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Bad Lausicker Kurpromenade: Weniger Förderung, Ausbau ungewiss

Bad Lausicker Kurpromenade: Weniger Förderung, Ausbau ungewiss

Der nicht nur bei Anwohnern des Bad Lausicker Kurviertels und des Neubaugebietes umstrittene weitere Umbau der Badstraße zur Kurpromenade rückt erneut in die Ferne: Statt 90 Prozent Förderung kann die Stadt allenfalls auf 75 Prozent hoffen.

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Der weitere Ausbau der Badstraße zur Kurpromenade rückt erneut in die Ferne.

Quelle: Ekkehard Schulreich

Bad Lausick. Der Stadtrat stellte eine Entscheidung deshalb am Donnerstag Abend zurück. Zudem wurde erneut das Fehlen eines Verkehrskonzeptes beklagt.

Der Beschluss, Fördermittel für die Neugestaltung der Badstraße zwischen Tennisplatz und Dr.-Schützhold-Platz zu beantragen, schien eine Formsache zu sein. Die Art des Ausbaus war in den vergangenen Monaten diskutiert worden. Die Kosten wurden auf 612 000 Euro beziffert, der Eigenanteil sollte bei 90-prozentiger Förderung bei eher moderaten 56 000 Euro liegen. Wenn da nicht - wie das Rathaus erst am selben Tag in Erfahrung gebracht hatte - der Landkreis Leipzig aus der höchsten Förderkategorie herausgenommen worden wäre. 75 statt 90 heißt es nun, und für Bad Lausick heißt das: 148 900 Eigenmittel beisteuern. „Das sprengt gewaltig unseren Vermögenshaushalt", räumte Bürgermeister Josef Eisenmann (CDU) ein. Die neue Förderpolitik hinterfragte Detlef Lachmann (SPD): „Wir haben sehr viel Energie reingesteckt, um den Kurbad-Status zu erhalten - doch nicht zuletzt mit dem Argument, bei einer Förderung bessergestellt zu werden?" Im konkreten Fall mindestens musste ihn Eisenmann enttäuschen.

„Es muss etwas getan werden", meinte Lachmanns Fraktionskollege Manfred Hönig. Ob Fußwege in der Badstraße oder die Fahrbahn selbst: Auch wenn man nur repariere ohne Förderung, müsse man wohl 150 000 Euro in die Hand nehmen.

Udo Goerke (CDU) machte andere Bedenken geltend: „Die Straße fällt nach dem Umbau als Durchgangssstraße weg. Ich sehe keine Lösung, die da befriedigend ist." Eine Lösung mit Blick auf Waldstraße und das Neubaugebiet nämlich. Sein Vorschlag: Beschluss vertagen, Heinrich-Heine-Straße ausbauen, Verkehrsströme sortieren. Ein Vorschlag, den Cordula Drechsler (FDP) unterstützte. „Wir haben uns im Ausschuss schwergetan, Geld für die Sanierung der Steinbacher Kita aufzubringen", sagte sie. Diese Einrichtung sei wichtiger als der Straßenbau.

„Wir haben andere Straßen, die weitaus wichtiger sind", sagte Tim Barczynski (Linke), die Heinrich-Heine-Straße zum Beispiel. Die zwischen Bad- und Waldstraße auszubauen, würde 243 000 Euro kosten. Der Preis für ein Verkehrskonzept würde bei bis zu 50 000 Euro liegen. „Wir kommen um ein solches Konzept nicht herum. Wir müssen in den sauren Apfel beißen", sagte Werner Moh (CDU).

Der Bürgermeister nahm den Beschlussantrag zurück. Die Stadt prüfe die Förderhöhe noch einmal mit der Landesdirektion und hole kurzfristig Angebote für ein Verkehrskonzept ein, sagte er. Erneute Debatte am 15. Dezember. Ursprünglich war geplant, den Bau der Kurpromenade im kommenden Herbst zu beginnen und 2013 abzuschließen. Die gesamte Strecke sollte verkehrsberuhigt werden inklusive mehrerer Einengungen der Fahrbahn, „keiner Schikanen", wie Eisenmann betonte. Und was Marko Krötzsch (CDU) zu dem launigen Kommentar veranlasste: „Das wird doch ‚ne ganze Schikane, die Straße."

Ekkehard Schulreich

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