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Geithain Buchheim: Goldener Engel signalisiert die erfolgreiche Kirchensanierung
Region Geithain Buchheim: Goldener Engel signalisiert die erfolgreiche Kirchensanierung
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16:29 19.08.2012
Kupferschmiedemeister Wolfgang Wetzig zeigt die Wetterfahne mit dem goldenen Engel. Quelle: Jens Paul Taubert
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Buchheim

„In dieser Kirche bin ich getauft und konfirmiert. Ich bin stolz darauf, hier großgeworden zu sein, und ich freue mich, alle mal wiederzusehen", sagte Katrin Elahi, ihre zweijährige Tochter Alina auf dem Arm. 70 Menschen hatten sich versammelt, um die gelungene Erneuerung des Kirchendaches und die Reparatur der das Dorfbild prägenden Friedhofsmauer zu feiern. Die kirchgemeinde machte sich dabei selbst ein doppeltes Geschenk: Sie hatte den Kupferschmiedemeister Wolfgang Wetzig beauftragt, für die beiden Giebel Bekrönungen anzufertigen. Die Blicke aller richteten sich deshalb in den wolkenlosen Himmel, als Wetzig die Wetterfahne mit einem vergoldeten, Posaune spielenden Engel aufsetzte; auf der Gegenseite wurde parallel dazu ein Kreuz enthüllt.

„Damit kann jetzt jeder sehen, dass es sich um ein Gotteshaus handelt", freute sich Kirchnerin Helga Naumann. Sie spielte an auf die wechselvolle Baugeschichte der Kirche, die Anfang der siebziger Jahre beinahe abgerissen worden wäre. Die Gemeinde hatte sich aber für den Erhalt starkgemacht und dem Bau behelfsweise ein Holzbinder-Dach aufgesetzt, wie es für Einfamilienhäuser typisch ist. Der bis dahin markante Dachreiter aber konnte nicht bewahrt werden. Den Schmuck auf neu gedeckten Dach bezahlte die Kirchgemeinde aus der eigenen Kasse. Die Sanierung selbst, die 60 000 Euro kostete, wurde durch das ländliche Entwicklungsprogramm maßgeblich gefördert.

Für Pfarrer Thomas Erler Anlass, allen am Bau Beteiligten, den Bad Lausicker Handwerkern vor allem herzlich danke zu sagen für „ihren Fleiß und ihr Können". Musikalisch gerahmt wurde die Feier durch den Posaunenchor Schönau. Buchheimer Frauen hatten auf den beiden Festtafeln im Kirchenschiff für einen Imbiss gesorgt. „Die Kirche ist wichtig für unser Dorf. Und sie ist wieder richtig schön", sagte Nicole Otschik, die hier getauft, konfirmiert und getraut wurde. Wie Herbert Meißner, der zwei Generationen Ältere, der, auf seinen Stock gestützt, die Anbringung des Engels verfolgte: „Es ist wunderschön, dass ich das noch erleben kann." Kirchvorsteher Manfred Petrasch brachte das Geleistete auf diesen Punkt: „Wir sind zufrieden. Das Dorf ist zufrieden. Super."

Um die Buchheimer Kirche müsse er sich keine Sorgen mehr machen, sagte Reinhard Krabbes, der kirchliche Baupfleger. Die Bausubstanz sei für die die nächsten Jahrzehnte gesichert – dank des Engagements der Buchheimer, aber auch der staatlichen Förderung: „Sonst wäre das der kleinen Gemeinde gewiss nicht gelungen."

Ekkehard Schulreich

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