Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Geithain Bad Lausicks neue Sporthallesoll im Spätherbst fertig sein
Region Geithain Bad Lausicks neue Sporthallesoll im Spätherbst fertig sein
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:42 24.07.2015
Anzeige

Ebenso beginnt im Inneren das Anbringen der Prall- und Akustikwände, damit ab Mitte August der Aufbau des Sportbodens folgen kann. Angesichts dieses Fortschritts wird der Fertigstellungstermin der Halle greifbarer: Architekt Axel Höer geht von Spätherbst aus: "Das ist realistisch. Alle Gewerke sind eingetaktet, nur die für die Gestaltung der Außenanlagen noch nicht. "

Wer die Halle betritt, ist beeindruckt von der Helligkeit. Lichtbänder im Dach und komplett verglaste Gebäudeecken lassen eine Menge Tageslicht herein. Dass die gläsernen Ecken noch Lamellen als Sonnenschutz erhalten, dürfte daran wenig ändern. Der Sozialbau, in dem sich Garderoben, Duschen, ein großer Schulungsraum und andere Gelasse finden, ist weitgehend fertiggestellt. Hier müssen nur noch Fliesen- und Fußbodenleger sowie die Maler ran.

Damit besteht in der Halle selbst, deren oberer Bereich mit Beleuchtung und Belüftung komplettiert ist, die für die nächsten Wochen nötige Baufreiheit. Der Stadtrat vergab die Montage der Prall- und Akustikwände an ein bayrisches Unternehmen. Die Arbeiten starten jetzt. Der derzeit noch sichtbare Beton verschwindet bis in zwei Meter Höhe hinter einer Prallwand, auf die eine hölzerne Akustikwand aufgesetzt wird. Die Vergabesumme liegt bei 186 000 Euro und damit etwas unter der Schätzung. Ebenfalls etwas günstiger als prognostiziert wird der Sportboden, den ein Osnabrücker Unternehmen ab Mitte August für 133 000 Euro einbringt. Dieser Doppelschwingboden besteht aus einer Holzkonstruktion, in die die Heizung integriert ist. Ausgelegt wird die Halle mit Linoleum, das eine Spezialbeschichtung erhält - "vergleichbar der in der kleinen Turnhalle in der Oberschule", sagt Axel Höer. Der Einbau des Bodens soll etwa vier bis sechs Wochen in Anspruch nehmen.

"Insgesamt liegen wir im Kostenrahmen. Manches wurde preiswerter, einiges teurer, doch das gleicht sich aus", sagt der Architekt. Rund drei Millionen Euro soll das Bauwerk kosten, das Land Sachsen steuert eine gute Million Euro bei. Aufgrund günstiger Ausschreibungsergebnisse lässt sich auch Zusätzliches finanzieren, ohne das Budget zu sprengen, etwa eine Glasprallwand, die die 80 Plätze umfassende Zuschauer-Traverse von der eigentlichen Halle abgrenzen muss. "Eine Forderung der Unfallkasse", sagt Höer - allerdings nicht, um das Publikum vor Fehlwürfen zu schützen, sondern um die Sportler vor einem möglichen Sturz in die Fans zu bewahren.

Zur Halle, die für Fußgänger von der Bundesstraße 176 aus erreichbar ist, gehören Parkflächen an der Südseite. Für die wird auch die Grillhütte des benachbarten Kinder- und Jugendhauses um einige Meter versetzt.

Mit der Zwei-Felder-Halle bekommt die Kurstadt ein Gebäude, das die Bedingungen des Schul- und des Vereinssports deutlich verbessert. Darüber hinaus ist der Komplex aus baulicher Sicht auch für andere Veranstaltungen nutzbar. Für bis zu 450 Personen sei die Halle zugelassen, sagt Axel Höer. Für nicht sportliche Nutzungen müsste die Kommune, so sie das denn will, eine schützende Auslegware anschaffen. Darüber muss der Stadtrat befinden, der bisher noch keine Entscheidungen getroffen hat zu den Nutzungsbedingungen für den Neubau - und auch nicht darüber, wie hoch die Kosten künftig für die Vereine sein werden.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 22.07.2015
Ekkehard Schulreich

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Autsch! Tja, große Leute müssen aufpassen und an vielen Stellen geduckt durch die 412 Meter des Geithainer Gangsystems im Kirchberg laufen. Doch es lohnt sich: Die Gemäuer und Ausstellungsstücke beginnen auf geheimnisvolle Weise zu erzählen.

20.07.2015

Dass Frohburg und Kohren-Sahlis fusionieren, diese klare Absichtserklärung beider Kommunen gibt es. Wenn allerdings das Land Sachsen glaube, das geschehe im Selbstlauf, erliege man einem Trugschluss, sagte der Frohburger Bürgermeister Wolfgang Hiensch (BuW) vor dem Stadtrat.

19.07.2015

Ein Vierteljahrhundert alt ist der Fußballclub FC Bad Lausick 1990. Er trägt das Jahr seiner Gründung im Vereinsnamen. Gekickt wird in der Kurstadt allerdings schon deutlich länger, doch markierte das Wende-Jahr 1990 einen Neuanfang.

18.07.2015
Anzeige