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Benndorfer Vereine beleben gemeinsam eine Fest-Tradition neu

Benndorfer Vereine beleben gemeinsam eine Fest-Tradition neu

Wer argwöhnte, der Regen am Sonnabend könnte die Wiederbelebung einer langen Benndorfer Fest-Tradition verhindern, der irrte: Das Festzelt auf dem Sportplatz war gut gefüllt.

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Teil des Festes waren Highland-Games für Kinder.

Quelle: Jens Paul Taubert

Benndorf. Nebenan vergnügten sich Heranwachsende bei Kinder-Highland-Games. Am Volleyballnetz ging es mit zehn Teams zur Sache. Fazit: ein einhelliges Lob von den Besuchern für die Benndorfer Vereine, die für diese Veranstaltung erstmals ihre Kräfte bündelten.

„Das Kinder- und Gartenfest hat eine lange Tradition bei uns", sagt Dagobert von Diemar, der Vorsitzende des Benndorfer Männerchors. Wie weit die Wurzeln zurückreichen, darüber gehen im Festzelt die Meinungen ein bisschen auseinander: wohl bis in die sechziger Jahre. Was Eberhard Kulpe zur allseits akzeptierten Sprachregelung veranlasst: „Dieses Fest gibt es schon ewig." Lange Zeit zeichnete der Jugendklub, der neben dem Sportplatz sein Domizil hatte, dafür verantwortlich; nach der Wende, als der Klubbetrieb abbrach, übernahm der Männerchor, schon vorher einbezogen, bis 2009 die Regie. Ohnehin kümmert sich die 23 Mitglieder des Chores gern um das Gesellige im Dorf, organisiert Maibaumsetzen und Nikolausfeier, Ausfahrten und Verkehrsteilnehmerschulungen.

Nach einem Jahr Pause nun ein Neustart, nun mit vereinter Kraft von neu angesiedeltem Highland-Sportclub (HSC) Frohburg, Männerchor, Clubschuppen und Förderverein Rittergut. „Ehe jeder sein Eigenes macht, und das alles relativ klein, versuchen wir etwas gemeinsam", meint Patrick Engert vom HSC.

„Sehr gut, dass das Fest stattfindet", freut sich Ute Drechsel, die sich gern an die Gartenfeste erinnert. Man treffe sich in geselliger Runde und spüre, dass die Organisatoren mit Herzblut am Werk seien. „Jung und alt ist zusammen, das ist das Schöne", bestätigt Johannes Naumann. Dem kann Gerda Erler nur beipflichten. „Du siehst die Leute sonst nur noch selten, wenn du nicht gerade nach Frohburg auf den Markt fährst zum Einkaufen", sagt die 84-Jährige und lässt sich wie ihre Bekannte Margot Engert den Kuchen schmecken, den Frauen aus dem Dorf gebacken haben. Einen hat auch Margot Engert beigesteuert. Und nicht nur das: sie hat auch 14 Paar weiße Wollkniestrümpfe mit Zöpfchenmuster gestrickt für die Highlander des HSC: „Das habe ich gern gemacht, weil auch unsere Kinder im Verein sind."

Apropos Kinder: Die haben ihren Spaß bei archaischen Spielen von der Insel. Beim Fassrollen, Baumstammziehen, Armbrustschießen und anderen Disziplinen steht ihnen Thomas Morgenschweiß zur Seite. Zu jenen Heranwachsenden, die sich hier versuchen, gehört Karolin, die im Dreiervergleich sogar Siegerin wird. Ein paar Meter entfernt geht das Volleyballturnier in seine letzte Runde. Zehn Teams sind hier seit dem Vormittag am Ball, nicht nur aus Benndorf und dem Umfeld, sogar aus Lobstädt und Leipzig. „Und das auch bei strömendem Regen", sagt Christiane Kobsch anerkennend, die die Fäden der Fest-Organisation ein bisschen zusammenhält. Und die für das kulturelle Programm sogar einen internationalen Gast gewinnen konnte: den Sänger Euan Johnston aus Edinburgh, den sie bei einem Aufenthalt auf der Insel kennengelernt hat und der prompt nach Benndorf kommt, um im Festzelt zu singen: traditionelle Lieder aus Schottland und irische Songs. Proben ihrer Kunst geben danach auch die Herren des Benndorfer Männerchores ab.

„Es ist schön, dass die Festtradition wieder auflebt", sagt Gabriele Köhler. Für sie waren frühere Feste ein Muss wie für Tochter Susan. „Da war immer viel los. Bei den Country-Festen war der Sportplatz voll", sagt sie. Dieses Mal aber lässt sie es etwas geruhsamer angehen, denn sie hat Sohn Jemie dabei. Für den sind die Kinder-Highland-Games - noch - nichts, denn er ist erst siebeneinhalb Monate jung.

Ekkehard Schulreich

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