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Buslinienofferte ist Frohburgern zu wenig

Buslinienofferte ist Frohburgern zu wenig

Die Anbindung der ehemaligen Eulataler Ortsteile über den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPVN) nach Frohburg lassen weiter zu wünschen übrig. Sie zu verbessern, bemüht sich die Verwaltung der Rennstadt bisher vergeblich.

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Bessere Busverbindungen aus den Ortsteilen zur Kernstadt wünschen sich die Frohburger.

Quelle: André Kempner

Frohburg. Ein „Kompromissangebot“ lehnte der Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung allerdings einstimmig ab. Im Dezember wandte sich Bürgermeister Wolfgang Hiensch (BuW) erneut an das Landratsamt des Landkreises Leipzig mit der Bitte, den öffentlichen Personennahverkehr zu verbessern, die ehemaligen Eulataler Ortsteile an Frohburg anzubinden. Das Landratsamt setzte sich mit dem zuständigen Busunternehmen, der ThüSac, in Verbindung. „Die ThüSac allerdings schlug lediglich vor, eine einzige Route einzurichten. Die soll zudem jeweils nur dienstags und donnerstags gefahren werden“, informierte Hiensch den Stadtrat. Zugleich aber erstellte die ThüSac eine Kalkulation, wonach die Fahrgeldeinnahmen aus dieser neuen Route bei weitem nicht die entstehenden Betriebskosten decken dürften. Ein Ausgleichsbeitrag von reichlich 7200 Euro wurde errechnet. Der Landkreis wies diese Kosten mit Blick auf seinen diesjährigen Haushaltsplan ab, schlug der Stadt Frohburg vor, die neue Route für ein Probejahr einzurichten. „In dieser Zeit sollten die Fahrgastzahlen erfasst und ausgewertet werden, um festzustellen, ob ein dauerhafter Bedarf an einer solchen Busverbindung besteht. Während des Probejahres solle die Stadt den besagten Ausgleichsbetrag an die ThüSac zahlen“, erläuterte das Stadtoberhaupt. Das aber lehnten die Abgeordneten ab. Denn die Offerte würde das Problem nicht lösen und dem Wunsch, dass die Kernstadt mit ihren Ortsteilen generell verkehrstechnisch verbunden sein müsste, in keiner Weise entsprechen. Was in Frohburg keiner so richtig verstehen kann. „Im großen Maße sind die Streckenführungen heute immer noch auf die ehemalige Kreisstadt Geithain ausgerichtet, obwohl der Ort diese Funktion bereits Anfang der 90er Jahre verloren hat. Der ÖPNV muss sich doch aber mal auf die neue Situation und die jetzige regionale Struktur einstellen“, fordert auch Hiensch. Im Landesentwicklungsplan werde das auch für ein Grundzentrum und Verwaltungssitz wie Frohburg gefordert. Der Entwurf des Landesverkehrsplanes 2025 indes sähe keine Direktverbindung mit Bussen zwischen den ehemaligen Eulataler Ortsteilen und Frohburg vor. In der Regel endeten die Verbindungen in Schönau oder führten über Borna und Geithain. Das aber hemme die Stadtentwicklung Frohburgs. „Damit die Stadt und ihre neuen Ortsteile zusammenwachsen, können auf Dauer auch keine Kompromisse mehr mitgetragen werden, müssen wir verlangen, den ÖPVN zu verbessern und die regionalen Rahmenbedingungen zu verändern“, so Hiensch. Das gelte auch für die bessere Anbindung des Schülerverkehrs, speziell aus dem Ortsteil Flößberg. Denn spätestens ab 2013 würden von der Bildungsagentur keine Ausnahmegenehmigungen für Flößberger Kinder erteilt, in die Grundschule Frankenhain aufgenommen zu werden. Somit werde sowohl für die Grund- wie Mittelschule Frohburg der Schülerverkehr zunehmend an Bedeutung gewinnen. „Wir werden deshalb weiter Druck machen, für bessere Verbindungen kämpfen“, versicherte das Stadtoberhaupt.

Thomas Lang

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