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Geithain Bad Lausick: Ballendorfer Narren kehren nach Hause zurück
Region Geithain Bad Lausick: Ballendorfer Narren kehren nach Hause zurück
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08:00 05.02.2017
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Bad Lausick/Ballendorf

„Goodbye Ballendorf – Wir sehen uns in Las Vegas!“ hat der Ballendorfer Carnevalclub (BCC) die Abend-Partys überschrieben, zu denen er am 18. und 25. Februar einlädt. „Viel Glamor, viel Glanz, viel Gloria“ erwarte die Besucher im Saal des Ballendorfer Gasthofs, sagt Vereinspräsident Tino Dost. Der Saal wurde neu gestaltet von Anne Asser und ihrem Mann Björn, die die Immobilie erwarben und in den vergangenen Monaten im Inneren umkrempelten. „Haus 16“ heißt die Einkehrstätte jetzt. Die Baustelle war der Grund dafür, dass die vergangene BCC-Saison im benachbarten Schönbach spielte. Insofern ließe sich das Motto auch umdeuten in: Ballendorf, wir melden uns zum Heimspiel zurück!

Ehe sich am 18. Februar der Vorhang hebt, braucht es mehrere Durchlauf-Proben auf dem Saal, um das Zusammenspiel der einzelnen Beiträge zu koordinieren. „Wir freuen uns auf das neue Ambiente und sind gespannt, wie es läuft“, sagt Dost. Für die drei Dutzend BCC-Mitstreiter sei es keine Frage gewesen, nach dem Eigentümerwechsel und dem Umbau in die seit zig Jahren angestammte Spielstätte zurückzukehren. Der Saal, aufgefrischt und mit neuen Mobiliar versehen, habe seinen Charme bewahrt, sagt Dost: „Und auch unsere Dekorationen und Requisiten werden passen.“ Die bisher fest installierten Scheinwerfer ersetze DJ Fritz aus Narsdorf durch eine eigene mobile Anlage, um die Närrinnen und Narren ins beste Rampenlicht zu rücken.

Mit der Saison 2016/17 nimmt der BCC nicht nur die ihm gemäßen Bretter, die die Welt bedeuten, wieder in Beschlag: Mit einem Kinderfasching knüpft der Verein an weit zurückliegende Erfolge an. „Vor vielen, vielen Jahren gab es das schon mal bei uns. Eltern haben uns angesprochen, dass sie sich so etwas wieder wünschen“, sagt Dost. Damit stoße man in eine Lücke, die entstanden sei, seit die Kollegen des Bad Lausicker FKK keine großen Faschingsveranstaltungen mehr im Kurhaus organisierten. Für die Jüngsten gibt es ein separates Programm.

Am pointierten Ausflug nach Las Vegas arbeiten die Mitglieder des Vereins seit dem Spätsommer letzten Jahres. Spielszenen werden ersonnen, Dialoge um- oder neugeschrieben, für die Tänze entstehen Choreografien. Kein Fasching ohne die Tänzerinnen der kleinen „Wettenmäuse“ und der älteren „Hupfdohlen“, keiner auch ohne Balletteinlagen der Herren der Schöpfung. So wird es in Ballendorf seit Beginn an gehalten, so wurde es anno 2016 auch im „Roten Hirsch“ im benachbarten Schönbach zelebriert. Nun also wieder feiern zu Hause – mit den Ballendorfern und den Faschingsbegeisterten aus dem Leipziger Land und dem Muldental, die zum Stammpublikum zählen. „Die beiden Abendveranstaltungen sind ausverkauft – nicht zuletzt auch, weil viele neugierig sind auf das neue Haus“, sagt der Präsident. Beide Partys beginnen 20 Uhr, Einlass eine Stunde früher. Der Kinderfasching am 19. Februar fängt 14 Uhr an.

Voller Erwartung sind ebenso Anne und Björn Asser, die ihr „Haus 16“ Ende November eröffneten. In Lounge eins und zwei erwarten sie seither ihre Gäste, die ein ganz anderes Ambiente vorfinden als ein Landgasthof vermuten lässt. „Wir sind gut gestartet, und die Resonanz, die wir erfahren, ist positiv“, sagt sie, die zuvor als Restaurant-Leiterin in Baden-Württemberg gastronomische Erfahrungen sammelte: „Das Publikum ist sehr gemischt, und so soll es auch sein.“

Zur Eröffnung seien viele Einwohner gekommen, um sich ein Bild von den Veränderungen zu machen. Außerdem würden bereits private Feiern gebucht. Die Bad Lausicker Wandergruppe ließ vor wenigen Tagen eine Halbtagstour durch den Glastener und Colditzer Forst hier ausklingen. Restaurant, Lounges und Saal sollen im Sommer durch einen kleinen Biergarten ergänzt werden. Als der Januar-Frost den Dorfteich gegenüber zum Dorado der Schlittschuh-Begeisterten machte, gab es schon mal Heißgetränke über die Straße: „Glühwein to go.“

Von Ekkehard Schulreich

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