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Geithain Bauverzug am Bad Lausicker Musikhaus
Region Geithain Bauverzug am Bad Lausicker Musikhaus
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14:55 16.12.2009
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Bad Lausick

Die Übergabe im Spätsommer 2010 verschiebt sich um ein paar Wochen.

Am Bauverzug tragen die Unternehmen keine Schuld. Was nichts daran ändert, dass der Fertigstellungstermin Spätsommer 2010 nicht zu halten ist. Spaziergänger, die den Bad Lausicker Kurpark durchqueren, bleiben stehen vor dem massigen Bau aus Beton. Dass das Domizil des Rundfunk-Blasorchesters Leipzig, der Bläserakademie Sachsen und der Außenstelle der Kreismusikschule sich nach seiner Fertigstellung licht und leicht präsentieren soll, ist kaum ahnbar: Die große Glasfront, die über die gesamte Gebäudehöhe das Foyer zum Park hin abschließt (oder besser: öffnet), ist noch nicht montiert. Ursprünglich sollte das bis zum Jahresende geschehen sein, doch der Bauherr Landkreis Leipzig musste von seinem Zeitplan ein Stück abrücken. „Vier Wochen sind wir in Verzug“, sagte gestern Sachgebietsleiter Roland Dathe beim Baustellen-Termin mit der LVZ. Die Baufirmen – allesamt aus der Region – hätten ordentlich aufgeholt. Die Gründe für den Verzug lägen aber noch vor dem Baubeginn: Wegen Korrekturen am Bad Lausicker Flächennutzungsplan traf die Baugenehmigung erst Ende Mai statt im Januar ein. und dann gab es noch Probleme mit dem Untergrund. „Trotz Baugrundgutachtens war erheblicher Bodenaustausch nötig“, sagt Dathe. Die Mehrkosten von 42 000 Euro müssten an anderer Stelle eingespart werden.

„Ab dem Zeitpunkt, an dem es wirklich losgeht, liegen wir richtig gut im Rennen“, macht Architekt Axel Höer den Bauleuten ein Kompliment. Der Bad Lausicker hat den Komplex, der sich in die Parkstruktur einfügen soll, entworfen. Morgen Nachmittag werden die Arbeiten erst einmal unterbrochen und dann wieder aufgenommen, wenn das Wetter es zulässt. Der Einbau der Fenster, die Montage der Glasfassade und die Dachabdeckung sind bereits vergeben. Mit etwas Fantasie lässt sich schon jetzt das künftige musikalische Geschehen im Haus vorstellen. Noch ist der Probensaal, um den sich auf zwei Etagen Verwaltungsräume und kleine Einspielzimmer gruppieren, ein grauer Betonbau mit 2500 Kubikmetern Volumen. Doch die Dimension beeindruckt. Unter der gehe es wegen der Akustik für ein Blasorchester nicht, sagt Höer: „Wir liegen aus Kostengründen an der unteren Grenze.“ Die Hinterfront des Hauses stößt an den Badberg. Technikräume sind unter der Erde, der Zugang zur ersten Etage erfolgt hier barrierefrei. Ist das Haus fertiggestellt, führt ein Weg vom Kurhotel zu dieser Tür. Das Gros des Gebäudes wurde aus Betondoppelwänden errichtet, deren Zwischenraum auf der Baustelle mit Beton ausgefüllt wurde.

3,1 Millionen Euro kostet der Komplex, dessen Planungen im Muldentalkreis wurzeln. 1,6 Millionen Euro stellt der Landkreis Leipzig bereit, 1,5 Millionen Euro der Kulturraum. Gebaut wird in vier Abschnitten. „Der Fördermittelbescheid für 2010 liegt noch nicht vor“, sagt Roland Dathe. Er zweifele aber nicht, dass die Förderung wie geplant komme. Um das Haus im nächsten Jahr fertigstellen zu können, müsse der Kreis für die Jahressumme 2011 in Vorkasse gehen; das müsse noch im Kreistag geklärt werden. Dathe ist optimistisch, dass das Bad Lausicker Musikhaus spätestens in einem Jahr in Betrieb geht. Das Rundfunk-Blasorchester Leipzig und die international tätige Bläserakademie, die seit Jahren in Interimsquartieren arbeiten müssen, warten darauf wie die vielen Musikschüler, die zurzeit in der Grundschule proben.

Ekkehard Schulreich

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