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Buchheim feiert Ende April 100. Geburtstag seiner Feuerwehr

Bad Lausick Buchheim feiert Ende April 100. Geburtstag seiner Feuerwehr

Buchheim feiert mit Gästen Ende April den 100. Geburtstag seiner Freiwilligen Feuerwehr. Der historische Umzug soll einer der Höhepunkte des Jubiläums sein: Dann stellen Buchheimer Brandschützer und befreundete Wehren die Entwicklung des Löschwesens im Dorf und in der Region nach.

Das Jubiläumsbanner wird über der Zufahrt zum Depot gespannt. Strohfiguren werben am Dorfrand ebenso für das Jubiläum.

Quelle: Ekkehard Schulreich

Bad Lausick/Buchheim. Große Strohfiguren an den Ortseingängen weisen unübersehbar darauf hin: Die Freiwillige Feuerwehr Buchheim feiert Ende April ihren 100. Geburtstag. Damit zählt die Wehr durchaus zu den älteren der Region, denn die in Glasten und Lauterbach wurden erst 1940, die in Steinbach 1938, die in Ebersbach 1941 gegründet. Die Bad Lausicker Wehr existiert allerdings schon seit 1870. Wobei die Datenlage im Falle Buchheims durchaus kompliziert, weil lückenhaft dokumentiert ist. Ungeachtet dessen: Die Buchheimer Feuerwehr-Historie erhält einen zentralen Platz im Festumzug am 29. April. Unterstützt wird der mit Technik und Personal auch von Nachbarwehren.

„Unsere Freiwillige Feuerwehr wird erstmals im Zusammenhang mit der Jahreszahl 1917 genannt“, sagt Wehrleiter Mike Henschel. Darauf habe man sich beim 90-Jährigen gestützt, und so halte man es erneut. Wohl wissend, dass die Buchheimer sich schon weitaus länger für einen organisierten Brandschutz engagieren. Anno 1907 etwa war es in einem Buchheimer Bauerngut zu einem Brand gekommen. In einer Zeitungsnotiz heißt es: „Die Buchheimer Feuerwehr kämpfte das Feuer nieder, andere Wehren waren nicht erschienen.“ Es dürfte sich dabei um die Pflichtfeuerwehr gehandelt haben, sagt Henschel. Die wird in Buchheim bereits 1898 erwähnt.

Ein Feuerwehrmann der ersten Stunde 1917 muss Schmiedemeister Erich Krasselt gewesen sein; nach einer später angelegten Akte wurde der 1941 als Wehrleiter wiedergewählt und amtierte bis 1962. Naheliegend, befand sich das erste Gerätehaus doch neben der Schmiede. Dort war die Handdruckspitze stationiert, der bei Bedarf Pferde oder ein Traktor vorgespannt wurden. Nach-Wende-Pläne der Wehr, hier ein kleines Museum einzurichten, erwiesen sich als nicht realisierbar. Heute ist das Haus verkauft und instandgesetzt.

Die Wehr hat statt dessen wenige Schritte entfernt, an der Südseite des Friedhofs im Hof des Küchenmeister-Hauses ihr Domizil, das – der Schriftzug über dem Tor zeigt es – 1997 zum 80-jährigen Bestehen der Wehr maßgeblich in Eigenleistung ausgebaut wurde. „Wir planen, hier noch einen Schulungsraum zu schaffen. Ansonsten sind wir in Buchheim gut aufgestellt“, sagt Mike Henschel. Mit 16 Mädchen und Jungen ist die Jugendwehr so groß wie die 17-köpfige aktive Truppe. Die Reserve für die Zukunft, denn „wir gehen davon aus, dass auch in den nächsten Jahren mehrere in die aktive Wehr wechseln“. Die Alters- und Ehrenabteilung zählt sieben Köpfe. Heinz Döge, zum 90. Jubiläum als 90-Jähriger so alt wie die Wehr, erlebt das 100-Jährige nicht mehr mit. Die Gedanken der Buchheimer aber seien dann bei ihm, sagt Henschel, denn: „Der Streit, ob Buchheim oder Bad Lausick zuerst eine Handdruckspritze hatte, ist noch immer nicht entschieden. Heinz war überzeugt, es muss Buchheim gewesen sein.“ Wer wollte daran noch rütteln.

Feiert die Buchheimer Wehr seit Langem schon mit Einwohnern und Gästen in den Mai, wird dieses Fest nun auf drei Tage ausgeweitet. Es beginnt mit einer Festsitzung am 28. April. Ein historischer Löschangriff und Vorführungen der Jugendwehr folgen am 29. April, ehe sich nachmittags, 14 Uhr, der große Umzug durch das Dorf formiert. Abends Unterhaltung, Tanz und Feuerwerk. Der Maibaum wird dann beim Frühschoppen mit dem Männerchor Buchheim am 30. April aufgestellt.

Von Ekkehard Schulreich

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