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Bad Lausicks Bahnhof soll ein Restaurant werden

Bad Lausicks Bahnhof soll ein Restaurant werden

Ein Plakat an der Fassade kündigt es seit ein paar Tagen an: Aus der Bad Lausicker Abfahrts- wird eine Einkehrstätte. Ein griechisches Restaurant soll bis zum Sommer ins Erdgeschoss des 1887 eröffneten Bahnhofs einziehen.

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Durch dieses Tor hindurch soll man ab dem Sommer in einen Biergarten gelangen, der neben dem Griechen im Bahnhofsgebäude geplant ist.

Quelle: Jens Paul Taubert

Bad Lausick. In ein Nebengebäude zieht ein Café ein. Unter der mächtigen Kastanie dazwischen soll ein Biergarten entstehen. Der Bahnhof ist seit Jahren verwaist und kam im Februar bei einer Auktion unter den Hammer.

 

 

"Wenn die Baugenehmigung da ist, geht es richtig los", sagt Sakis Pahtekas. Der 43-Jährige betreibt in Leipzig die Master Gastro GmbH, ein Unternehmen, das sich deutschlandweit, in Österreich und Holland um die Ausstattung von Gaststätten kümmert. Er will aus dem Bad Lausicker Bahnhof einen gastronomischen Anziehungspunkt mit Bahnsteig machen. Erworben hatte die Immobilie im Februar seine Frau Katerina Pahtekas. Bei 7000 Euro hatte bei der Versteigerung das Mindestgebot gelegen; bei 15500 Euro war der Kauf perfekt (die LVZ berichtete).

Rund 350000 Euro sollen nun investiert werden, um das Erdgeschoss zur Gaststätte umzubauen und im oberen Stockwerk Wohnraum für das Personal zu schaffen. "Wir denken, dieser Platz ist sehr gut für ein griechisches Restaurant", sagt Pahtekas. Er habe nicht nur die Menschen in der Stadt und der Umgebung im Auge, sondern auch Kurgäste und "Riff"-Besucher. Dass die Bahnstrecke vor der Restaurant-Tür frequentiert sei, sei ein zusätzlicher Trumpf.

 

 

"Ich hoffe, dass das Restaurant im Sommer fertig ist und dann auch der Biergarten in Betrieb gehen kann", sagt Sakis Pahtekas, der die Umbauzeit auf zwei Monate veranschlagt. Den Bauantrag erarbeitet das Bad Lausicker Büro von Axel Höer. Er werde demnächst gestellt; die Planungen nähmen Rücksicht auf die historische, denkmalgeschützte Bausubstanz. "Mit der Denkmalschutz-Behörde gab es eine Vorabsprache", so Höer. Da die Fassade baulich nicht verändert werde, gebe es keine Probleme. Der Biergarten, durch eine kleine Mauer zur Straße hin abgeschirmt, wird von einer stattlichen Kastanie dominiert. Das kleine Bahngebäude daneben soll sich zu einem Café mausern: "mit selbst gebackenem Kuchen, mit Eis und wo die, die auf den Zug warten, einen Kaffee trinken und etwas Kleines essen können". Und auch an einen Spielplatz sei gedacht, damit sich Familien mit Kindern wohlfühlten.

 

 

"In Bad Lausick, der Kurstadt, wollten wir schon lange etwas machen", sagt Sakis Pahtekas. Auf den Bahnhof, der zuletzt über viele Jahre im Eigentum einer Immobiliengesellschaft und ungenutzt war, habe er schon lange ein Auge geworfen. Doch erst jetzt habe der Kaufpreis gestimmt. "Poseidon" soll das Restaurant heißen, das Pahtekas' Cousin Kostas Angelis als Pächter betreiben wird. Der Gott des Meeres stelle die Brücke zum Bad Lausicker Heilwasser, zu Kur und Wellness her. Die Familie betreibt mit "Helena" bereits in Halle ein griechisches Restaurant.

 

 

Das Schicksal des Bahnhofes liegt vielen Bad Lausickern am Herzen. Das zeigte sich im Vorfeld der Versteigerung auf der Leipziger Immobilienmesse. Mehrere Bürger hatten von Rathaus und Stadtrat gefordert, sich für den Kauf dieses Tores zur Stadt einzusetzen und das markante Gebäude nach und nach neu zu beleben. Denn seit der Kiosk in der Bahnhofshalle und das Reisebüro schlossen und der Bahnhof schließlich von der Deutschen Bahn im Paket mit Hunderten anderen veräußert worden war, ist er nicht mehr zugänglich. Der Zugverkehr findet ohne Bahnhof statt. Für eine Kurstadt ein unhaltbarer Zustand, meinten Kritiker; ebenso für eine Stadt, die mit Tourismus punkten wolle. Doch verschiedene Pläne, etwa den Bahnhof zu einem Scharnier zwischen Radtourismus und Bahn zu machen, scheiterten.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 14.05.2013

Ekkehard Schulreich

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