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Geithain Bad Lausick: Kita „Waldfrieden“ punktet bei Kindern und Eltern mit Kneipp-Konzept
Region Geithain Bad Lausick: Kita „Waldfrieden“ punktet bei Kindern und Eltern mit Kneipp-Konzept
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10:20 03.03.2016
Diesmal gibt es zum Frühlingsfest kein Schubkarren-Rennen, sondern einen Spendenlauf. Quelle: Jens Paul Taubert
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Bad Lausick

15 Jahre alt wird die Bad Lausicker Kindertagesstätte „Waldfrieden“. Das Jubiläum ist Anlass für eine Festwoche. Die beginnt am 5. März mit einem Tag der offenen Tür und endet am 11. März mit einem großen Frühlingsfest samt Spendenlauf. Der Erlös des Laufes werde der weiteren Ausgestaltung der Einrichtung in Trägerschaft der Arbeiterwohlfahrt Mulde/Collm (Awo) zugutekommen, sagt Leiterin Tina Naumann: „Die Kinder möchten damit zeigen, dass sie sich selbst auf ihre Weise dafür einsetzen.“

Rechtzeitig zum Jubiläumsjahr war es der Awo gelungen, die über Jahre Schritt für Schritt vorangebrachte Sanierung der Immobilie abzuschließen: Die Fassade des markanten Gebäudes unmittelbar am Rand des Colditzer Forstes trägt nun Altrosa. Im Inneren war zuvor schon eine Menge geschehen, um insgesamt 52 Mädchen und Jungen gut betreuen zu können. Dass das Haus eine Heimstatt für Heranwachsende ist, war auf andere Art auch in den Jahrzehnten zuvor der Fall: In den DDR-Jahren diente es als Kinderheim. Im Ursprung aber war es ein beliebtes Ausflugslokal im Grünen. Von dieser exponierten Lage profitiert die Einrichtung noch immer. Dass sie zertifizierte Kneipp-Kita ist, erscheint da nur folgerichtig. Die Urkunde des Kneipp-Bundes Wörishofen krönte im Sommer 2014 die Bemühungen der damaligen Leiterin Ines Knofe und ihres Teams, ein ganzheitliches Konzept mit Naturnähe und Bewegung zu erarbeiten und zu etablieren. Knofe, die die Kindereinrichtung aufbaute und 2015 nach Grimma wechselte, bezog in diesen Prozess offensiv die Eltern ein. Sie erreichte damit nicht nur eine breite Akzeptanz, sondern konnte die Eltern für eine aktive Unterstützung gewinnen.

„Unsere Kinder fühlen sich hier sehr wohl. Wir Eltern schätzen das Konzept, das immer weiter ergänzt und verfeinert wird, und wir wissen unsere Kinder in besten Händen“, sagt André Trautner, lange Zeit Mitglied des Elternrates und inzwischen Vorsitzender des Fördervereins, der die Kindertagesstätte unterstützt. Die Eltern seien über diese anderthalb Jahrzehnte immer wieder ein Impulsgeber für Neuerungen. So gab es neben gemeinsamen Festen Benefiz-Veranstaltungen verschiedener Art, um Spenden einzuwerben. Darüber hinaus wisse man viele Unterstützer, namentlich aus der Bad Lausicker Wirtschaft, an der Seite, sagt Trautner. Er spannt den Bogen von der Rettung der vor Jahren vor dem Abriss stehenden kleinen Turnhalle („Ein Kleinod, um das wir gekämpft haben – denn wer hat schon so etwas?!“) bis zu der hölzernen Spiellandschaft, für die der Förderverein mehr als 6500 Euro zusammentrug und die pünktlich zum jüngsten Herbstfest aufgestellt worden war.

„Was wir heute haben, ist das Ergebnis von 15 Jahren Arbeit. Zu dem hat jeder auf seine Weise beigetragen“, sagt Tina Naumann, die seit August 2015 hier die Fäden in der Hand hält. Sie schätze das faire, familiäre Miteinander. Die Festwoche solle etwas Besonderes sein: „Ein großer Geburtstag, den wir gemeinsam feiern wollen mit all jenen, auf die wir in all den Jahren bauen konnten und das in der Zukunft weiter tun möchten.“

Beim Tag der offenen Tür am 5. März können sich alle Interessenten zwischen 10 und 16 Uhr in der Einrichtung umschauen, das Haus, das Außengelände, das Kneipp-Konzept kennenlernen. Bei einem Kinderkonzert, das am 9. März in der Aula der Oberschule stattfindet, „zeigen die Kinder in einer Talente-Show, was sie bei uns gelernt haben“, auch jene, die das Haus längst verlassen hätten, so Naumann. In der Festwoche sei ein Seifenblasen-Artist zu Gast; zudem führen alle ins Kinderparadies – dank Spenden sind die Aktivitäten für alle Kinder kostenfrei.

In das Frühlingsfest am 11. März, das 15.30 Uhr beginnt, ist ein Spendenlauf integriert. Der Erlös von einem Euro pro gelaufener Gartenrunde soll der Erfüllung weiterer Wünsche dienen. Und die gebe es natürlich immer, sagt Tina Naumann an die Adresse des Fördervereins: „Eine Wasserbahn zum Matschen wäre schön oder ein in den Boden eingelassenes Trampolin.“

Von Ekkehard Schulreich

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