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Bad Lausick hat kaum Geld für Bläserphilharmonie – Landkreis springt ein

Orchesterfinanzierung Bad Lausick hat kaum Geld für Bläserphilharmonie – Landkreis springt ein

Dass den Bad Lausickern „ihre“ Sächsische Bläserphilharmonie am Herzen liegt, daran ist nicht zu zweifeln. Allerdings sieht sich die Kommune außerstande, zu dessen finanzieller Sicherstellung mehr beizutragen als die bisherige Summe. Das Geld, das der Kreis zusätzlich gibt, will man indessen prompt weiterleiten.

Bläser spielen zur Händlernacht in Bad Lausick.

Quelle: Jens Paul Taubert

Bad Lausick. Um die beiden Orchester des Kulturraumes Leipziger Raum, die Sächsischer Bläserphilharmonie in Bad Lausick und das Leipziger Symphonieorchester in Böhlen, endlich finanziell besser zu stellen, wird in diversen politischen Gremien seit Monaten und Jahren nach Lösungen gesucht. Eine Stellschraube ist der sogenannte Sitzgemeinde-Anteil, ein Zuschuss, den jene Kommune zu zahlen hat, in der das Ensemble verortet ist. Dieser Anteil soll laut Förderrichtlinie mindestens acht Prozent der Gesamtausgaben des Orchesters abdecken; eine Vorgabe, die Bad Lausick und Böhlen seit Jahren verfehlen, weil – sie zu erfüllen sind die Kommunen mitnichten in der Lage. Der Kreistag fand nun einem Kompromiss: Er beschloss, für beide Kommunen in die Bresche zu springen und den Anteil aus Kreismitteln aufzustocken.

Für das zweite Halbjahr habe der Kreis das Geld schon überwiesen, so dass die Stadt es prompt weiterleiten könne, sagte der Bad Lausicker Bürgermeister Michel Hultsch (parteilos) am Donnerstagabend im Stadtrat. „Wir haben immer gesagt, wir bleiben bei unserer Summe. Mehr können wir nicht geben. Aber wenn der Kreis sich an seine Zusage hält, wird es uns nicht schwerfallen“, sagte er. Wenn er allerdings von seine Zusage zurücktrete, müsse auch die Stadt diesen Schritt zurückgehen. Dass diese Möglichkeit bestehen müsse, darauf legten Gerhard Köpping (Unabhängige Wähler) und André Trautner (CDU) unmissverständlich Wert. Tim Barczynski (Linke), selbst Mitglied des Kreistags, bestätigte diese Strategie: „Das ist im Kreistag eindeutig so gesagt worden. Böhlen wäre ja ebenso überfordert.“

Der Bad Lausicker Stadtrat stimmte einhellig zu, den Anteil an der Orchesterfinanzierung aufzustocken. Der bisherige Jahresbetrag von 35 700 Euro wird aktuell durch den Landkreis um 73 000 Euro erhöht; ab 2018 will der Kreis jährlich 192 000 Euro zuschießen, so dass der Anteil dann auf 228 000 Euro wächst.

Von Ekkehard Schulreich

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