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Geithain Beginnt 2020 endlich Bau des Terpitzer Rückhaltebeckens?
Region Geithain Beginnt 2020 endlich Bau des Terpitzer Rückhaltebeckens?
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00:38 13.04.2018
Eine Wasserwelle ist im Juni 2013 durch das Kohrener Land gelaufen, hier Sandsäcke am Töpfermuseum in Kohren-Sahlis. Quelle: Jens Paul Taubert
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Frohburg/Kohren-Sahlis

Ein halbes Jahrzehnt nach der Eröffnung des Planfeststellungsverfahrens befindet sich der Bau des nahe Terpitz geplanten Rückhaltebeckens noch immer in der Phase der Genehmigung. Wann er tatsächlich beginnt – Fragezeichen.

Becken soll Orte vor Hochwasser schützen

Das Becken soll bei Starkregen Grundstücke und Ortschaften vor einer Flutwelle schützen, wie sie etwa 2013 entstand und für erhebliche Schäden an öffentlicher Infrastruktur und privaten Grundstücken sorgte. Dass der Weg zum Baurecht derart steinig und lang ist, liegt vor allem an naturschutzrechtlichen Belangen. Jene vielen, die im Falle eines neuerlichen Hochwassers enorme Schäden befürchten müssen, können dieses langwierige Prozedere nicht begreifen.

Erstes Plan-Änderungsverfahren 2015

„Im Herbst 2015 wurde ein erstes Plan-Änderungsverfahren durchgeführt. Seitdem haben eine Vielzahl von Abstimmungen zu diversen Problembereichen stattgefunden. Im Ergebnis dessen nimmt die Landestalsperrenverwaltung aktuell Kartierungen der Brutvögel, Fledermäuse, Reptilien und Amphibien vor, und es müssen neben den technischen Unterlagen die naturschutzfachlichen Planunterlagen überarbeitet werden“, sagt Gunter Gerick, stellvertretender Pressesprecher der Landesdirektion Sachsen, jener Behörde, die über das Baurecht zu befinden hat.

Lägen die geänderten Planunterlagen vor, „können ein zweites Plan-Änderungsverfahren und ein Erörterungstermin durchgeführt werden. Aus diesem Grund sind seriöse Aussagen zum Zeitpunkt des Abschlusses des Planfeststellungsverfahrens sowie zum Baubeginn im Moment nicht möglich.“

„Intensive naturschutzfachliche Abstimmungen“

Axel Bobbe, Betriebsleiter der Landestalsperrenverwaltung (LTV) in Rötha, bestätigt „intensive naturschutzfachliche Abstimmungen mit der Landesdirektion Sachsen. Diskussionspunkt war beispielsweise die Bewertung der vorgefundenen Verhältnisse und das Maß der damit verbundenen Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen für die geplanten Eingriffe.

Die Forderungen der oberen Naturschutzbehörde sind in diesem Verfahren sehr umfangreich und oftmals sehr pauschal. Das macht die Zusammenarbeit schwierig. Jedoch wurde mit der Behörde in vielen Punkten eine Einigung erzielt.“ Weil sich das Genehmigungsverfahren derart lange hinziehe, erachte die Landesdirektion zudem die Datengrundlage „als nicht mehr aktuell und belastbar. Es wurden daher erneute Kartierungen für Wald, Fledermäuse, Amphibien, Kriechtiere gefordert.“ Die wurden 2017 durchgeführt; zurzeit erfolge die Einarbeitung in die Planungen.

Baubeginn vielleicht 2020

„Unmittelbar nach Fertigstellung reichen wir die Unterlagen erneut ein. Dann folgen im Genehmigungsverfahren Unterlagenprüfung, Betroffenenbeteiligung und der Erörterungstermin.“ Die LTV sei bereit und entschlossen, unverzüglich die Ausführungsplanung zu beginnen, sobald Baurecht vorliege. „Aus heutiger Sicht erscheint 2020 für den Baubeginn realistisch, gegebenenfalls können vorbereitende Arbeiten schon Ende 2019 beginnen.“

Von Ekkehard Schulreich

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