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Bad Lausicker Gebäudereiniger startete vor 20 Jahren durch

Bad Lausicker Gebäudereiniger startete vor 20 Jahren durch


Bad Lausick. Die politische und wirtschaftlichen Veränderungen nach 1989/90 bedeuteten für viele volkseigene Betriebe das Aus.

. Zugleich eröffneten sich Menschen mit Ideen und Mut die Chance, selbst Unternehmer zu werden und etwas aufzubauen. Zu ihnen gehören Christine Reuter und Dieter Schreck, Gründer der Reuter & Schreck Gebäudereinigung GmbH. Die Firma ist einer der Bewerber um den Wirtschaftspreis.

Ein bisschen putzen, das kann jeder. Dieter Schreck kennt die Redensart und die Vorurteile. „Unser Beruf wird gerne unterschätzt", sagt der 68-Jährige, der nach einem halben Berufsleben 1990 das Metier wechselte und sich hineinarbeitete in das Handwerk des Gebäudereinigens, das nicht zuletzt Wissenschaft und manchmal Kunst sei. „Sie müssen beispielsweise die Art des Fußbodens genau analysieren, ehe sie loslegen", sagt Schreck. Ob Natur- oder Kunststein, Laminat- oder Holzböden und vor allem elastische Böden: „Die Beläge sind immer schwerer zu unterscheiden." Und das Angebot an Reinigungssubstanzen sei riesig und einem ständigen Wandel unterworfen. Schreck, der Ingenieur-Pädagoge, der bis zur Wende das Polytechnische Zentrum im Bad Lausicker Silika-Werk leitete, weiß, wovon er spricht. Im Frühjahr 1990 gründete er mit seiner Lebenspartnerin Christine Reuter, die im Dienstleistungskombinat (DLK) in Borna die Gebäudereinigung leitete, ein eigenes Unternehmen.

„Dass die Polytechnik keine Zukunft haben würde, war mir klar", sagt er. Unternehmer zu werden war die Flucht nach vorn, eine Weichenstellung, ehe andere ähnliches versuchen würden. Das Kraftwerk Thierbach war das erste Objekt. Büros, Speisesaal, Maschinenhaus, alles musste blitzen. Schreck und Reuter, die mit sieben Leuten gestartet waren, übernahmen 18 Reinigungskräfte des Kraftwerks. „Mit Besitzstandsgarantie". Das bedeutete mehr Lohn und Urlaub als die damalige Stammbelegschaft. Erst nach Jahren glich sich die ungleiche Entlohnung durch die Tarifentwicklung aus. Stichwort Entlohnung: „Wir zahlen Tarif," sagt Schreck. Allerdings habe nur ein kleiner Teil der heute mehr als 100 Beschäftigten einen Vollzeit-Job. Ein besonderer Verdienst der Firma liege in der Sicherung der Arbeitsplätze, meint er: Viele Mitarbeiter gehörten seit zehn, 15 Jahren zum Unternehmen. Und: „Arbeiten bis zur Rente ist bei uns nichts Ungewöhnliches."

Die neunziger Jahre waren eine Zeit des Wachstums. Große Unternehmen und Banken aus Leipzig und Umgebung forderten die Bad Lausicker an; in besten Zeiten stieg die Mitarbeiterzahl auf 150. „In den ersten Jahren habe wir nachts mitgeputzt und tagsüber die Büroarbeit gemacht", so Dieter Schreck. 60 Prozent der Kunden heute sind öffentliche Einrichtungen wie Schulen, Kindergärten, Verwaltungen. Außerdem werden Autohäuser, Bankfilialen, Kanzleien, Praxen - und wie seit der Anfangszeit Umspannwerke gereinigt.

Seit einem halben Jahrzehnt steht mit Sohn André Schreck die zweite Generation an der Unternehmensspitze; seit Mai ist der fast 40-Jährige zugleich Inhaber. Gelernt hatte er Elektroniker in der Silika, hat später bei Philips in Nürnberg Autotelefone hergestellt und schließlich doch anderthalb Jahre zum Gebäudereiniger umgeschult. 1997 stieg er ins elterliche Unternehmen ein. Er hat den Wahlspruch seines Vaters noch im Ohr: „Von unten hocharbeiten!" Auf der Abendschule machte er seinen Meister, schloss die Ausbildung zum  Betriebswirt an: „Um eine so große Firma zu leiten, ist das einfach nötig." Heute ist er zudem Sachverständiger im Gebäudereinigerhandwerk und Desinfektor.

