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Bevölkerungsschwund hält an

Bevölkerungsschwund hält an

Ausnahmslos alle Kommunen der Geithainer Region verloren im vorigen Jahr Einwohner. Deren Zahl schrumpfte in Geithain, Frohburg, Kohren-Sahlis und Narsdorf um insgesamt 287 Menschen.

Geithain. Der Schwund ist damit größer als noch im Jahr zuvor, wo die Einwohnerzahl um 216 zurückging. In Geithain allerdings ging der Abwärtstrend gegenüber früheren Jahren deutlich zurück.

Auch wenn bisher nur die vorläufigen Zahlen der Einwohnermeldeämter vorliegen: Der Trend ist eindeutig und unterscheidet sich wenig vom seit Jahren zu konstatierenden Aderlass. Die zu Jahresbeginn erhoffte Trendwende gelang weder in Frohburg noch in Narsdorf.

Wesentlich günstiger als in den Jahren zuvor verlief im Vergleich der vier Kommunen der Region Geithain 2013 für die ehemalige Kreisstadt Geithain. Laut Computer lebten am 31. Dezember vorigen Jahres dort 5540 Bürger, lediglich 60 weniger als vor Jahresfrist. 2012 betrug der "Schwund" noch 127 Bürger. Geithain gehört zu einer der wenigen Städte in Sachsen, bei der keine Korrektur der Zahlen zur Volkszählung erfolgte beziehungsweise vorgenommen werden musste. Den 27 geborenen Kindern - im Jahr zuvor waren es 30, 2011 sogar 39 - stehen 102 Sterbefälle gegenüber, die gleiche Zahl wie vor Jahresfrist. Erfreulicherweise überstieg die Zahl der Zuzüge mit 194 Bürgern erstmals seit langem die der Wegzüge (179), so dass die Schere nicht weiter auseinander ging. Das freut auch Bürgermeisterin Romy Bauer (parteilos). "Dass 50 Bürger weniger wegzogen als 2012 und durch Zuzüge 20 mehr kamen, ist für mich eine sehr erfreuliche Trendwende. Zwar ist der generelle Bevölkerungsrückgang damit nicht verhindert, doch deutlich flacher geworden. Dies ist für mich eine Resonanz auf die guten Standortbedingungen in unserer Stadt und ich bin gewiss, dass wir auf dem richtigen Wege sind, diesen Trend weiter zu befördern."

Auch das vor nunmehr fünf Jahren durch die Eingemeindung Eulatals wesentlich größer und einwohnerstärker gewordene Frohburg hat mit einem Aderlass von 147 Bürgern zu kämpfen, bleibt aber mit 10 508 Menschen als einzige Stadt der Region fünfstellig. Im Jahr zuvor sorgte lediglich ein Minus von 30 Einwohnern für Hoffnung, dass der Abwärtstrend umgekehrt werden könne. Zwar stieg die Geburtenzahl um drei auf 75, gingen die Sterbefälle um drei auf 158 zurück. Doch das war nur der berühmt-berüchtigte Tropfen auf den heißen Stein. Zumal 438 Zuzüge 75 weniger als im Jahr zuvor sind und ihnen mit 490 Wegzügen (2012: 453) ein höherer Verlust gegenübersteht.

Gerade mal noch 2702 Einwohner zählte Kohren-Sahlis am Silvestertag. Das sind wiederum 58 Bürger weniger als Ende 2012. Mit 13 kleinen Erdenbürgern ging die Zahl der Geburten um vier gegenüber dem Jahr davor zurück. 2011 erblickten noch 31 Babys hier das Licht der Welt. So gelang es auch nicht annähend, die 33 Sterbefälle (2012: 38) aufzuwiegen. Die Bilanz wird durch Umzüge noch ungünstiger. 102 weggezogenen Personen - zwei mehr als 2012 - stehen nur 62 neue Töpferstädter entgegen. "Dieser Bevölkerungsrückgang macht mir sehr große Sorgen", kommentiert Siegmund Mohaupt (CDU), der ehrenamtlichen Bürgermeister, diese Entwicklung.

Narsdorf kann Ende 2013 in seiner Gemarkung 1693 Einwohner aufweisen, 22 weniger als vor Jahresfrist. Die Zahl der Geburten sank von 15 im Jahr 2012 auf zehn. Damit konnte der Tod von 18 Einwohnern nicht ausgeglichen werden. 80 Wegzügen stehen 66 Zuzüge entgegen. "Leider konnten wir die gute Entwicklung der Geburtenrate des Vorjahres nicht bestätigen", bedauert auch Bürgermeister Andreas Große (parteilos). "Vermehrte Baugenehmigungen, vor allem von jungen Familien, und die sehr gute Auslastung unserer Kindertagesstätten zeigen aber, dass wir auf dem richtigen Weg sind." Er hofft zudem, dass es gelinge, aufgrund der guten Verkehrsanbindung durch Bahn und Straße von Pendlern zu profitieren, denen die Vorzüge der Gemeinde wie Grundschule, Kindereinrichtungen und reges Vereinsleben aufgefallen seien.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 04.02.2014
Lang, Thomas

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