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Geithain Bad Lausicker Schwanenteich-Zier ist nun aus weißem Holz
Region Geithain Bad Lausicker Schwanenteich-Zier ist nun aus weißem Holz
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12:47 03.04.2012
Die Gestalter Heike und Norbert Schäfer mit "Riff"-Chefin Annett Koza (von links) mit den beiden neuen Schwänen. Quelle: Jens Paul Taubert
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Bad Lausick

Vom Ufer aus verfolgten Anwohner und Kurgäste das Manöver, das ganz ohne tierisches Gezeter vonstatten ging. Kein Wunder: Die Schwäne sind aus weißlackiertem Holz.

Die Idee, den Schwanenteich und damit die grüne Oase inmitten des Kurviertels mit den Namensgebern neu zu beleben, kam den Mitgliedern des Initiativkreises Gesundheitswirtschaft schon vor Längerem. „Schwäne kaufen ist aber nur das Eine. Viel schwerer zu klären ist die Frage: Wer betreut die Vögel im Winter?", beschrieb Henry Heibutzki, Geschäftsführer der Kur GmbH, das Problem. In den DDR-Jahren habe sich der städtische Bauhof darum gekümmert, die Schwäne über die kalte Jahreszeit zu bringen. Weil das heute nicht mehrso unkonventionell geht, entschied sich der Arbeitskreis - zu ihm gehören Institutionen und Firmen, die mit der Bad Lausicker Kur zu tun haben -, pflegeleichte Schwäne aus Holz anzuschaffen.

Dass die Kunst-Werke aus dem Atelier von Heike und Norbert Schäfer stammen, liegt auf der Hand. Ihr unweit gelegenes Rotes Haus ist eine bei Kurgästen inzwischen etablierte Adresse für all jene, die während ihres Aufenthaltes kreativ sein möchten. „Uns haben Gäste gefragt, warum das Gewässer denn Schwanenteich heißt", sagte Heike Schäfer, die prompt die Entwürfe für die Tiere lieferte. An ihrem Mann war es dann, die Schwäne aus vielen Schichten Holz zusammenzusetzen. Zudem gestaltete er eine Behausung für die auf dem Teich heimischen Enten.

„Wir gehen gern am Schwanenteich spazieren und kommen auch mit unseren Enkelinnen her", sagte Christiane Beyer. Die Schwäne und das Haus würden den beiden Mädchen gewiss gefallen. Zufrieden ist auch Sylvia Spengler: „Der neue Blickfang gefällt mit. Früher gab es ja auch ein Entenhäuschen." An das letzte Schwanenpaar aus Fleisch und Blut erinnerte sich Bürgermeister Josef Eisenmann lebhaft. Eines der Tiere sei gestorben, das andere immer rabiater und angriffslustiger geworden. Was Annett Koza, die „Riff"-Betriebsleiterin, lachend bestätigte: „Der Schwan war richtig aggressiv und hatte es nicht nur auf unsere Badbesucher abgesehen, wenn sie am Park vorbeigingen."

Dass derlei Klagen kommen, steht angesichts des neuen Paares nicht zu befürchten. Und vielleicht, blickte Henry Heibutzki in die Zukunft, „ist es uns eines Tages auch möglich, dass wir hier wieder ein lebendiges Schwanenpaar haben."

Ekkehard Schulreich

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