Der Druck in der Branche ist groß, so beteiligen sich 40, 50, manchmal auch mehr Firmen an öffentlichen Ausschreibungen. Man muss dem Kunden Tag für Tag saubere Arbeit bieten, nur so könne man heute Bestehen und dazu braucht man zuverlässiges Personal. Um dass zu gewährleisten hat die Firma auf der Homepage einen Zufriedenheits-Check eingerichtet. Außerdem sind dort offene Stellen einsehbar. Für angehende Schulabgänger bietet die Internetseite die Möglichkeit zum Erstkontakt mit dem Beruf des Gebäudereinigers. „ Der Beruf des Gebäudereinigers ist vielseitig in jeder Beziehung, ob bei Reinigungen, Einsatzorten, Team- oder Einzelarbeitsplatz. Man bilde seit 2000 aus: „Wir sind interessiert, dass sie nach der Lehre auch bei uns bleiben." In diesem Jahr hat das Unternehmen keinen Heranwachsenden gefunden – trotz Besuchs der Berufsmessen an den Mittelschulen in Bad Lausick und Borna.

Blicken die Firmengründer heute 20 Jahre zurück auf die wagemutigen, turbulenten Anfänge, ist für sie klar: „Es war eine richtige Entscheidung." Heute reden sie dem Nachfolger nicht in die Geschäfte hinein. „Aber wenn Not am Mann ist..." André Schreck weiß das zu schätzen.

 

Pressemitteilung der Verbraucherzentrale Sachsen

23.05.2008

Endlich verboten: Nervende Gewinnanrufe von „Friedrich Müller“

Verbraucherzentrale Sachsen empfiehlt, gezahlte Telefongebühren für die 0900-Nummern zurückzufordern

Zu Tausenden beschwerten sich Verbraucher über nervende Gewinnanrufe, bei welchen ihnen von einer Tonband-Stimme ein lukrativer Gewinn versprochen wurde, den sie sofort über eine 0900-Nummer abrufen sollten. Was stattdessen kam, war eine happige Telefonrechnung.

„Die Bundesnetzagentur wird endlich vierzehn 0900-Nummern, die von drei österreichischen Firmen unter der Marke „Friedrich Müller“ betrieben wurden, am 23. Mai abschalten. Und sie hat dieses Geschäftsmodell untersagt“, freut sich Evelin Voß von der sächsischen Verbraucherzentrale.

Doch nicht nur das: Nach Ansicht der Bundesnetzagentur besteht für Anrufe zu diesen Nummern keine Zahlungspflicht. „Wer die entsprechende Rechnungsposition noch nicht bezahlt hat, sollte das natürlich erst gar nicht tun und die Zahlung mit Hinweis auf die Maßnahmen der Bundesnetzagentur verweigern“, rät Voß. Wer in der Vergangenheit eine dieser 0900-Rufnummern angerufen und die Rechnung bezahlt hat, kann nun sein Geld zurückfordern. Das gilt allerdings für jede der 14 Rufnummern rückwirkend für einen unterschiedlichen Zeitraum.

Die von den Maßnahmen betroffenen Rufnummern und den Beginn des Rechnungslegungs- und Inkassoverbots können Verbraucher auf der Internetseite der Bundesnetzagentur www.bundesnetzagentur.de einsehen. Wie die Bundesnetzagentur mitteilte, ist damit zu rechnen, dass in diesem Zusammenhang die Abschaltung weiterer „Friedrich-Müller-Nummern“ geprüft wird.

Rat und Unterstützung gibt es auch bei der Verbraucherzentrale Sachsen. Betroffene können am Zentralen Servicetelefon einen Beratungstermin vereinbaren, zu welchem die Telefonrechnung und möglichst der Einzelverbindungsnachweis mitgebracht werden sollten.

Zentrales Servicetelefon: 0180-5-797777 (0,14 €/Min. aus dem deutschen Festnetz, Mobilfunkpreise ggf. abweichend), Montag bis Freitag von 9 – 16 Uhr.

 

 

Pressemitteilung der Verbraucherzentrale Sachsen

27.02.2008

Dubiose Gewinnbotschaften der Firma Friedrich Müller aus Wien reißen nicht ab

Bundesverband der Verbraucherzentralen geht rechtlich dagegen vor

Schon im Oktober 2007 warnte die Verbraucherzentrale Sachsen vor den Gewinnmitteilungen der Firma Friedrich Müller aus Wien. Verbraucher sollten schon damals ihren angeblichen Gewinn unter einer teuren Telefonnummer für 2,99 €/Minute abrufen. Hinzu kommt nun noch, dass nicht nur Verbraucher in Sachsen, sondern bundesweit ständig von der Firma Friedrich Müller angerufen werden und von einer Bandstimme zum teuren Gewinnrückruf aufgefordert werden. Dieses Klingeln ist störend, lästig und nach dem Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb verboten. Zahlreiche Verbraucher haben sich darüber bei der Verbraucherzentrale Sachsen beschwert.

