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Geithain Bad Lausicker Gemeindepädagoge Frank Müller sucht neue Herausforderung
Region Geithain Bad Lausicker Gemeindepädagoge Frank Müller sucht neue Herausforderung
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18:26 17.06.2016
Frank Müller will es noch einmal wissen. Quelle: privat
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Bad Lausick

13 Jahre ist Frank Müller Gemeindepädagoge in Bad Lausick – genauer: war. Ab August übernimmt er den Schulclub im Evangelischen Schulzentrum Großbardau. Die ungefähre Mitte des Berufslebens sei ein hervorragender Zeitpunkt, noch einmal etwas Neues zu beginnen, sagt der 46-Jährige. Im Rahmen des Kirchgemeindefestes, das am Sonntag in der Kilianskirche und im Pfarrgarten stattfindet, wird er verabschiedet. Erhalten bleiben er und seine Familie der Kirchgemeinde, aber auch der Stadt, denn Bad Lausick bleibt der Lebensmittelpunkt.

„Abschied zu nehmen ist emotionaler, als ich es mir vorgestellt habe“, sagt Frank Müller, der Mann mit der einprägsamen Physiognomie und der herzlichen, zupackenden Art. In seiner Bad Lausicker Zeit habe er manche Kinder von der Taufe bis zur Konfirmation begleitet, einige der Christenlehre-Kinder heirateten inzwischen, manch Vorschüler absolviere längst seine Berufsausbildung. Die Prägungen auf diesem Stück gemeinsamen Weges seien beiderseits, sagt er: „Aber ich seh die Leute ja weiter, wir bleiben im Gespräch. Ich bin ja nicht aus der Welt.“ Seinen Platz in der Kirchgemeinde, plötzlich funktionslos, müsse er aber erst finden.

Im Schulzentrum Großbardau, das Grund-, Oberschule und Gymnasium vereint, kümmert er sich künftig vor allem um Freizeit-Belange. Seine Erfahrungen aus der gemeindlichen Arbeit mit Heranwachsenden und mit jungen Familien sowie das Religions- wie das Erlebnispädagogische kann er einbringen. „Mit jungen Menschen zu arbeiten, macht mir sehr viel Spaß. Daran wird sich nichts Grundsätzliches ändern.“

St. Kilian heißt jener Pfadfinder-Stamm, den Müller in Bad Lausick gründete und der 15 Köpfe zählt nicht nur aus Bad Lausick selbst. Familienabende und Kindergottesdienste, Waldweihnacht und verschiedene Kreise und Angebote stehen für Müllers Arbeit ebenso wie die Kindersommerwoche, die er gemeinsam mit der freikirchlich-evangelischen Gemeinde organisierte, und der Religionsunterricht, den er in der Grundschule gab. Was bleibt, ist darüber hinaus das immer üppiger grünende Weiden-Rondell im Pfarrgarten, das er mit jungen Leuten pflanzte, ist der Bauwagen der evangelischen Jugendarbeit, den die Pfadfinder nutzen.

Müller, Ur-Dresdner, kam nach der Jahrtausendwende in den Leipziger Südraum, war zuerst im Bornaer Umland tätig, seit 2003 in Bad Lausick. Seine Frau leitet die Kindertagesstätte der Diakonie in Nerchau und hielt ihm bei seiner Arbeit den Rücken frei, brachte sich wie die Kinder auch selbst oft ein. Fünf Sprösslinge hat die Familie, und für die hofft Müller, künftig mehr Zeit zu haben. Nicht zuletzt will er einer Nachfolgerin/einem Nachfolger Raum geben für neue Ideen. Wann die umgesetzt werden können, ist indes offen. „Wir schreiben die Stelle aus. Doch es gibt im Kirchenbezirk bereits mehrere, die einen Gemeindepädagogen suchen“, sagt Pfarrer Thomas Erler, nennt Machern beispielsweise. Er schätze Frank Müllers Arbeit sehr, auch seine Gabe als Brückenbauer zu den Jüngeren. Dass er sich beruflich verändern wolle, könne er dennoch verstehen: „Es ist jetzt an uns zu beraten, wie wir über die Zeit kommen.“

Von Ekkehard Schulreich

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