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Bad Lausicker Angler feiern 60. Vereinsgeburtstag - und haben am Gaswerksteich viel vor

Bad Lausicker Angler feiern 60. Vereinsgeburtstag - und haben am Gaswerksteich viel vor

60 Jahre nicht allein, sondern im Verein: Die Bad Lausicker Sportfischer feiern am 8. Dezember Jubiläum. Sie erinnern daran, dass sich ihr Zusammenschluss vor sechs Jahrzehnten, 1952 nämlich, gründete.

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Bad Lausicker Angler bei einem der Arbeitseinsätze am Gaswerksteich.

Bad Lausick. Dass es den Bad Lausicker Anglern um mehr geht als mit der Rute im Grünen zu sitzen, zeigt die Wiederherrichtung des Gaswerksteiches. Die ist im Gang.

Vor der Kür liege die Pflicht, meint Dr. Frank Andreas, Schatzmeister der Bad Lausicker Sportfischer. Und meint damit, dass die Pflege der Angelgewässer und die Hege des Fischbestandes noch vor dem stillen Vergnügen des Angelns selbst rangieren. „Ich nehme mehr an Arbeitseinsätzen teil, als dass ich zum Angeln komme", sagt Andreas. Und den meisten der 56 Vereinsmitglieder geht das nicht anders. Vor allem jetzt, da sich der Verein ein neues Projekt an Land gezogen hat: die Rückumwandlung des stark verlandeten Teiches hinter dem alten Gaswerk zu einem Gewässer, das künftig wieder zur Aufzucht von Satzfischen genutzt werden soll. In den vergangenen Jahrzehnten sei die Pflege des Teiches, den die Bad Lausicker Petrijünger seit langer Zeit in der Pacht hätten, ein bisschen zu kurz gekommen. Röhricht eroberte die Wasserfläche, Unmengen vom Schlamm ließen den Wasserspiegel immer weiter sinken. Beim Abfischen Ende Oktober holten die Vereinsmitglieder gerade mal 100 Kilogramm Fisch heraus: ein paar Karpfen, einen Wels, ein paar Weißfische – und jede Menge Goldfische. „Ein Witz", sagt der Schatzmeister.

Doch das soll sich ändern. Zum guten Willen der Vereinsmitglieder kommen 500 Euro, die der Verein für das Gaswerksteich-Projekt vom Unternehmen Mitgas erhält. Jetzt, da das Wasser abgelassen ist, soll der Teich austrocknen. Das Schilf wird zurückgeschnitten. Allerdings belasse man ein Viertel der 0,4 Hektar großen Teichfläche in ihrem urwüchsigen Zustand; das sei so mit der Naturschutzbehörde des Landkreises abgestimmt, sagt Andreas: „Wir sind uns einig, dass wir Naturschutz und anglerische Nutzung in Einklang bringen müssen." Der Schlamm muss aus dem Teich, das Ufer mit Faschinen befestigt werden. Den Abfluss in Richtung Heinersdorfer Bach haben die Angler bereits in Ordnung gebracht. Den seit Jahren zugesetzten Zufluss, der unter dem nahen Autohaus-Areal hindurchführt, können sie indes bisher nicht reparieren. „Wir hoffen, dass uns die Feuerwehr im Frühjahr hilft, den Teich mit Bachwasser neu zu füllen."

Im Herbst 2014 dann könnten die ersten neuen Gaswerksteich-Fische groß genug sein, um in andere Gewässer zu wechseln: in das Bad Lausicker Tonloch vor allem, aber auch in Gewässer des Anglerverbandes Leipzig. Die Sanierungserfahrungen des Gaswerksteiches will der Verein beim Ententeich im Kurpark nutzen, der vor allem wegen des vielen Laubs auf dem Grund allenfalls den Enten noch Ehre macht. Wichtigstes Gewässer ist für die Mitstreiter der Schwanenteich im Herzen des Kurviertels: „Der ist hervorragend für unser Gemeinschaftsangeln." Darüber hinaus ist das Tonloch in der Pacht, werden die Kaoline Köllsdorf und der Schamotte-Teich am Betonwerk betreut. Eine Nutzungsvereinbarung hat der Verein zudem über den Koch‘schen Teich an der Angermühle. „Seitdem konnten wir hier das Schwarzangeln eindämmen", sagt Frank Andreas. Ein Problem sei es dennoch, vor allem am Teich auf der Silika-Brache.

13 der 56 Bad Lausicker Vereinsmitglieder sind Jugendliche. Damit liegen die Kurstädter weit über dem Durchschnitt, und es muss ihnen im 60. Jahr des Vereins keinesfalls bange sein für die Zukunft. Die bringt demnächst einen neuen Namen: Aus dem Sportfischer- wird der Angelverein. Sport oder nicht, das sei doch eine irrige Diskussion, sagt der Schatzmeister, der selbst seit einem halben Jahrhundert dieser Leidenschaft frönt: „Wir lieben unser Hobby, und da gehört doch viel mehr dazu."

Ekkehard Schulreich

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