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Geithain Bad Lausick arbeitet mit Doppelhaushalt 2017/18 kommunale Wunschliste ab
Region Geithain Bad Lausick arbeitet mit Doppelhaushalt 2017/18 kommunale Wunschliste ab
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18:46 01.03.2018
Die Deutsche Bläserakademie mit Sitz in Bad Lausick wird dieses und nächstes Jahr jeweils mit 35 700 Euro von der Kommune unterstützt. Quelle: Jens Paul Taubert
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Bad Lausick

Passt, wackelt und hat Luft: Der Bad Lausicker Doppelhaushalt für 2017 und 2018 ist nach mehreren Vorberatungen endlich festgezurrt und am Donnerstag vom Stadtrat einstimmig beschlossen worden. „Aus meiner Sicht ist es ein rundes Paket“, kommentierte Bürgermeister Michael Hultsch (parteilos) das mehrere hundert Seiten starke Werk. Es diene dazu, die Stadt mit ihren elf Ortsteilen lebens- und liebenswerter zu machen. Gegenwärtig leben hier rund 8150 Menschen. Als bemerkenswert hob der Stadtchef den weiteren Schuldenabbau, den Verzicht auf eine Kreditaufnahme sowie die gleichbleibenden Hebesätze für die Grundsteuern A und B sowie die Gewerbesteuer hervor.

Die Zahlen meinen es freundlich mit Bad Lausick und so plant die Kommune in den nächsten Jahren eine Reihe von Investitionen. Der mit Abstand größte Brocken werde die Sanierung der Grundschule und des Horts sein – mit Dach, Fenster und Fassade in den Jahren 2017/18 bis zu neuen Sanitäreinrichtungen, Drainage, Sockel und Innensanierung bis 2021. Darüber hinaus stehen Feuerwehrfahrzeuge für Glasten (2017) und Bad Lausick (2018) sowie neue Multicars und Technik für den Bauhof auf dem kommunalen Wunschzettel. „Der Bauhof braucht dringend neue Fahrzeuge, sie sind nicht mehr zeitgemäß“, machte der Bürgermeister deutlich. Weitere Gelder werden für den Straßenbau verwendet, etwa in der Straße des Friedens in Steinbach oder der Colditzer Straße in Buchheim.

Finanzielle Unterstützung erhält weiterhin die Deutsche Bläserakademie mit Sitz in Bad Lausick. Dafür macht die Kommune auch 2018 wieder 35 735 Euro locker, beschloss der Stadtrat am Donnerstag. Der Geschäftsführer Heiko Schulze war Mitte Juni auf die Stadt zugekommen und hatte den Sitzgemeindeanteil beantragt. Dieser dürfe nicht niedriger sein als im Vorjahr.

Für dieses Jahr rechnet die Stadt mit Gesamterträgen in Höhe von 10,35 Millionen Euro, demgegenüber stehen Aufwendungen in Höhe von 10,32 Millionen Euro. „Gut, dass wir einen ausgeglichenen Haushalt vorweisen können“, lobte SPD-Stadtrat Manfred Hönig die Arbeit der Kämmerin Karla Vierig, aber warnte gleichzeitig davor, leichtsinnig zu sein. „Trotz allem ist absolutes Sparen angesagt und der Investitionsstau abzuarbeiten.“

Tim Barczynski (Die Linke) griff den Gedanken von Udo Goerke (CDU) auf und regte die Ausweisung eines Gewerbegebietes in Bad Lausick an. „Für die strategische Entwicklung unserer Stadt ist das zwingend notwendig.“ Man müsse sich überhaupt die Frage stellen, wohin sich Bad Lausick einmal entwickeln möchte, ob es „nur“ Kurort bleiben wolle oder sich breiter aufstelle. Dazu meinte Gerhard Köpping, der Ortsvorsteher von Thierbaum: „Bei dieser Diskussion sollten wir die Menschen nicht vergessen und genauso die Wohngebiete vorantreiben.“ Trotz vieler erfüllter Wünsche bleiben noch einige für die nächsten Jahre offen, so Köpping.

Der Haushalt in Zahlen

Gesamterträge: 10,35 Millionen Euro 2017 (2018: 11,04 Millionen)

Gesamtaufwendungen: 10,32 Millionen Euro 2017 (2018: 10,84 Millionen)

Investitionen: 2,42 Millionen 2017 (2,88 Millionen)

Kreisumlage: 2,23 Millionen 2017 (2,32 Millionen)

Pro-Kopf-Verschuldung: 1711 Euro (soll bis 2021 auf 387 Euro sinken)

Verschuldung: 13,7 Millionen Anfang 2017 (soll bis 2021 auf 3,1 Millionen sinken)

Hebesätze: Grundsteuer A – 350 Prozent, Grundsteuer B – 440 Prozent, Gewerbesteuer – 385 Prozent

Von Kathrin Haase

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