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Bubendorfer Wehr feiert Jubiläum

Bubendorfer Wehr feiert Jubiläum

Festveranstaltung, Blasmusik mit der Feuerwehr-Kapelle, Technik-Schau und jede Menge Unterhaltung: Ohne die Feuerwehr geht in Bubendorf nichts. Dass die Kameradinnen und Kameraden nicht nur helfen können in Notsituationen, sondern auch zu feiern verstehen, stellten sie am Wochenende eindrucksvoll unter Beweis.

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70 Jahre Feuerwehr Bubendorf: Oliver Riedel (M.) von der Frohburger Wehr beim Fachsimpeln mit den Kameraden beim Jubiläumsfest.

Quelle: Jens Paul Taubert

Bubendorf. "Wir sind eine eingeschworene Truppe", sagte Gerhard Schmidt, der im November 80 wird und der seit 1948 schon Feuerwehrmann ist, in Zwenkau zuerst, die meiste Zeit aber in Bubendorf, wo er sesshaft wurde. Beim Jubiläum, das am Wochenende groß gefeiert wurde im kleinen Bubendorf, war er mittendrin: "Ich mache noch immer mit, so lange es geht." Heinz Köhler, anderthalb Jahre älter als er, kann das sehr gut verstehen: Bei uns auf dem Dorf ist das so: Wer einmal dabei ist, der bleibt auch." Auf der Festveranstaltung, die den Auftakt des Jubiläums markierte, erhielt Köhler, der lange stellvertretender Wehrleiter war, für ein halbes Jahrhundert Engagement das Ehrenkreuz des sächsischen Feuerwehrverbandes.

 

 

"Der Heinz war früher Ausbilder von uns allen", sagte Thomas Wunderlich, der die Truppe heute führt und der weiß, was er hat an den 16 Aktiven und den 17 von der Alters-, Ehren- und Frauenabteilung. Dass zur Festveranstaltung vier neue Mitstreiter aufgenommen werden konnten, freute ihn besonders. Und dass es viele Bubendorfer gibt, "die uns immer helfen". Nicht nur, wenn gefeiert wird. Zum Jubiläum gab es ein Wiedersehen mit Manfred Döhler, der die Wehr von 1963 an acht Jahre führte und der extra aus Jahnshain herüberkam. Vertreten waren die Feuerwehren aus Frohburg und den Ortsteilen sowie jene aus Neukirchen, Wyhra und Borna, zu denen die Bubendorfer enge Kontakte unterhalten.

 

 

Dass die Feuerwehr die gestalterische Kraft der Bubendorfer Gemeinschaft sei, weiß Frohburgs Bürgermeister Wolfgang Hiensch zu würdigen. "Entscheidend aber ist, dass die Wehr die Leistung bringt", meinte er. Damit eine Wehr Zukunft habe müsse das Klima stimmen im Dorf, müsse es Möglichkeiten für junge Leute geben, hier Fuß zu fassen. Mit Bubendorf habe er da wenig Sorgen.

 

 

"Bei uns ist noch ein bissel Zusammenhalt", stapelte Dieter Sebastian absichtsvoll tief. Mit Gottfried Rößler, einst Chef der Genossenschaft, kramte er in Erinnerungen, etwa an die Abdichtung des Löschteichs, bei dem die LPG ohne Umstände Hilfe leistete. "Schön, dass das ganze Dorf zusammen feiert", konstatierte Marko Volkmann, Feuerwehrmann aus dem Erzgebirge, der seine Freundin besuchte und sich gut aufgenommen sah. "Die Feuerwehr macht schon was her", bestätigte Gisela Grieser, eine gebürtige Bubendorferin, die mit ihrem Mann Klaus aus Frohburg zum Fest gekommen war. "Schön war vor allem die Blasmusik", lobte dieser das Konzert der Frohburger Feuerwehrkapelle.

 

 

Unter die Feiernden im Festzelt gemischt hatten sich auch Helga und Günter Pöhl. Während er im nächsten Jahr sechs Jahrzehnte dabei ist, verstärkte sie früher die Frauengruppe der Wehr, die für den vorbeugenden Brandschutz verantwortlich war. Günter Pöhl erinnerte an den Kreismeister-Titel, den die Bubendorfer in den siebziger Jahren im Löschangriff holten. Und an den Bubendorfer Männerchor, bei dem er einst mitsang, der 1979 aber aufgelöst wurde mangels Sängern. Umso mehr freute er sich über das Konzert am Sonnabend in der Kirche, gestaltet von Benndorfer Männerchor und Frohburger Lehrerchor.

 

 

"Einen Bubendorfer haben wir noch in unseren Reihen", meinte Johannes Naumann vom Benndorfer Ensemble. Gern bringe man den Menschen mit Konzerten Freude, habe aber ein Problem: Der Chor brauche einen neuen künstlerischen Leiter.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 02.07.2013

Ekkehard Schulreich

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