Nun hat der Bundesverband der Verbraucherzentralen in Berlin die Firma Friedrich Müller, handelnd als G.N.V. Gesundheits- und Naturprodukt Versand GmbH und deren Geschäftsführer Gerhard Bruckberger in Wien wettbewerbsrechtlich abgemahnt. Es wird gefordert, es zu unterlassen, Verbraucher unaufgefordert und ohne ihre vorherige Einwilligung anzurufen bzw. anrufen zu lassen und die Verbraucher zu überreden, den Gewinn über eine kostenaufwändige 0900er Rufnummer für 2,99 €/Minute abzurufen. Bis Ende Februar 2008 sollen Unterlassungserklärungen abgegeben werden. Sollten diese Erklärungen verweigert werden, wird gerichtlich gegen die Störenfriede vorgegangen werden.

Auch die Bundesnetzagentur ist zwischenzeitlich tätig geworden. Sie ist dafür zuständig, dass bei Rufnummernmissbrauch die betreffenden Telefonnummern abgeschaltet werden.

Die Verbraucherzentrale Sachsen rät allen Verbrauchern, die sich von der Firma Friedrich Müller belästigt fühlen, die so genannten Gewinnbotschaften zu entsorgen, keinesfalls die teure Telefonnummer anzurufen und am besten gleich aufzulegen, wenn sich diese Firma meldet.

 

Pressemitteilung der Verbraucherzentrale Sachsen

27.02.2009

Friedrich Müller "beglückt" die Sachsen weiter

Verbraucherzentrale Sachsen informiert über neue Gewinnspielvariante

Schon seit rund 10 Jahren versucht die Firma Friedrich Müller, ihre so genannten Gewinne an die Verbraucher zu bringen. "Sollte man bisher z.B. seinen Gewinn über eine teure Telefonnummer abfordern oder erhielt nervende Anrufe von Friedrich Müller, versucht die Wiener Firma jetzt einen anderen Trick", informiert Marion Schmidt von der Verbraucherzentrale Sachsen. So schreibt die Rechtsabteilung von Friedrich Müller die Verbraucher an und teilt mit, dass die Möglichkeit bestünde, einen garantierten Gewinn, und zwar entweder

ein 50.000 Euro-Sparbuch

einen Volkswagen Polo oder den Gegenwert von 15.000 Euro

eine Küche oder einen Gegenwert von 12.000 Euro

eine Wertgutschrift in Höhe von 500 Euro

sofort und unmittelbar zu erhalten.

Aber gleichzeitig werden die Interessierten aufgefordert, eine Verwaltungsaufwandsgebühr von 50 Euro für eine so genannte "Expressausfolgung" mittels des beigelegten Überweisungsscheines vorsorglich noch am gleichen Tag zu bezahlen. Auf dem beigefügten Überweisungsträger steht aber keinesfalls die Firma Friedrich Müller, sondern eine WVD f.R.T.C. "Expressausfolgung oder Gewinnausfolgung" scheinen neudeutsche Begriffe zu sein, hinter denen sich wohl nur eine Garantie verbirgt, nämlich garantiert 50 Euro loszuwerden", resümiert Schmidt. Die Rechtsabteilung von Friedrich Müller schreibt weiter, wenn die "Ausfolgung" des bereits garantiert feststehenden Gewinnes allenfalls bis 50.000 Euro dann nicht sofort nach den eigenen Wünschen bis zu einem bestimmten Tag erfolgt, dann würden sogar die 50 Euro zurückerstattet.

"Da bestehen aber erhebliche Zweifel", meint Schmidt, "denn es existiert als Absender nur eine Postfachadresse in Wien und da ist die Zustellung beispielsweise einer gerichtlichen Aufforderung zur Rückzahlung des Geldes, falls dies nicht freiwillig geschieht, kaum möglich."

Bisher ist der Verbraucherzentrale Sachsen kein Verbraucher bekannt, der in all den vergangenen Jahren jemals von der Firma Friedrich Müller aus Wien einen Gewinn erhalten hat.

Deshalb wird auch bei diesem angeblichen Gewinnversprechen empfohlen, kein Geld zu überweisen und den Brief im Papierkorb verschwinden zu lassen.

Ekkehard Schulreich

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