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Busse im Landkreis Leipzig fahren weiter wie gewohnt

Geplante Umstrukturierung Busse im Landkreis Leipzig fahren weiter wie gewohnt

Entwarnung für alle Schüler und Eltern im Raum Frohburg und Geithain: Im Busverkehr bleibt auch zum Schulbeginn im August vorerst alles beim Alten. Die geplante Umstrukturierung im Busnetz werde vertagt, teilten Landratsamt und Thüsac mit. Nun solle zunächst über ein entsprechendes Konzept beraten werden.

Im Busverkehr um Frohburg und Geithain bleibt vorerst alles beim Alten.
 

Quelle: Andreas Döring

Frohburg/Geithain.  Entwarnung für alle Schulkinder und deren Eltern: Die geplante Umstrukturierung des regionalen Busnetzes wird nicht wie avisiert zum Schuljahresbeginn im August umgesetzt. Damit sind vorerst auch geänderte Taktungen und Auswirkungen auf die Schulanfangszeiten vom Tisch, wie Landratsamt und die für den Betrieb der betroffenen Strecken im Raum Frohburg und Geithain zuständige Thüsac auf LVZ-Anfrage mit.

„Vorerst wird auch im August und darüber hinaus der bisherige Fahrplan gelten“, so Iris Bode, zuständige Sachgebietsleiterin Schülerbeförderung und ÖPNV im Landratsamt. Zwar habe man sich bereits mit den meisten betroffenen weiterführenden Schulen im Süden des Landkreises verständigt. „Das Thema ist allerdings sehr komplex, gerade auch im Hinblick auf die ebenfalls von einer Taktumstellung betroffenen Grundschulen und Horte. Wenn sich die Abfahrtszeiten ändern, betrifft das viele Parteien – Schulen, Eltern und Pendler.“ Man befinde sich daher weiterhin in Gesprächen mit der Thüsac und den beteiligten Kommunen. Einen konkreten Termin für eine Umsetzung des Vorhabens gebe es noch nicht, Bode verweist in diesem Zusammenhang lediglich auf den „nächstmöglichen Zeitpunkt“.

Etwas konkreter wird Thüsac-Verkehrsplaner Michael Röhricht. „Ideal wäre natürlich eine Umsetzung im Dezember, parallel zum großen Fahrplanwechsel“, teilt er mit – allerdings auch hier unter Vorbehalt. Denn derzeit erarbeite die Thüsac noch ein entsprechendes Konzept, das im Anschluss mit Kreis und Kommunen debattiert werden soll.

Im Kern basiere dieses auf zwei Maßnahmen, skizziert Röhricht. Zum einen überlege man, die Linienführung zu verschlanken. So fahre derzeit etwa die Linie 264 – Altenburg über Frohburg und Geithain nach Windischleuba – in bis zu 13 unterschiedlichen Linienvarianten. „Das ist zum Teil sicherlich verwirrend, hier wollen wir ansetzen“, gibt Röhricht zu. Zum anderen wolle man auch einen besseren Anschluss an den Schienenpersonennahverkehr (SPNV) in Geithain und Frohburg herstellen.

Eventuellen Befürchtungen, mit der Taktumstellung könnten Haltepunkte entfallen, schiebt Röhricht einen Riegel vor. „Alle Linien und Haltepunkte werden weiter bedient, wir schaffen mit dem Konzept am Ende sogar mehr Verbindungsmöglichkeiten und bündeln Fahrgastströme.“

Auch die Thüsac befinde sich derzeit noch in Abstimmung mit den betroffenen Schulen. „Hier haben, besonders bei den Oberschulen, schon viele Entgegenkommen signalisiert.“ Anders liege die Sache naturgemäß bei den Grundschulen und Horten. Hier herrschten gerade in Bezug auf die für die Taktänderung relevanten Zeiten für Betriebsbeginn oder Unterrichtsanfang striktere Regelungen. Trotzdem verlaufe die Zusammenarbeit mit allen Beteiligten insgesamt sehr gut, betont er.

Diesen Eindruck bestätigt auch Frohburgs Oberbürgermeister Wolfgang Hiensch (BuW). „Ich sehe uns bei der Umsetzung auf einem guten Weg“, so das Stadtoberhaupt. Dass der ursprüngliche Termin nicht zu halten sei, habe er hingegen fast schon geahnt. Für den neuen Anlauf sei es nun vor allem wichtig ein genaues Ziel zu setzen, dessen Umsetzung fokussiert anzugehen und die nötigen Mehrheiten für die Änderungen und damit verbundenen Verbesserungen zu gewinnen. Nach wie vor stehe er der Umstrukturierung grundsätzlich positiv gegenüber, schließlich brächte die – insbesondere im Frohburger Raum – auch zahlreiche Verbesserungen mit sich. Eine Sichtweise, die von vielen Bürgern geteilt würde. „Dass die Busse laut den Plänen wieder vermehrt durch die Frohburger Innenstadt verkehren sollen, darüber herrscht auf allen Seiten Einigkeit.“

Hinsichtlich der Auswirkungen auf die Schulanfangszeiten hofft Hiensch auf Kompromissbereitschaft. „Man muss hier die gesamte Region im Blick haben“, betont er. Insbesondere der Landkreis sei bei diesem Thema gefragt. „Ich bin aber optimistisch, dass wir zu einer Lösung kommen.“

Von Bastian Fischer

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