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Geithain Bundestagsabgeordnete besucht Kohren-Sahlis
Region Geithain Bundestagsabgeordnete besucht Kohren-Sahlis
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22:11 17.11.2011
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. Mitgenommen hat sie aus dem Gespräch mit Bürgermeister Siegmund Mohaupt (CDU) Sorgen, die die Kohrener drücken. Vor allem sind das fehlende Krippenplätze und die Finanzlage der Kommune.

Regelmäßig will die Bundestagsabgeordnete in Kommunen ihres Wahlkreises vor Ort sein, im Rathaus von Kohren-Sahlis war sie erstmals, wollte genau wissen, wo den ehrenamtlichen Bürgermeister der Schuh drückt. „2012 wird ein hartes Jahr – auch für die Gemeinden", erwartet der Kohrener. Am meisten Sorgen bereitet dem Stadtoberhaupt derzeit, dass die Krippenplätze in der Stadt nicht annähernd ausreichen. 25 mehr würde die Kommune im kommenden Jahr benötigen. Derzeit suchen Bürgermeister und Verwaltung nach einer Lösung (die LVZ berichtet noch ausführlich.)

Doch auch die finanzielle Lage der Stadt treibt Mohaupt um. Er sei angetreten, um die Verschuldung runterzufahren, erinnerte er. Fest steht für ihn aber auch: „In meiner Amtszeit gibt es keine weitere Steuererhöhung!" Die Pro-Kopf-Verschuldung liegt bei rund 1000 Euro. Die Kommune befindet sich in der Konsolidierungsphase, könnte – wie berichtet – schon weiter sein, wenn nicht zusätzliche Ausgaben zur Einführung der Doppik erforderlich wären. „Wir gehen von einer fünf- bis sechsstelligen Summe aus, die wir aus dem laufenden Haushalt dafür aufbringen müssen – ohne zusätzliche Mittel, außer für die Weiterbildung der Mitarbeiter", rechnete er gestern vor. Eingemeindung sei für ihn kein Thema, hielt er fest. „Kohren ist eine 1000-jährige Stadt, die kann man nicht einfach irgendwo verschwinden lassen!"

Doch auch die finanzielle Ausstattung der Landkreise war Gegenstand des Gespräches. „Wir tragen den Landkreis über unsere Kreisumlage", erinnerte der Bürgermeister. Man müsse die Landkreise stärken, betonte Landgraf, die sich in Berlin im Arbeitskreis Kommunalpolitik engagiert. Gewisse Gelder müssten vom Land kommen, damit die Kreise nicht solchen finanziellen Schwankungen ausgesetzt seien und ihre Aufgaben wie Unterhaltung der Kreisstraßen erfüllen könnten, forderte sie.

„Ich habe das Gefühl, dass Brüssel und Berlin uns zu wenig verstehen, vor allem die Verwaltung", stellte Mohaupt fest. Mit Blick auf die angestrebte Senkung der bundesdeutschen Verschuldung erklärte die Bundestagsabgeordnete: „Wenn ich in Berlin mitbestimmen soll, welche Programme gestrichen werden, muss ich wissen, was das vor Ort für Auswirkungen hat."

Als Mitglied des Ausschusses für Familie, Senioren, Frauen und Jugend warb sie zudem für den Bundesfreiwilligendienst, machte darauf aufmerksam, dass eine Kommune in diesem Rahmen auch an Ältere Aufgaben übertragen könne – ab 20 Stunden. Sie setze sich derzeit dafür ein, diese Stellen für einzelne ältere Freiwillige auch über die vorgesehenen drei Jahre hinaus zu verlängern, erläuterte Landgraf.

Ein Rundgang durch die energetisch sanierte Grundschule, in Anwesenheit der Schulleiterin und der Elternbeiratsvorsitzenden Peggy Ullrich, gehörte gestern ebenfalls zum Programm – außerdem ein Besuch in der Cosimo Vertriebs- und Beratungs GmbH von Siegmund Mohaupt in Kohren-Sahlis, die mit ihm zehn Mitarbeiter hat.

Inge Engelhardt

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