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Geithain Beucha feiert gleich vierfach
Region Geithain Beucha feiert gleich vierfach
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11:59 04.10.2016
Für die perfekte Oktoberfest-Stimmung: Zum mittlerweile fünften Mal spielten „Die Gletscherfetzer“ auf. Quelle: René Beuckert
Bad lausick/ Beucha

Zwei Tage reichten den Beuchaern am Wochenende aus, um gleich vierfach zu feiern. Im Mittelpunkt standen die Oktoberfeste an zwei Abenden. Zelebriert wurden aber auch ein Erntedank und ein Betriebsjubiläum. Am Samstagabend ging es in der am Ortsrand befindlichen Arena „Zum Schweinewirt“ richtig rund. Den früheren Schweinestall, in dem jetzt Landmaschinen stationiert sind, hatten die Mitglieder des Festvereins in eine Bayrische Festhalle umgestaltet. Wobei die Dekoration keinen Vergleich mit dem Original zu scheuen brauche, wie die Musiker der Bayrischen Band „Gletscherfetzer“ bestätigten. „Wir sind angenehm überrascht, mit welchem Engagement die Beuchaer immer wieder an die Ausgestaltung der Lagerhalle gehen. Mit ihnen verstehen wir uns gut, was sicher daran liegt, das sie eine ähnliche Mentalität wie wir aufweisen“, betonte der Bandchef Christian Mosinger.

Dass den Besuchern das bayrische Flair gefiel, unterstrichen die meisten von ihnen mit ihrem Kleidungsstil. Etliche Frauen ließen es sich nicht nehmen, im Dirndl mit tiefem Dekolleté oder im Trachtenlook zu erscheinen. Auch die Herren machten im karierten Hemd und der passenden Lederhose dazu einen recht passablen Eindruck. Rudolf Linke vom Beuchaer Verein, der von allen liebevoll Schweinewirt genannt wird, erklärte, die Halle wäre restlos ausverkauft. „Schon die erste Veranstaltung vor zehn Jahren, als die Idee für ein Oktoberfest geboren worden war, lief vom ersten Tag an gut. Da die Kapazität am alten Standort nach einigen Jahren nicht mehr ausreichte, waren wir froh, die Maschinenhalle des Landwirtschaftsbetriebes für unsere Veranstaltung nutzen zu dürfen“, so Linke.

Mit dem Ausstaffieren der Halle waren die Vereinsmitglieder vier Wochenenden beschäftigt, zumal sie nicht nur bei der Wanddekoration ins Detail gingen, auch die Decke wurde mit geschwungenen Stoffbahnen und die Halle überspannenden Wimpelketten einbezogen. Vor allem freuten sich die Besucher über die gelungene Atmosphäre. Eva Nagy aus Kitzscher sagte: „Ich nutze zum zweiten Mal die Gelegenheit, hier mit dabei zu sein. Die Band spielt ganz toll und auch die Ausstattung der Halle, die sicher viel Mühe bereitete, hinterlässt bei mir einen bleibenden Eindruck.” Ebenso gern war Familie Kretzschmar aus Geithain nach Beucha gekommen. „Die Veranstaltung ist stets gut organisiert, und auch die Stimmung ist jedes Mal famos“, stellt Henning Kretzschmar fest. Von der Stimmung im Beuchaer Saal „Zum Schweinewirt“ ließ sich auch Simone Müller anstecken. „Die Musik der ,Gletscherfetzer’ ist mitreißend, sie spielen sogar Lieder zum Tanzen, was mir besonders gefällt“, hob sie hervor.

Schweinewirt Linke betrachtete das zehnte Oktoberfest mit einem lachenden und einem weinenden Auge. „Es war die letzte Veranstaltung, die ich mit organisierte“, verriet er. Ausfallen wird das Oktoberfest in Beucha deswegen nicht, denn Nachfolger Bernd Müller, der seit Anbeginn mit dabei ist, wird der neue Schweinewirt, gab Rudolf Linke schmunzelnd preis.

Am Sonntag folgten drei Feiern in einer. Der Landwirtschaftsbetrieb aus Kitzscher, dem die Halle gehört und der den Festverein Beucha unterstützt, veranstaltete sein Erntedankfest. Die Bad Lausicker Elbara Gesellschaft für Elektrotechnik beging ihr 25-jähriges Bestehen. Und die Mitglieder des Festvereins, die mit von der Partie waren, dafür aber nichts organisieren mussten, kamen noch mal in den Genuss eines Oktoberfests.

Von René Beuckert

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