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"Bellbreaker" rocken Kohren

"Bellbreaker" rocken Kohren

Die Show am Auftakt-Abend war gut besucht, doch das "Bellbreaker"-Konzert am Sonnabend setzte dem Fest die Krone auf: Der TSV 1847 feierte am Wochenende gemeinsam mit vielen Hundert Gästen aus der Stadt und der Region.

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Die Frohburger AC/DC-Coverband "Bellbreaker" holt beste Konzertstimmung ins Tal des Sportplatzes nach Kohren-Sahlis.

Quelle: Thomas Kube

Kohren-Sahlis. Eine Party mit Mehrwert, denn die AC/DC-Coverband gab ihrem Auftritt Benefiz-Charakter, damit der Verein das flutgeschädigte Sportlerheim zügig zu Ende sanieren kann.

"Toll, was sie aufziehen. Und dass eine Live-Band spielt - Spitze!", sagte Thomas Peukert, der selbst über Jahre in Kohren-Sahlis kickte und für den das jährliche Sportfest ein Ereignis ist. "Dass ,Bellbreaker' uns unterstützen, das ist etwas Besonderes. Darüber freuen wir uns", meinte Jörg Kunze vom TSV, der während des Festes unter anderem an der Bar im Einsatz war, aber ungeachtet dessen auch zum Feiern kam. Und die Erwartungen, die der Verein mit der renommierten Band verbanden, wurden erfüllt.

"Supermusik, Superstimmung, absolut gelungen", lautete das Fazit von Ronny Loth. Man habe deutlich mehr Besucher gezählt als in vorangegangenen Jahren, so der TSV-Chef. Trotzdem sei die ganze Sache weiter ausbaufähig. "Obwohl mit schweren Gewittern zu rechnen war, tobte der einzige Sturm an diesem Sonnabend über die Open-Air-Bühne auf dem Sportplatz", meinte "Bellbreaker"-Gitarrist Dirk Schmalz. "Das Publikum feierte eine ausgelassene Party mit uns." Luftgitarren inklusive - und Geld aus dem Kartenverkauf, das der Wiederherstellung des Sportlerheims zugute kommen soll.

Dass diese Hilfe sehr willkommen, weil nötig ist, davon konnten sich jene Festbesucher überzeugen, die die Baustelle Vereinsheim inspizierten. Zwar sind die umfassenden Sanierungsmaßnahmen recht weit gediehen. "Trotzdem ist es noch eine richtige Baustelle. Am 1.August, zu Beginn der neuen Saison, muss alles fertig sein. Die Firmen wissen, worum es geht", sagte Michael Schönig, der stellvertretende Vereinschef. Zwar werde der Wiederaufbau des Hauses, den die Kohrener Sportler einst in Eigenleistung errichteten und den das Hochwasser vor einem Jahr arg ramponierte, durch die Versicherung bezahlt, doch gebe es viele kleine Dinge, die der Verein darüber hinaus finanzieren müsse. Deshalb sei das Benefiz-Konzert eine große Hilfe. Eine ganz andere wäre, "dass der Vorfluter Terpitz im nächsten Jahr endlich gebaut wird. Der würde viel Wasser wegnehmen."

Stammgäste in Kohren-Sahlis sind seit 23 Jahren die Fußballer des SV Blau-Gelb Gahry, einem kleinen Dorf, 20 Kilometer entfernt von Cottbus. Dass das Team beim Kleinfeld-Turnier zum Festauftakt nicht viel entgegenzusetzen hatte - die A-Jugend der Gastgeber siegte -, kratzte Peter Kraus nicht. Der gebürtige Wenigossaer, der früher in Kohren spielte und der schließlich nach Forst zog, hatte als Spieler und Trainer von Gahry den Kontakt zwischen beiden Vereinen angebahnt. Dass die Kohrener am Sonnabend gegen Alemannia Geithain gewannen und die Abstiegsgefahr bannten, freute Frank "Pitti" Scholz aus Gahry. Das Match machte Lust auf den Gegenbesuch der Kohren-Sahliser in der Lausitz, der in drei Wochen ansteht und bei dem natürlich auch gekickt wird.

Während Daniel Stock dafür sorgte, dass das Schwein am Spieß kross und lecker wurde, standen nebenan mehrere Teams am Volleyballnetz. Der kleinere ASV Kohren-Sahlis unterstützt den TSV jedes Jahr durch das Turnier. "So muss es auch sein", sagte Lutz Mohaupt, der selbst Volleyball und Fußball spielt. Aufmerksam verfolgte Fritz Schönig das Geschehen am Netz. "Ich bin noch jung, ich bin ja erst 89", flachste der Mann, der vor mehr als einem halben Jahrhundert den Volleyball-Verein mit aus der Taufe hob. Und für den der Sport in Kohren-Sahlis noch immer einen hohen Stellenwert hat: "Ich bin immer dabei. Das hält mich noch ein bissel munter."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 16.06.2014
Ekkehard Schulreich

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