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Geithain Brand in Geithain-West: Feuerwehr rettet zwei Bewohner
Region Geithain Brand in Geithain-West: Feuerwehr rettet zwei Bewohner
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09:51 29.01.2018
In der Straße der Deutschen Einheit 13 in Geithain-West hat es gebrannt. Alle Mieter mussten ihre Wohnungen zunächst verlassen. Quelle: Thomas Kube
Geithain

Zu einem Brand kam es am Sonnabendnachmittag im Neubaugebiet Geithain-West. Wie die Bornaer Polizei bestätigte, war das Feuer gegen 14 Uhr im Treppenhaus eines Wohnblocks in der Straße der Deutschen Einheit 13 bemerkt worden. Die Flammen breiteten sich von der zweiten Etage bis unter das Dach aus. Die Feuerwehr war im Einsatz. Wegen des Feuers und des Rauches wurden die Bewohner evakuiert. Ein Mann (32) und eine 88-jährige Frau kamen wegen Rauchgasvergiftung in die Klinik, konnten diese nach ambulanter Behandlung aber wieder verlassen. In dem betroffenen Aufgang befinden sich zehn Wohnungen, von denen derzeit nicht alle belegt sind. Die Polizei geht von einem Schaden in fünfstelliger Höhe aus, vermutlich rund 50 000 Euro.

In der Straße der Deutschen Einheit 13 in Geithain-West hat es am Sonnabend gebrannt. Alle Mieter mussten ihre Wohnungen zunächst verlassen. Am Montag kommt der Brandursachenermittler. Quelle: Thomas Kube

Warum das Feuer ausbrach, war zunächst unklar. Am Sonntag informierte die Polizei, dass aus bisher unbekannter Ursache der Verteilerkasten im Treppenhaus in Brand geraten sei. Der Brandursachenermittler der Polizei kommt am Montag zum Einsatz. Vorher können die Mieter des betroffenen Aufgangs nicht in ihre Wohnungen zurück kehren. Die Unterbringung in Notquartieren habe wunderbar funktioniert, betonte das Polizeirevier Borna. In Abstimmung mit Bürgermeister Frank Rudolph (UWG), der vor Ort war, ist am Samstag die Wohnungsgesellschaft informiert worden.

„Das Gebäude ist durch Feuer und Rauch derart in Mitleidenschaft gezogen worden, dass es vorerst nicht bewohnbar ist“, sagte Nacera Schäfer, Geschäftsführerin des Verwalters GWBV. Betroffen seien alle zehn Wohnungen. Weil der Brand Versorgungsleitungen beschädigt habe, gebe es keinen Strom. „Die Mieter sind erst einmal bei Freunden oder Verwandten untergekommen. Wir haben einen Wachdienst beauftragt, das Gebäude und die Wohnungen zu sichern.“ Schäfer dankte allen Einsatzkräften für ihr Handeln: „Das hat sehr gut funktioniert.“

Die Geithainer Feuerwehr war gegen 13.45 Uhr alarmiert worden – zunächst zum Brand eines Sicherungskastens. Als die ersten Kameraden eintrafen, drang jedoch bereits Qualm aus dem Dachbereich. „Vor allem Kabel und Leitungen brannten, das führte zu einer extrem starken Rauchentwicklung“, erklärte Holger Gwozdz, stellvertretender Stadtwehrleiter in Geithain. Fast alle Mieter des betroffenen Aufganges hatten sich bereits im Freien in Sicherheit gebracht, die beiden letzten, die noch in ihren Wohnungen waren, rettete die Feuerwehr: Eine ältere Dame konnte schlecht laufen und benötigte deshalb Unterstützung. Feuerwehrleute halfen der 88-Jährigen beim Verlassen ihrer Wohnung im unteren Bereich des Blocks. Ein 32-jähriger Mann konnte seine Wohnung weiter oben nicht mehr alleine verlassen, weil das Treppenhaus schon zu stark verqualmt war. Er bekam eine Brandfluchthaube aufgesetzt und konnte so das Treppenhaus passieren. Beide seien dann dem Rettungsdienst übergeben worden, erklärte Gwozdz. Die Mieter der benachbarten Aufgänge konnten in ihren Wohnungen bleiben.

Die Geithainer Brandschützer waren mit fast 20 Feuerwehrleuten vor Ort und mit allen vier Fahrzeugen. Kameraden bekämpften den Brand unter Atemschutz im Haus, die Drehleiter diente zur Kontrolle des Gebäudes im Dachbereich. Gegen 15.30 Uhr konnten alle abrücken, eine Brandwache durch die Feuerwehr sei nicht erforderlich gewesen, erklärte der stellvertretende Stadtwehrleiter.

Von es, fpr, ie

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