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Geithain Blitzer in Espenhain: In zwei Jahren waren 133.653 Kraftfahrer zu schnell
Region Geithain Blitzer in Espenhain: In zwei Jahren waren 133.653 Kraftfahrer zu schnell
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23:57 20.01.2016
Seit dem 9. Januar 2014 stehen die Blitzer in Espenhain. Die Zahl der ertappten Schnellfahrer ist im zweiten Jahr deutlich zurückgegangen.   Quelle: Andreas Döring
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Rötha/Espenhain

 Nach zwei Jahren permanenter Geschwindigkeitsüberwachung mit stationären Messeinrichtungen in Espenhain ist klar: Die Blitzer haben zur Disziplinierung der Kraftfahrer beigetragen. Im zweiten Blitzer-Jahr lösten die beiden Foto-Fallen viel seltener aus, als im Vorjahr. Insgesamt wurden seit dem 9. Januar 2014 in zwei Jahren 133.653 Geschwindigkeitsübertretungen auf den beiden Richtungsfahrbahnen registriert. Mehr Raser waren in Richtung Leipzig unterwegs, hier wurden 68.252 Fahrzeuge geblitzt. In der Gegenrichtung waren es knapp 3000 weniger. Allerdings waren die Schnellfahrer nicht in beiden Jahren in Richtung Leipzig in der Mehrheit. 2014 wurden in Richtung Norden 45.124 Fahrzeuge geblitzt, in Fahrtrichtung Chemnitz gab es nur 40.343 teure Fotos. Im vorigen Jahr dreht sich das Verhältnis, da wurden die meisten Geschwindigkeitsübertretungen in Richtung Chemnitz registriert, nämlich knapp 2000 mehr als auf der anderen Seite.

Interessant sind die absoluten Zahlen. In Richtung Leipzig hat sich die Zahl der ertappten Verkehrssünder von 2014 zu 2015 nahezu halbiert, waren es im vorigen Jahr nur noch 23 128. Auch in Richtung Süden blitzte es deutlich seltener als 2014: nur noch 25.058 Male.

Die höchsten Geschwindigkeitsüberschreitungen auf beiden Seiten wurden für die Betroffenen, sofern das Landratsamt die Strafen durchsetzen konnte, richtig teuer: Am 22. Dezember 2014 wurde ein Fahrzeug in Richtung Leipzig mit 129 Kilometern je Stunde gemessen, wofür 680 Euro, zwei Punkte und drei Monate Führerscheinentzug fällig waren. Vier Monate und drei Tage später raste auf der anderen Seite ein Fahrer mit 133 Sachen durch und handelte sich damit die gleiche Strafe ein.

Die Versuche, die Anlagen mit Gewalt außer Betrieb zu setzen, rissen nie ab. Erst am 11. Januar, zwei Tage nach dem zweiten Geburtstag, wurde der Blitzer an der Fahrbahn in Richtung Leipzig mit gelber Farbe besprüht. Es war insgesamt Anschlag Nummer sechs nach zwei Sprengstoffanschlägen am 3. und 4. März 2014, nach einem Brandanschlag am 28. Dezember 2014 und nach zwei Farb-Attacken am 20. Mai und am 31. Oktober vorigen Jahres.

Von André Neumann

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