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Geithain Bad Lausicker Sanierungsgebiet: Am 27. März Forum mit Fakten
Region Geithain Bad Lausicker Sanierungsgebiet: Am 27. März Forum mit Fakten
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10:41 23.03.2012
Was auf die Grundstückseigentümer im Bad Lausicker Sanierungsgebiet zukommt, soll am Dienstag erörtert werden. Quelle: Ekkehard Schulreich
Bad Lausick

Konfrontation und juristische Auseinandersetzungen halten sie für ein untaugliches Mittel. Am 27. März gibt es eine Versammlung für alle, die zahlen sollen.

„Wegen Meinungsverschiedenheiten mit dem VDGN haben 60 von 70 Mitgliedern der Interessengemeinschaft Sanierungsgebiet Bad Lausick dem VDGN den Rücken gekehrt", sagt Wolfgang Loth, einer derjenigen, die den Zusammenschluss der Grundstückseigentümer im Bad Lausicker Stadtzentrum im vergangenen Jahr mit initiierte. Er und seine Mitstreiter hätten vom VDGN inzwischen die Rückzahlung des Geldes gefordert, das in einen Prozesskosten-Risikofonds floss.

Dass IG und VDGN auseinanderdriften, deutete sich seit Wochen schon an. Uneins ist man sich vor allem darüber, auf welche Weise die Sanierungsbeträge, die die Grundstückseigentümer demnächst zahlen sollen, möglichst moderat gehalten werden. Während die IG längst auf die Stadtverwaltung zugeht und Kooperation statt Konfrontation für die geeignete Strategie hält, mahnt VDGN-Präsident Peter Ohm vor Leichtgläubigkeit und das Akzeptieren von Kompromissen, denen die Rechtsgrundlage fehle.

Das Geld aus dem Fonds werde der Verband umgehend überweisen, bestätigt Ohm in einem aktuellen Brief an die Bad Lausicker Mitglieder. Er betrachte die Interessengemeinschaft damit als aufgelöst. Die „erheblichen Bedenken" des VDGN bestünden fort: „Gemeinsam müssen wir sehr wachsam sein." Für Wolfgang Loth und seine Mitstreiter ist das kalter Kaffee. „Unsere Gemeinschaft besteht weiter. Die verbleibenden 60 Mitstreiter werden von unserer Arbeitsgruppe weiter betreut und in allen Gesprächen mit der Bad Lausicker Stadtverwaltung vertreten", sagt er.

Über den aktuellen Stand werde man am 27. März, 19 Uhr, im Kurhaus informieren. Zu dieser öffentlichen Veranstaltung lade man ausdrücklich nicht nur IG-Mitglieder ein, sondern alle interessierten Grundstückseigentümer des Sanierungsgebietes Innenstadt. Dort sollen unter anderem die neu ermittelten Wertsteigerungen für die einzelnen Quartiere vorgestellt werden.

Die Suche nach einem Konsens begründet Loth damit, nicht in zusätzliche Kostenfallen treten zu wollen. Der VDGN setze auf Gegengutachten und Musterklagen. Das aber, so Loth, koste viel Geld und Nerven, der Ausgang sei mehr als zweifelhaft - „und deshalb nicht der Weg, den wir als richtig erachten und den wir gehen möchten". Ganz abgesehen davon, dass Klagen erst möglich seien, wenn 2014 rechtsverbindliche Bescheide vorlägen. „Dann aber gingen uns alle Abschläge, die bei einer vorzeitigen Zahlung des Sanierungsbetrages greifen, verloren. Ergo müssten wir draufzahlen." In vielen Kommunen deutschlandweit habe das Prozessieren gegen Sanierungsbeträge für das Gros der Betroffenen nicht zum erhofften Erfolg geführt.

Ekkehard Schulreich

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