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Geithain Bäume in der Wyhra: Frohburgs Bürgermeister sieht Rückstau-Gefahr
Region Geithain Bäume in der Wyhra: Frohburgs Bürgermeister sieht Rückstau-Gefahr
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00:43 15.04.2018
Im Erligt bei Frohburg liegen starke Bäume im Wasser und hemmen den Abfluss der Wyhra Quelle: Jens Paul Taubert
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Frohburg

Baumriesen, die über die Wyhra gestürzt sind, Hindernisse im Flussbett zwischen Frohburg und Benndorf: „Wie im Krieg“ sehe es vor allem im Erligtwald aus, sagte Bürgermeister Wolfgang Hiensch (BuW) in der jüngsten Sitzung des Stadtrates.

Kritik an Talsperrenverwaltung und Kreis

Schwere verbale Geschütze brachte er gegen die Landestalsperrenverwaltung (LTV) und die Naturschutzbehörde des Landkreises in Stellung. An denen nämlich liege es, dass die Pflege des Gewässerlaufs nicht im nötigen Maße erfolge, dass Hindernisse nicht beräumt würden und so nicht für einen zügigen Ablauf des Wassers im Flutfall gesorgt werde. „Ich werde vorsorglich Schadenersatz anmelden, wenn durch einen dadurch bedingten Rückstau Schäden in Frohburg entstehen.“

Landkreis: Behörde war aktiv

Ein Szenario, das man im Landratsamt so nicht teilt. „Nicht jeder Baum, dessen Zweige in das Gewässer hängen, oder der in der Böschung steht, kann beseitigt werden, solange der ordnungsgemäße Wasserabfluss im Gewässer gesichert ist. Die Gewässerunterhaltungsmaßnahmen sind auf das wasserwirtschaftlich Erforderliche zu beschränken, so will es das Wassergesetz“, sagt Behördensprecherin Brigitte Laux.

Die Wasserbehörde sei in dieser Sache schon mehrfach aktiv gewesen, habe 2015 gemeinsam mit Anwohnern eine Gewässerschau durchgeführt und über die Notwendigkeit der Beseitigung von Bäumen aus dem Gewässerprofil und Gewässerunterhaltungsmaßnahmen befunden. Danach habe die LTV Weiden zurückgeschnitten, umgestürzte Bäume aus dem Fluss geholt.

Festlegungen aus Gewässerschau realisiert

Im Oktober vorigen Jahres habe es ein weiteres Gespräch gegeben, bei dem man sich zum Baumbestand am Gewässer verständigt habe. „Die LTV hatte die Festlegungen aus der Gewässerschau alle realisiert und bekundet, dass sie auch zukünftig regelmäßig Kontrollen zu abflussbehindernden Gehölzen durchführen“, so Laux.

Falls Bürger konkret Abflussbehinderndes feststellten, sollten sie das an die Stadt oder die LTV melden. Soweit im Bereich des Erligts das Erfordernis der Entnahme von Holz bestehe, sei das mit der Naturschutzbehörde abzustimmen.

„Flußmeisterei kontrolliert regelmäßig“

„Der Abschnitt der Wyhra zwischen Benndorf und Frohburg wird durch die Flussmeisterei Borna regelmäßig auf Abflusshindernisse kontrolliert“, stellte Axel Bobbe, LTV-Betriebsleiter in Rötha, klar. „Werden Hindernisse festgestellt, die eine Gefährdung darstellen, so erfolgt grundsätzlich die schnellstmögliche Beräumung. Dies wurde auch im vergangenen Jahr durch uns an verschiedenen Stellen im besagten Abschnitt so praktiziert.“

Der schwere Sturm im Januar habe im gesamten Lauf der Wyhra dafür gesorgt, dass Äste und Bäume ins Wasser stürzten. „Es wurde daraufhin eine kurzfristige Gehölzbergung durch Fremdfirmen veranlasst. Diese konnte wegen der hohen Anzahl von Bäumen bislang noch nicht abgeschlossen werden.“

Von Ekkehard Schulreich

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