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Barrierefrei wohnen in Bad Lausick am „Kastanieneck“: Investor will loslegen

Ehemaliges Kita-Gelände Barrierefrei wohnen in Bad Lausick am „Kastanieneck“: Investor will loslegen

Barrierefreie Wohnungen sollen am Rand der Bad Lausicker Innenstadt entstehen. Für ein erstes mit einem Fahrstuhl ausgerüstetes Gebäude mit neun Wohnungen läuft zurzeit das Baugenehmigungsverfahren. Der Investor, der Bad Lausicker Unternehmer Falk Mäding, möchte nach Erhalt der Genehmigung so schnell wie möglich mit dem Bau beginnen.

Ein Investor schafft in Bad Lausick barrierefreie Wohnungen.

Quelle: Jens Paul Taubert

Bad Lausick. Wohnungen, die barrierefrei und deshalb in erster Linie für ältere Menschen gedacht sind, sollen am Rand der Bad Lausicker Innenstadt entstehen. Für ein erstes mit einem Fahrstuhl ausgerüstetes Gebäude mit neun Wohnungen läuft zurzeit das Baugenehmigungsverfahren. Der Investor, der Bad Lausicker Unternehmer Falk Mäding, möchte nach Erhalt der Genehmigung so schnell wie möglich mit dem Bau beginnen, am liebsten noch in diesem Jahr. Entstehen soll das Haus auf dem Areal der einstigen Kindertagesstätte „Kastanieneck“, eine zum Teil parkähnliche Fläche an der Leipziger Straße.

„Ich betrachte den Bau als eine Investition in die Zukunft und als eine in ein schöneres Stadtbild“, sagt Mäding, der das Grundstück mit völlig maroden Gebäuden erworben hatte. Vor wenigen Monaten hatte er die Substanz, die nicht mehr zu retten gewesen sei, abgebrochen – gerade noch rechtzeitig vor dem Baubeginn des Kreisverkehrs, den das Landesamt für Straßenbau und Verkehr im Kreuzungsbereich von Leipziger Straße und Käthe-Kollwitz-Straße noch bis weit in das Frühjahr 2018 hinein errichten lässt. Der Investor hofft, dass diese Baustelle sich nicht als Handicap für sein Hausbau-Vorhaben erweist: „Ich möchte natürlich mit dem Baubeginn nicht so lange warten.“ Ziel sei es, das Haus, etwas zurückgesetzt von der Leipziger Straße, bis Ende 2018 fertigzustellen. Die Gestaltung nehme Rücksicht auf das denkmalgeschützte Ensemble der einstigen Reithalle, des heutigen Gemeindezentrums Energie gegenüber; das sei eine Forderung der Denkmalpflegebehörde. Würden die Wohnungen gut angenommen, sei der Bau eines zweiten selber Größe und Gestaltung ins Auge gefasst. Der alte Baumbestand des Geländes sei ein Schatz, der erhalten werde.

Seit dem Auszug der Kindertagesstätte, in der Generationen junger Kurstädter betreut wurden, anno 2005 lag das Gelände brach. Vorhaben, an dieser Stelle einen Getränke- oder einen Supermarkt zu errichten, scheiterten nicht zuletzt am Widerstand aus der Nachbarschaft und der vertrakten Verkehrssituation für ein solches Vorhaben. Dem hatten sich Stadtrat und Verwaltung gebeugt. Ein 2010 mit einem Projektentwickler bereits unterzeichneter Kaufvertrag, um einen Lidl-Markt zu bauen, wurde annulliert. Danach hatte sich über Jahre niemand gefunden, der das Grundstück entwickeln wollte.

Von Ekkehard Schulreich

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