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Geithain Bei Adventsmarkt des Geithainer Kirchspiels kommen Gäste dem Himmel etwas näher
Region Geithain Bei Adventsmarkt des Geithainer Kirchspiels kommen Gäste dem Himmel etwas näher
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18:14 20.12.2015
Töpfe, Tassen, Quirle & Co. aus drei Jahrzehnten: Ralf Niemann zeigte seine zur Versteigerung stehenden Stücke erstmalig im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung. Quelle: Roger Dietze
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Geithain

Einen Weihnachtsmarkt auf mehreren Etagen: In der Form, wie es ihn in Geithain seit 2012 gibt, dürfte er landauf und landab Seinesgleichen suchen. Zum vierten Mal lud Sonntagnachmittag das Kirchspiel Geithainer Land in und um die Nicolaikirche zu Mitmachangeboten mit den Pfadfindern des Kirchspiels und dem Frauendorfer Tischler Diethard Welsch ein. Musikalische Unterhaltung gab’s mit dem Chor des Geithainer Gymnasiums und dem Posaunenchor des Kirchspiels. Zum gemütlichen Beisammensein war im Adventscafé Platz, das die Damen des beim Kirchspiel angesiedelten Kaland-Treffs in der oberen Etage des Gotteshauses eingerichteten hatten.

In diesem Jahr ging es sogar noch etwas höher als bei den drei vorangegangenen Weihnachtsmärkten. Nämlich bis ins Dachgeschoss, welches durch einen der Nicolai-Türme erreichbar ist. Zum Aufstieg hatte Ralf Niemann die Weihnachtsmarktgäste das steile Treppensteigen in dem reichlich 800 Jahre alten Gebäude auf sich nehmen lassen. Denn oberhalb der Dächer der Emaille-Kommune präsentierte der ehemalige Kirchner seine in gut 30 Jahren zusammengetragenen und zum Teil Jahrzehnte alten Schätze aus dem Bereich Küchen- und Hauseinrichtung. Diese konnten jedoch nicht nur bestaunt, sondern gegen einen kleinen Obolus auch mitgenommen werden. „Das auf diesem Weg eingenommene Geld soll dabei helfen, einen Grundstock an Eigenmitteln für die Erneuerung eines Balkens im Nord-Turm sowie weitere sich daraus ergebende Arbeiten anzulegen“, so der 69-Jährige. Der kündigte außerdem an, dass es beim nächsten Stadtfest eine große Versteigerungsaktion geben werde.

Das Schöne mit dem Notwendigen – das Geldverdienen – verbunden hatten Sonntag auch die Mitglieder des Kaland-Treffs. Wie in den Jahren zuvor hatten sie sich in den vergangenen Wochen ins Zeug gelegt, um Marmelade zu kochen, Kuschelkissen zu nähen und zu füllen, Kekse zu backen, Lavendel-Säckchen herzustellen, Essig anzusetzen und in Fläschchen zu füllen, Holzengel zu basteln und Kindersachen zu stricken respektive zu häkeln. „Das auf diesem Weg eingenommene Geld wollen wir der Kirchgemeinde schwerpunktmäßig für deren Engagement für sozial benachteiligte Familien zur Verfügung stellen“, so Kaland-Treff-Mitglied Annerose Klisch.

Von Roger Dietze

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