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Geithain Bad Lausicker Ausschuss legt Markt-Neubau keine Steine in den Weg
Region Geithain Bad Lausicker Ausschuss legt Markt-Neubau keine Steine in den Weg
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12:31 08.04.2011
Lidl will größer bauen in Bad Lausick. Eine Vorzugsvariante hat der Technische Ausschuss nicht bestimmt. Quelle: Ekkehard Schulreich
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Bad Lausick

Dabei nahm er sogar Abstand, die Überbauung des ehemaligen Autohauses zu favorisieren. Als akzeptabel gilt auch die Bebauung der grünen Wiese unmittelbar daneben.

Nicht um eine Sortiments-Erweiterung gehe es Lidl, sondern um eine zeitgemäße Präsentation der Waren im Sinne der Kundschaft, aber auch der Mitarbeiter, sagte Michael Tschernick, Lidl-Prokurist und Immobilienleiter, am Donnerstag vor dem Technischen Ausschuss. Er trat damit ausdrücklich der Befürchtung entgegen, ein neuer, auf rund 1000 Quadratmeter Verkaufsfläche wachsender Markt könnte zusätzlich Kaufkraft aus der Bad Lausicker Innenstadt abziehen. „Wir haben in den vergangenen Jahren viele Standorte untersucht", so Tschernick. Eine Erweiterung des 1993 errichteten Gebäudes scheitere an Grundstücksfragen; die Überplanung des „Kastanieneck"-Kindergarten-Geländes war nicht zuletzt am Widerstand der Anwohnerschaft gescheitert. Jetzt nimmt das Handelsunternehmen das seit Mitte März ungenutzte Areal der einstigen Autohaus Bad Lausick GmbH an der Turnerstraße oder die grüne Wiese in Kurvenlage daneben in den Blick, um neu zu bauen.

„Wir haben das gleiche Problem wie bei Rewe", sagte Axel Höer (CDU). Der Markt hinter der Tankstelle sei in den neuziger Jahren trotz aller Bedenken durchgesetzt worden; inzwischen wolle das Unternehmen neu und größer bauen. Weder der Einkaufsstadt noch dem Stadtbild tue das Geplante gut, und was werde aus dem dann leer stehenden Gebäude? „Wir setzen einge gewisse Fehlentwicklung fort. Die Vielfalt in der Stadt geht verloren", unterstützte ihn Fraktionskollege Andreas Großmann.

Ganz anders argumentierte André Kipping (Dorfentwicklung): „Warum soll ein bestehender Markt nicht das Recht haben, sich zu modernisieren?" Ein Neubau anstelle des Autohauses sei doch in Ordnung. Wenn Neubau, dann dort, sagte Gerd Heinze (Linke). Die Wiese daneben zu bestücken, lehnte er ab. Diese Variante sieht vor, den Markt in der B-176-Kurvenlage hinter die historische Wohnbebauung zu rücken und an der Straße Parkplätze anzuordnen. Sie fiel im Ausschuss durch - bis Michael Tschernick noch einmal zu Wort kam. „Wir können nicht sicher sein, dass das Autohaus überhaupt noch zum Verkauf steht", sagte er. Der Eigentümer habe Lidl signalisiert, dass er die Immobilie lieber als Autohaus verwerten wolle. Legten sich Ausschuss und Stadtrat aber auf diese Variante fest, brächten sie das Handelsunternehmen in die Bredouille.

Der Ausschuss wird dem Stadtrat deshalb keine Variante empfehlen. Stimmt der dem Vorhaben prinzipiell zu, kann Lidl sich um eine Baugenehmigung bemühen. Knackpunkt dabei dürfte die Lösung des Zufahrten-Problems sein.

Ekkehard Schulreich

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