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Geithain Bombendrohung – Seniorenheim in Geithain evakuiert
Region Geithain Bombendrohung – Seniorenheim in Geithain evakuiert
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20:09 15.01.2010
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Geithain

Knapp zwei aufregende Stunden neigen sich damit ihrem Ende zu. Gegen 15.45 Uhr war in der Rezeption des Seniorenheims am Stadtpark Geithain eine anonyme Bombendrohung eingegangen. „In einer Stunde geht das Seniorenheim hoch“, hatte eine männliche Stimme verkündet und sofort aufgelegt. Nicht nur Annelie Hinkelmann am Empfang fuhr der Schreck gewaltig in die Glieder. „Ich bin schon so viele Jahre hier. Aber so etwas habe ich noch nicht erlebt“, war sie ebenso bestürzt wie viele andere der Betroffenen und Helfer.Denn solch eine Drohung muss in jedem Fall ernst genommen werden. Sofort wurden Polizei, Rettungsdienst, Feuerwehren alarmiert, die Evakuierung in die Wege geleitet. „Immerhin mussten etwa 150 ältere Leute aus dem Haus gebracht werden. Davon ist ein Drittel im Rollstuhl, ein großer Teil bettlägerig“, beschreibt Löser die Situation. Viele Einsatzkräfte und zahllose Helfer aus der Nachbarschaft greifen sofort mit zu, bringen die Heimbewohner ins etwa 100 Meter entfernte Bürgerhaus. Dort werden sie im Saal, wo die Vorbereitungen für den abendlichen Neujahrsempfang des Landkreises laufen, untergebracht und betreut.„Ich finde es ja gut, dass die Sache ernst genommen wird. Aber eine mächtige Aufregung für unsereins ist das dennoch“, steckt auch Charlotte Wacker, die seit Juni vorigen Jahres im Seniorenheim am Stadtpark untergebracht ist, der Schreck in den Gliedern. Helga Köhler, die seit drei Jahren im SAS ihr Zuhause hat, geht es nicht anders, „Ich fühle mich sonst hier so wohl. Alle sind so nett. Aber jetzt ist mir ganz mulmig.“ Ein mancher hat vor Angst Tränen in den Augen.Während die Heimbewohner im Bürgerhaus sind, werden die Straßen der Umgebung abgesperrt, wird für Zusatzbeleuchtung gesorgt. Mehrere Sprengstoffsuchhunde durchforsten ebenso wie Feuerwehrleute das Haus; Zimmer für Zimmer, Flur für Flur. „Allein knapp 80 Feuerwehrleute sind vor Ort“, informiert Hans-Jürgen Kretzschmar, der stellvertretende Kreisbrandmeister. Die Geithainer erhalten dabei Unterstützung von den Feuerwehren Frohburg, Narsdorf, Rathendorf, Ossa und Rochlitz.Nach und nach werden die Senioren zum Heim zurückgebracht, verlassen die Dutzenden Rettungs- und Polizeiwagen sowie Feuerwehrfahrzeuge den Ort des Geschehens. „Was das wohl gekostet hat. Solch ein Anruf ist mehr als ein schlechter Scherz“, brummelt ein Anwohner beim Weggehen.

Thomas Lang

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