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Bad Lausicker Ausbildungsstätte kooperiert mit Fachhochschule Dresden

Bad Lausicker Ausbildungsstätte kooperiert mit Fachhochschule Dresden

Die Evangelische Schule für Sozialwesen Bad Lausick und die Evangelische Hochschule kooperieren: Ein jetzt unterzeichneter Vertrag ermöglicht all jenen, die in Bad Lausick während der Erzieher-Ausbildung die Fachhochschulreife erwerben, das anschließende Studium in Dresden um zwei Semester zu verkürzen.

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Die Evangelische Schule für Sozialwesen setzt auch in Zukunft auf das Fachoberschul-Angebot.

Quelle: Ekkehard Schulreich

Bad Lausick. „Bei uns kann man gezielt die Fachhochschulreife für den sozialen Bereich erwerben", sagt Werner Müller, der die Evangelische Schule für Sozialwesen „Louise Höpfner" seit dem Sommer leitet. Und stellt damit klar: An der Möglichkeit für Realschüler, in Bad Lausick binnen dreier Jahre die Fachhochschulreife zu erlangen, hält man fest. Wenn die zu geringen Bewerberzahlen im vergangenen Jahr die Bildung einer neuen Klasse in der Fachoberschule nicht erlaubten, ist Müller doch zuversichtlich, dass die Situation in diesem Jahr wieder eine andere ist. Die Kooperation mit der Evangelischen Hochschule in Dresden ist da durchaus ein Joker, denn: „Wer dort zum Beispiel Sozialpädagogik studiert, dem werden mit unserer Fachschulausbildung plus Fachhochschulreife zwei Semester erlassen."

Staatlich geprüfter Erzieher und - quasi als Vorstufe - die Ausbildung zum Sozialassistenten sind und bleiben die beiden tragenden Säulen für die kirchliche Bad Lausicker Bildungseinrichtung, die im kommenden Jahr 60 Jahre alt wird. Sie hat einen guten Ruf über Sachsen hinaus, doch die Zeiten, da mehrere Hundert Bewerber auf 50 freie Ausbildungsplätze drängten, sind Geschichte. „Wir sind längst eine Schule unter vielen", sagt Müller. Während die Zahl der Bildungsträger wuchs, halbierte sich die Zahl der in Frage kommenden Heranwachsenden fast. Vor diesem Hintergrund setzt die Bad Lausicker Einrichtung auf Impulse, die vom Tag der offenen Tür am 28. Januar ausgehen sollen. „Unser Schwerpunkt ist es, für konfessionelle Kindereinrichtungen Erzieherinnen und Erzieher auszubilden", sagt der Schulleiter. Bei 280 solchen Häusern in kirchlicher Trägerschaft allein in Sachsen sei der Bedarf an qualifiziertem Nachwuchs nach wie vor da. Doch nicht nur Christen stehe die Ausbildung offen, „sondern all jene sind uns willkommen, die unsere Akzente mittragen". Einer ist ein vertiefter Religionsunterricht, ein anderer ein lebendiges kirchliches Leben.

Rund 260 junge Frauen und Männer absolvieren in Bad Lausick ihre Ausbildung. Für das neue Unterrichtsjahr können sich Interessenten bis Ende Februar anmelden. Was in Bad Lausick - entgegen ursprünglicher Überlegungen - nicht aufgebaut wird, ist eine berufsbegleitende Qualifikation für Erzieher. Auf einen ersten Vorstoß hin hatten sich lediglich acht Bewerber gemeldet. Für Werner Müller nicht wirklich verwunderlich: In Leipzig, Chemnitz und Dresden gebe es zahlreiche Angebote; da könne Bad Lausick, geografisch ein Stück abseits gelegen, kaum mithalten. Dafür sieht er ein anderes Feld, das er jetzt bestellen möchte: „Wir wollen unsere Erzieherausbildung stärker auf Jugendarbeit und Jugendhilfe ausrichten."

Damit komme man jenen entgegen, die später in Kinderheimen, Freizeiteinrichtungen oder der Jugendarbeit im Einsatz wären. Kooperationspartner hier sind das Evangelische Landesjugendpfarramt und die Pfadfinder. Bad Lausicker Schüler werden sich beispielsweise in die Tagen der ethischen Orientierung einbringen, indem sie bei Abenteuerschule und Konfliktbewältigung selbst Ausbildungsteile gestalten und praktisch mit den Heranwachsenden arbeiten.

Der Tag der offenen Tür findet am 28. Januar von 10 bis 14 Uhr statt.

Ekkehard Schulreich

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