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Beuchaer Ortsvorsteher schlägt Alarm: Schulkinder sind in Gefahr

Beuchaer Ortsvorsteher schlägt Alarm: Schulkinder sind in Gefahr

Ein Gehweg entlang der viel befahrenen S 48 in Beucha? Fehlanzeige. Mehr Sicherheit für Fußgänger an der frequentierten Staatsstraßen-Ortsdurchfahrt von Etzoldshain? Mittelfristig nicht zu erwarten.

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Die Schulkinder in Beucha müssen weiter auf einen Gehweg an der viel befahrenen Staatsstraße 48 warten.

Quelle: Stephanie Pilick

Ein Fußweg, der entlang der Staatsstraße Bad Lausick und Buchheim verbindet? Vor 2025 keinesfalls. - Die Zahl der Vorhaben, die das Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) hinsichtlich der Bad Lausick tangierenden Staatsstraßen plant, ist übersichtlich. Das ergab eine LVZ-Nachfrage. Dabei ist die Liste von Forderungen aus den Ortsteilen so lang wie alt.

Ortstermin Beucha: Wer von der Bushaltestelle nahe des Gasthofs am Rand der Staatsstraße in Richtung Waltergasse laufen will, muss auf der Hut sein. Autos gibt es in großer Zahl, einen Fußweg nicht, stellenweise nicht einmal einen Randstreifen, um ausweichen zu können. "Besonders schlimm ist es im Winter, wenn der Schnee an den Rand geschoben ist. Dann bleibt den Leuten nichts anderes übrig, als auf der Fahrbahn zu gehen", sagt Ortsvorsteher Andreas Dathe. Gefährdet seien vor allem die Schulkinder auf dem Weg zum Bus, zumal die Straßenbeleuchtung überaus dürftig sei.

Doch Appelle des Ortschaftsrates an die Verantwortlichen, die Landesbehörde wie die Stadt Bad Lausick, zeitigen bislang kein Ergebnis. Die Kommune, die Gehweg und Lampen finanzieren müsste, kann erst aktiv werden, wenn das Lasuv die Straße ausbaut. Doch das ist nicht in Sicht. "Innerhalb der Ortslage planen wir keinen Ausbau", sagt Behördensprecherin Isabel Siebert der LVZ. Anders zwei Kilometer weiter östlich in Wüstungsstein. Markierungspunkte am Fahrbahnrand deuten an, dass sich hier etwas tut. "Wir planen eine Fahrbahnerneuerung. Die Vorbereitungen laufen im November an. Die Hauptbauleistungen sind für das erste Halbjahr 2016 geplant", teilt Siebert mit.  Die Stadt habe aber erklärt, kein Interesse am Anbau eines Gehweges zu haben.

Ortstermin Lauterbach: Als Fußweg lässt sich kaum bezeichnen, was da die Bad Lausicker Straße begrenzt. Auch die Fahrbahn befindet sich in schlechtem Zustand. "Die S 49 in der Ortsdurchfahrt Lauterbach soll verbessert werden", sagt Siebert. Allerdings: "Die Planungen haben noch nicht begonnen." Die Situation ist in Etzoldshain vergleichbar.  Hier "gibt es ebenfalls mittelfristig keine Ausbauabsichten". Dass die Lauterbacher dennoch ein Stück Fußweg bekamen, ist keinem Fünfer im Lotto geschuldet, sondern dem Bau eines Regenrückhaltebeckens zwischen Staatsstraße und Bahnlinie, veranlasst durch den Abwasserzweckverband Espenhain. "Jetzt haben wir 50, 60 Meter Fußweg", freut sich Ortsvorsteher Sepp Schenkel: "Aber dann sieht es wieder schlimm aus."

Ortstermin Reichersdorfer Straße in Bad Lausick: Reger Autoverkehr von und nach Buchheim. Wer zu Fuß, mit Kinderwagen oder Rollator zu den Wohngebieten Teichweg und Finkenweg will, hat das selbe Problem wie die Buchheimer, für die die Alte Buchheimer Straße nicht in Frage kommt: Sie bringen sich in Gefahr. Ein Weg parallel zur Staatsstraße 11 ist eine alte Forderung von Anwohnern. Innerorts von Buchheim gibt es den bereits, doch dann fehlt ein guter Kilometer. Im Bad Lausicker Rathaus sieht man ohne Staatsstraßen-Ausbau keine Handlungsmöglichkeit. Ein Radweg Bad Lausick - Buchheim hat in der Radverkehrskonzeption Sachsen "eine nachrangige Priorität", sagt die Lasuv-Sprecherin: Eine Realisierung stehe "nach 2025 in Aussicht".

Am greifbarsten ist da noch der Bau eines Kreisverkehrs in der Leipziger Straße in Bad Lausick. Allerdings wird dieses Bauwerk weder im Stadtrat noch im Rathaus sonderlich geschätzt: zu groß, städtebaulich unpassend, zu hohe Kosten für die Kommune, heißt es. Dennoch befindet er sich gegenwärtig im Plangenehmigungsverfahren. Siebert: "Erst wenn vollziehbares Baurecht vorliegt, kann belastbar ein möglicher Baubeginn benannt werden."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 09.09.2015

Ekkehard Schulreich

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