Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Geithain Barrierefrei wohnen in Bad Lausick am „Kastanieneck“: Investor will loslegen
Region Geithain Barrierefrei wohnen in Bad Lausick am „Kastanieneck“: Investor will loslegen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:00 16.09.2017
Ein Investor schafft in Bad Lausick barrierefreie Wohnungen. Quelle: Jens Paul Taubert
Anzeige
Bad Lausick

Wohnungen, die barrierefrei und deshalb in erster Linie für ältere Menschen gedacht sind, sollen am Rand der Bad Lausicker Innenstadt entstehen. Für ein erstes mit einem Fahrstuhl ausgerüstetes Gebäude mit neun Wohnungen läuft zurzeit das Baugenehmigungsverfahren. Der Investor, der Bad Lausicker Unternehmer Falk Mäding, möchte nach Erhalt der Genehmigung so schnell wie möglich mit dem Bau beginnen, am liebsten noch in diesem Jahr. Entstehen soll das Haus auf dem Areal der einstigen Kindertagesstätte „Kastanieneck“, eine zum Teil parkähnliche Fläche an der Leipziger Straße.

„Ich betrachte den Bau als eine Investition in die Zukunft und als eine in ein schöneres Stadtbild“, sagt Mäding, der das Grundstück mit völlig maroden Gebäuden erworben hatte. Vor wenigen Monaten hatte er die Substanz, die nicht mehr zu retten gewesen sei, abgebrochen – gerade noch rechtzeitig vor dem Baubeginn des Kreisverkehrs, den das Landesamt für Straßenbau und Verkehr im Kreuzungsbereich von Leipziger Straße und Käthe-Kollwitz-Straße noch bis weit in das Frühjahr 2018 hinein errichten lässt. Der Investor hofft, dass diese Baustelle sich nicht als Handicap für sein Hausbau-Vorhaben erweist: „Ich möchte natürlich mit dem Baubeginn nicht so lange warten.“ Ziel sei es, das Haus, etwas zurückgesetzt von der Leipziger Straße, bis Ende 2018 fertigzustellen. Die Gestaltung nehme Rücksicht auf das denkmalgeschützte Ensemble der einstigen Reithalle, des heutigen Gemeindezentrums Energie gegenüber; das sei eine Forderung der Denkmalpflegebehörde. Würden die Wohnungen gut angenommen, sei der Bau eines zweiten selber Größe und Gestaltung ins Auge gefasst. Der alte Baumbestand des Geländes sei ein Schatz, der erhalten werde.

Seit dem Auszug der Kindertagesstätte, in der Generationen junger Kurstädter betreut wurden, anno 2005 lag das Gelände brach. Vorhaben, an dieser Stelle einen Getränke- oder einen Supermarkt zu errichten, scheiterten nicht zuletzt am Widerstand aus der Nachbarschaft und der vertrakten Verkehrssituation für ein solches Vorhaben. Dem hatten sich Stadtrat und Verwaltung gebeugt. Ein 2010 mit einem Projektentwickler bereits unterzeichneter Kaufvertrag, um einen Lidl-Markt zu bauen, wurde annulliert. Danach hatte sich über Jahre niemand gefunden, der das Grundstück entwickeln wollte.

Von Ekkehard Schulreich

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Markus Bergforth tritt bei der Bundestagswahl für die SPD an und will die neue Kraft im Landkreis werden. Weil die soziale Schere immer weiter auseinandergeht, ist sein Thema die soziale Gerechtigkeit.

18.09.2017

Gekauft, um Stück für Stück zu sanieren: Das sei die Strategie des Wiener Unternehmens VIG, das vor einem Jahr 190 Wohnungen im Geithainer Neubaugebiet erwarb. Das sagt Projektleiter Andreas Schindler, der die Modernisierung von 30 Wohnungen und die Haustechnik-Erneuerung des ersten Blocks betreut.

03.04.2018

Zahlreiche Greifenhainer waren dabei, als am Freitagnachmittag Turmkugeln und Wetterfahnen auf die Zwillingstürme der Greifenhainer Kirche aufgesetzt wurden. Der traditionelle Akt markiert den Abschluss der Kirchturm-Sanierung. Teilnehmer der 24. LVZ-Wanderung haben am Sonnabend Gelegenheit, die Kirche kennenzulernen.

15.09.2017
Anzeige