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Geithain Bad Lausicker Villa wird zur Tagespflege
Region Geithain Bad Lausicker Villa wird zur Tagespflege
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00:21 12.11.2017
In die Bad Lausicker Villa ist eine Tagespflege eingezogen. Quelle: Jens Paul Taubert
Bad Lausick

Ein Haus mit Geschichte ist die Villa in der Bad Lausicker Fabianstraße zweifellos, in dem die Häusliche Kranken- und Altenpflege Petzold jetzt eine Tagespflege eröffnet. Erbaut wurde das Haus Anfang des vergangenen Jahrhunderts durch den Allgemeinmediziner und Kinderarzt Dr. Frenkel. In den DDR-Jahren waren hier ein Kindergarten, später unter anderem eine Physiotherapie und erneut eine Arztpraxis untergebracht.

Nach einer grundlegenden Sanierung, die der Eigentümer der Immobilie veranlasste, zog jetzt der bisher in Hopfgarten beheimatete Pflegedienst ein. Das kurz nach der Wende von Dorothea Petzold, zuvor Gemeindeschwester, gegründete Unternehmen verlegte im September seinen Sitz in die Kurstadt. In den vergangenen Monaten wurde das Haus zudem für 200 000 Euro für eine Nutzung als Tagespflege hergerichtet. So wurde unter anderem Barrierefreiheit geschaffen. Anfang Oktober wurde der Vertrag mit den Pflegekassen unter Dach und Fach gebracht. Das Unternehmen ist nach dem Pflegeheim der Inneren Mission „Paul Gerhardt“ zweiter Anbieter von Tagespflege in der Stadt.

„Zu Hause wohnen, in Gemeinschaft leben – diesem Credo fühlen wir uns verbunden. Dieses Haus bietet beste Bedingungen dafür“, sagt Dietmar Köhler, seit dem vergangenen Jahr Inhaber und Geschäftsführer. Das Haus verfüge auf zwei Etagen über 18 Plätze in der Tagespflege. Die werde zwischen 8 und 16 Uhr angeboten. „Sie erlaubt, dass die Menschen trotz Einschränkungen weiter zu Hause wohnen können, wirkt der Vereinsamung entgegen und entlastet nicht zuletzt die Familien“, sagt er. Mit der Inbetriebnahme wachse die Zahl der Mitarbeiter von 15 auf 21.

Ein eigener Fahrdienst kümmere sich um den Transport der Gäste, sagt Pflegedienstleiterin Andrea Brückner. Der Tag beginne in der Regel mit einem gemeinsamen Frühstück. Je nach Neigung biete man Beschäftigungen, Vorlesen, Gymnastik, auch Spaziergänge an. Wer einen Eindruck gewinnen wolle, könne einen der Schnuppertage nutzen. „Wir wollen unser Haus zur Stadt hin öffnen und so etwas wie ein Dienstleistungszentrum werden“, so Brückner. Dazu zählten zum Beispiel Vorträge und Veranstaltungen, die man im nächsten Jahr etablieren wolle. Am 11. November gibt es einen Tag der offenen Tür, am 13. November startet der reguläre Betrieb.

Von Ekkehard Schulreich

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