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Bad Lausicker Grundschule zeigt sich von ihren schönen Seiten

Bad Lausicker Grundschule zeigt sich von ihren schönen Seiten

Das war eine Premiere nach Maß: Viele Eltern und Großeltern von jetzigen und künftigen Grundschülern nutzten am Sonnabend den ersten Tag der offenen Tür, um sich in der Grundschule umzusehen.

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Beim Tag der offenen Tür konnte man einen Blick in die Unterrichtskabinette werfen wie hier in den Werkenraum.

Quelle: Guenther Hunger

Bad Lausick. Einhellig war die Anerkennung für die hier geleistete pädagogische Arbeit, aber auch der Wunsch an die Adresse der Stadt, sie möge für eine weitere Verbesserung der Bedingungen im Haus und auf dem Schulhof sorgen.

Die Schule, in der ihr Sohn Moritz seit dem Sommer lernt, in Ruhe und Ausführlichkeit kennenlernen, das ließ Susann Pilz aus Ebersbach zum Tag der offenen Tür kommen. Moritz zeigte seinen beiden Geschwistern, die in zwei Jahren eingeschult werden, auch die Lernwerkstatt. Hier tüftelten Nicole und Matthias Friedrich aus Bad Lausick mit Töchterchen Paula, Erstklässlerin in spe, an einem Reim-Spiel. „Die Kleinen gehen hier zur Vorschule", sagt Matthias Friedrich: „Schön, dass wir heute sehen können, wo alles ist." Ersten Kontakt zu den Lehrern habe man bereits bei einem Elternabend gehabt. „Die Eltern sind sehr interessiert, sie wollen vor allem wissen, wie lernen wir", meinte Gabriele Klopfer, die gemeinsam mit Diana Bornschier die Lernwerkstatt betreute.

Während sich in der ersten Etage, von Publikum umringt, der Chor und die AG Flöte vorstellten, in vielen Klassenzimmern Einblick in den Unterrichtsalltag genommen werden konnte, der Schulförderverein das Glücksrad kreiseln ließ für weitere kleine Anschaffunghen, war im Speiseraum ein Kuchenbüffett aufgebaut. Hier machten Maria und Karl-Heinz Joppich Pause, die ihren Enkel Leonhard aus Buchheim begleiteten. „Ich bin angenehm überrascht, wie liebevoll die Schule ausgestattet ist", sagte Leonhards Oma.

Zu jenen, die sich um das Wohl der Gäste kümmerten, gehörten Liliann, Franziska und Antonia aus der Klasse 4b: Erst traten sie als Tänzerinnen auf, dann wuschen sie das Geschirr ab und servierten. Für Mittelschulleiter Reinhard Deuil war der Besuch der Veranstaltung mehr als eine Pflicht: „Unsere beiden Schulen verbindet eine Partnerschaft.

Sehen, was sich verändert hat, das wollten zwei Mädchen aus Ballendorf, die hier in der ditten und vierten Klasse lernten und die damit die Ersten waren, die in den ehemaligen Gymnasiumsbau einzogen. „Die Zimmer waren so dunkel und der Schulhof nur Beton, nichts weiter", erinnert sich Julia. Und Jessica ergänzte: „Es ist es farbenfroh, richtig wie in einer Grundschule." - „Hier kann man seine Kinder getrost herschicken. Hier macht es Spaß zu lernen", bestätigte Katrin Flemmig aus Ballendorf, ehemals Elternvertreterin, und verkniff sich Kritik an der Stadt nicht: „Wir hatten viele Ideen, versuchten sie umzusetzen. Das Meiste scheiterte aus Kostengründen, traurig."

Enttäuscht zeigte sich Elternsprecher Ralf Müller, dass die Stadt - wie es Bürgermeister Josef Eisenmann im Zusammenhang mit dem Sanierungskonzept angekündigt hatte - erst in diesem Jahr Fördergelder beantragen wolle. Zudem hätten die Eltern auf ihren Brief an die Stadtspitze vom Ende vergangenen Jahres keine Antwort. „Heute wäre eine Gelegenheit gewesen, mit den Verantwortlichen darüber zu sprechen, doch sie sind nicht da", sagte Müller.

Mario Jakob, der als Praktikant im Hort „Riff-Piraten" tätig ist, war zugleich als Stadtrat der Linken vor Ort. Der Tag der offenen Tür verdiene 2012 unbedingt eine Wiederholung, meinte er. Und betreffs der Investitionen: „Da steht in den nächsten Jahren allerhand auf dem Plan. Ich hoffe, dass dafür die Fördergelder kommen." Ein positives Fazit des Tages zog Sandra Sell, die stellvertretende Hortleiterin. Die vorgestellten Ganztagsangebote fanden Interesse, und „einige, die Sommer in die Schule kommen, haben schon ihren Hort-Antrag mitgenommen."

Ekkehard Schulreich

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