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Geithain Bauboom in Wickershain: Flutschäden werden beseitigt
Region Geithain Bauboom in Wickershain: Flutschäden werden beseitigt
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Seit Monaten ist der Geithainer Ortsteil Wickershain eine Baustelle. Quelle: Jens Paul Taubert
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Geithain/Wickershain

Da war es kein Wunder, dass auf der Einwohnerversammlung mit Geithains neu gewähltem Bürgermeister Frank Rudolph (UWG) am Dienstagabend das Baugeschehen breiten Raum einnahm. Verknüpft war die Veranstaltung mit der regulären Sitzung des Wickershainer Ortschaftsrates. Kaum ein Platz blieb leer im Gasthof Höhle. Seit Wochenbeginn ist Rudolph in den Ortsteilen und der Kernstadt unterwegs, um bis Mitte des Monats solche Runden durchzuführen, über Aktuelles zu informieren und vor allem zu erfahren, was die Menschen ganz unmittelbar vor Ort bewegt.

Ganz abgeschnitten durch die Reparatur der sogenannten Norma-Brücke, die das Hochwasser der Eula im Sommer 2013 beschädigt hatte, ist Wickershain bisher nicht gewesen. Die Erschwernisse und verlängerten Wege hätten sich in Grenzen gehalten, sagte Rudolph: "Der Baubetrieb ist da in vielem entgegengekommen." Die Arbeiten lägen im Zeitplan. Wenn kurz vor der Freigabe der Asphalt aufgebracht werde, sei das Bauwerk aber auch für Anlieger mehrere Tage nicht befahrbar.

Zu Ende gehe im November auch die Installation eines neuen Ortsnetzes durch das Unternehmen Mitnetz, so Rudolph. Zwischen 12. und 15. November werde ein Teil der Hausanschlüsse umgeschaltet; der andere folge kurz darauf. Die durch Gräben in Mitleidenschaft gezogenen Straßen würden provisorisch verschlossen. Der Straßenbau selbst sei für das nächste Jahr, möglichst schon ab April/Mai geplant. Vorher würden Wasserleitungen verlegt: "Das ist in der Feinabstimmung."

Vorziehen wird die Kommune wohl die Erneuerung der Straßenbeleuchtung, die erst für 2016 geplant ist. Mehrere Betonmasten auf privatem Grund würden bereits Mitte November beseitigt, sagte Rudolph. Deshalb sei man in Zugzwang. Verwaltungsausschuss und Stadtrat sollten sich deshalb mit einer vorfristigen Bereitstellung des nötigen Geldes befassen, "so dass wir vielleicht in der Lage sind, die Beleuchtung noch dieses Jahr zu installieren - wenn die Lieferzeiten passen."

Die Art, wie aktuell Hochwasserschäden am Bett der Eula beseitigt werden, beschäftigte mehrere Anwohner. Sie äußerten Unverständnis darüber, dass so kleinteilig vorgegangen werde und immer wieder Abschnitte scheinbar willkürlich ausgespart würden. "Die Maßnahmen sind so genehmigt. Die Planungen wurden so auch im Ortschaftsrat vorgestellt", sagte der Bürgermeister. Es handele sich nicht um einen Gewässerausbau, sondern lediglich um eine Beseitigung von Schäden, stellte Kerstin Jesierski von der Bauverwaltung klar. Etwas anderes werde durch das Sonderprogramm des Freistaates auch gar nicht gefördert. Die Herrichtung des Mariengrabens am Fuße des Kirchberges sei Gegenstand einer separaten Maßnahme.

Neben dem Ausbau der Dorfstraße in Wickershain soll 2016 auch die Brücke am Ortsausgang Richtung Narsdorf instandgesetzt werden. Sie ist eine von drei Brücken neben einer im Altdorf und einer am Freibad, die Geithain für das Hochwasser-Sonderprogramm nachgemeldet hatte. Jesierski: "Wir hoffen noch auf zusätzliches Geld."

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