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Geithain Buchheimer sind bundesweit die Ersten
Region Geithain Buchheimer sind bundesweit die Ersten
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14:18 19.05.2015
Herbergsleiterin Silvia Steinbach mit dem Zertifikat - links Thomas Müller, Vorstandsvorsitzender des DJH-Landesverbandes Sachsen, rechts Michael J. Weichert, Vizepräsident des Landesverbandes. Thomas Kube Quelle: Thomas Kube

Mit dieser Schärfung ihres Profils zielt die Einrichtung auf mehr Übernachtungen ab. Bei einem Tag der offenen Tür konnten sich Besucher vorgestern nicht nur in der Einrichtung umschauen, sondern auch verschiedene Angebote nutzen.

Blasmusik umrahmte den kleinen Festakt, die "Pfaffenberger" aus Hohenstein-Ernstthal waren erstmals zum Probelager in der Jugendherberge und gaben Proben ihres Könnens. Nicht nur die "Mitglieder der sächsischen Jugendherbergsfamilie", sondern auch Vertreter Buchheimer Vereine begrüßte Michael Weichert, der Vizepräsident vom Landesverband Sachsen des Deutschen Jugendherbergswerkes (DJH). Der 60-Jährige sitzt für die Grünen im Landtag und wurde vor dreieinhalb Jahren in das DJH-Präsidium gewählt. Seitdem hat er alle 26 sächsischen Jugendherbergen besucht. In der Buchheimer Einrichtung hebt er den familiären Umgang und die Zentralität hervor sowie die zahlreichen Angebote in der Umgebung vom Erlebnisbad "Riff" bis zur Mulde. Das Präsidium sei sehr stolz, dass die Buchheimer Jugendherberge dieses Zertifikat als erste bundesweit verliehen bekommt. "Ich weiß, wie viel Arbeit dahinter steckt", erklärte er.

Herbergsleiterin Silvia Steinbach wird das Projekt auf Deutschlands größter Bildungsmesse "didacta" vorstellen, die morgen in Stuttgart beginnt. Den Besuchern am Sonnabend erläuterte sie ebenfalls, was hinter "Fit drauf" steckt. Das Konzept zeichnet sich durch eine Verknüpfung von Angeboten zu gesunder Ernährung, Bewegung, Entspannung und sozialem Lernen in einem gesundheitsfördernden Umfeld aus. Zum Angebot gehören verschiedene Programme, bei denen diese Komponenten jeweils eine Rolle spielen, das reicht von einer "Märchenhaften Auszeit" für Familien bis zur Ferienfreizeit "Lost" mit spannend-spielerischen Workshops für Kinder und Jugendliche mit Übergewicht. "Ganz wichtig ist auch die ökologische Nachhaltigkeit", betonte die Herbergsleiterin.

Die 54-Jährige freut sich über den Titel, will sich mit ihrem Team aber keineswegs darauf ausruhen. Mit der Chefin hat das Haus neun Mitarbeiter, unterstützt von zwei Helfern im Bundesfreiwilligendienst. Als Aufgaben bis 2017 benannte Steinbach beispielsweise die weitere Qualifizierung des Profils, und die Ausgestaltung des "Chill-out"-Raumes, der zur Entspannung dient. Auch ein Sinnespfad soll entstehen.

Ziel aller Bemühungen sind mehr Übernachtungen im Haus. 5000 bis 6000 Besucher verbringen derzeit pro Jahr rund 14 000 Nächte in der Buchheimer Jugendherberge. Diese Zahl soll steigen. Dabei richten sich die Angebote an alle Altersgruppen vom Kleinkind über Jugendliche bis zum Senior, von der Familie bis zum Verein.

Was man unter Jugendherberge versteht, habe sich seit 1990 komplett gewandelt, erklärte Weichert im Gespräch mit unserer Zeitung. "Als wir hier angefangen haben, das war eine Katastrophe", erzählten am Sonnabend die ehemaligen Buchheimer Herbergseltern Ingrid und Helmut Voigt, die das Haus 1991 übernahmen. 1997 war der Neubau eingeweiht worden, eine der größten Investitionen des sächsischen Jugendherbergswerkes. Stückchenweise war das Neue entstanden, fast immer unter laufendem Betrieb, erzählte der 68-Jährige. "Wir wollen, dass das Haus weiter lebt, haben so viel Kraft und Herzblut investiert", erklärte die 64-jährige Ingrid Voigt. Viele Grundbausteine seien bereits in ihrer Zeit gelegt worden, nun würden sie weiterentwickelt, freuten sich die Buchheimer.

Darauf hatte in ihrer Präsentation auch Silvia Steinbach verwiesen, die das Haus seit 2008 leitet. Bereits im Oktober 2007 war der Jugendherberge das Natur- und Mobilitätsprofil verliehen worden. Etwas tun, um fit drauf zu sein, konnten die Gäste beim Tag der offenen Tür. Der achtjährige Lucas Müller aus Glasten hatte Spaß beim Fußball und probierte auch das Laserbiathlonschießen aus. Mavie Dreihardt, ebenfalls acht Jahre alt, hatte sich schon einen Schmetterling auf die Wange schminken lassen und bastelte nun mit ihrer Mutti einen aus Papier.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 24.03.2014
Inge Engelhardt

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