden. Ilse berichtete Erich über das Geschehen im Dorf der Kriegsjahre; Erich schilderte Erfahrungen, die er als Soldat machte. Weit mehr als 1000 Briefe erhielten sich, befinden sich im Besitz des Neffen Siegfried Naß. „Was sich beide schrieben, ist beeindruckend. Eine sehr spannende Geschichte“, sagt Richter. Es sei geplant, aus einem Teil der Briefe eine Broschüre zusammenzustellen.

Besichtigen kann man am 1. Mai ab 15 Uhr die Ausstellung; die Veranstaltung selbst beginnt eine Stunde später. Wer darüber hinaus die Ausstellung betrachten möchte, hat dazu an folgenden Tagen Gelegenheit: 27. April von 18 bis 20 Uhr, 30. April von 18 bis 19 Uhr vor dem Maibaumsetzen, 4. Mai von 15 bis 18 Uhr – oder auch nach Vereinbarung (Telefon 0172/3643685).

Von Ekkehard Schulreich

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