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Geithain Bad Lausicker Kita "Waldfrieden" setzt auf gesund bleiben mit Kneipp
Region Geithain Bad Lausicker Kita "Waldfrieden" setzt auf gesund bleiben mit Kneipp
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17:41 19.05.2015
Die Hasen-Gruppe der Kita "Waldfrieden" tobt mit Erzieherin Babette Schulze auf dem Waldspielplatz. Quelle: Jens Paul Taubert

"Wasser ist ein Element, dass den Kindern unwahrscheinlich viel Freude macht", sagt Ina Knofe. In den zurückliegenden Schneetagen holten die Mädchen und Jungen das kalte Weiß ins Haus, versenkten für wenige Augenblicke Hände und Unterarme darin, um die Kälte zu spüren und wie sich der Körper unmittelbar danach wieder erwärmt. Schneetreten, durch den Tau laufen, bewegen an er frischen Luft, Heilpflanzen anbauen und nutzen, auf seelisches Wohlbefinden und gesunde Ernährung achten - es ist ein ganzer Kosmos, der sich auftut für den, der den "Wasserdoktor" Kneipp Kindern nahebringen will. Nahebringen, weil naheliegend, meint Knofe: "Naturnähe ist seit Anfang an für uns ein wichtiger Baustein. Viele der Ideen von Kneipp können wir auf unserem Gelände einfließen lassen in den kindlichen Alltag."

Ein Zertifikat des Kneipp-Bundes soll am Ende dieser Bemühungen stehen. "Mit dem Elternrat sind wir darüber schon seit Monaten im Gespräch. Sie müssen die neuen Konzept-Ideen ja mittragen, wenn wir erfolgreich sein wollen", sagt Knofe. Die Erzieherinnen ihrerseits würden durch den Kneipp-Bund geschult. All das mache man, weil es an der Zeit sei, etwas Neues zu wagen, "nicht im Stillstand zu verharren. Und Kneipp passt zu uns." Das Prädikat "Gesunde Kita" trägt die Einrichtung bereits seit 2009.

Das meint auch Kristina Jene, Kita-Fachberaterin des Trägers Arbeiterwohlfahrt. 14 Einrichtungen betreibe der Verband, jede arbeite an einem speziellen Profil. "Es besteht kein Zwang zur Zertifizierung. Aber wir freuen uns, wenn es Bemühungen gibt, und unterstützen sie", sagt Jene. Zwei der AWO-Kitas in der Region hätten sich Teile der Kneipp'schen Lehre bereits erfolgreich zu eigen gemacht. Was dafür spreche, sei nicht zuletzt das: "Es ist ein Konzept, das für die Eltern nicht mit zusätzlichen Kosten verbunden und das deshalb allen ohne Einschränkung zugänglich ist."

Die Hinwendung zu Kneipp bedeutet im Bad Lausicker "Waldfrieden" nicht die Abkehr des religionspädagogischen Ansatzes. Mit dem war die Einrichtung - nach der Schließung des evangelischen Kindergartens in der Kurstadt - 2001 ganz bewusst gestartet. "Daran halten wir fest, und viele Eltern schätzen das", sagt Ina Knofe. Christliche Feste spielten im Alltag des Hauses eine Rolle, und man gestalte nach wie vor zwei Familien-Gottesdienste, etwa in Ballendorf. Nicht durchhalten konnte man das Angebot der Zweisprachigkeit Deutsch/Englisch, für das in den ersten beiden Jahren ein Muttersprachler zur Verfügung stand.

56 Mädchen und Jungen werden in der Einrichtung von sieben Erzieherinnen betreut, darunter sind 23 Krippenkind und ein Kind, das integrativ aufgenommen ist. Wenn man es dem traditionsreichen Haus, das in Vorzeiten Ausflugslokal und Kinderheim war, von außen (noch) nicht ansieht: Der Träger investiert seit Jahren Stück für Stück in die Sanierung. Und nicht nur er. Auch die Eltern bringen sich ein. "Dafür sind wir ganz besonders dankbar", sagt Knofe. Dass sogar ein Förderverein gegründet wurde, zeige, wir erst den Eltern dieses Engagement sei.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 07.03.2013

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