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Geithain Britische Austauschstudentin zu Gast in Geithain
Region Geithain Britische Austauschstudentin zu Gast in Geithain
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00:33 23.10.2015
Natascha Montague ist Fremdsprachenassistentin in Geithain. Quelle: Jens Paul Taubert
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Geithain

Seit Beginn des Schuljahres vor Ort, hat sie sich schon ein bisschen eingelebt und weiß das Kleinstädtische, das auch kurze Distanzen zwischen den Menschen bedeutet, durchaus zu schätzen. Wenn sie zwischen der Schule und ihrer kleinen Wohnung in der Innenstadt unterwegs ist, grüßen sie ihre Schüler. "Sie freuen sich, mich zu sehen. Die Menschen hier sind insgesamt sehr freundlich." Und die Stadt habe ihren Reiz. Außerdem liege sie nicht außerhalb der Welt; Leipzig, wo die junge Frau viele Freunde hat, sei per Bahn schnell zu erreichen. "Es kann manchmal schon ein bisschen einsam sein, aber ich habe auch in Geithain viele Kollegen, die sehr offen sind", sagt sie. Der Schritt von Angelsachsen nach Sachsen sei zweifellos eine richtige Entscheidung gewesen.

"Die deutsche Sprache ist bei britischen Schülern nicht so beliebt. Französisch ist einfacher", sagt Natasha Montague, die in London aufwuchs und die eine Leidenschaft für Sprachen empfindet, für die deutsche im Besonderen. Das gab den Ausschlag, sich für ein Studium Germanistik/Französisch in Exeter zu entscheiden. Das Auslandsjahr, das sie jetzt absolviert, ist Teil dieser Ausbildung. Ob sie nach dem Abschluss vor einer Klasse steht und unterrichtet, da ist sich Montague noch nicht sicher. Denkbar auch , dass sie später als Journalistin arbeitet oder als Übersetzerin von Literatur. "In einer Schule zu arbeiten, wie ich das in Geithain tue, bedeutet auf jeden Fall eine wichtige Erfahrung für mich."

Vor allem in den Klassen 7 bis 10 ist sie im Einsatz, unterstützt die Englischlehrer, indem sie mit kleinen Gruppen arbeitet. Sie hilft bei der korrekten Aussprache, erzählt über ihre Heimat, ihre Kultur - und lernt, was ihr am Herzen liegt, parallel die hiesige Kultur näher kennen. Eine Assistentin sei keine Lehrkraft, doch gelte für sie: "Ich muss professionell sein, aber ich hoffe, dass die Schüler spüren, sie können mich jederzeit etwas fragen, ich bin für sie da."

In ihrer Schulzeit wirkte Natasha Montague im Schulorchester mit, spielte Klarinette, sogar Cello. Was die Klarinette betrifft, möchte sie daran in Geithain gern anknüpfen: "Ich hoffe, meine Eltern bringen sie mit, wenn sie mich in den Herbstferien besuchen." Um ihren Horizont zu erweitern, hat sie sich an der Universität Leipzig eingeschrieben, möchte Vorlesungen, etwa zu deutscher Literatur, belegen. Nach dem Ende ihrer Geithainer Zeit wechselt sie im Sommer 2016 für ein paar Wochen nach Frankreich, um ebenso an der Vervollkommnung ihrer Sprachkenntnisse zu arbeiten. Dann geht es zurück nach Exeter, das letzte Studienjahr mit seinen Prüfungen wartet.

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