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Containerdorf für Flüchtlinge in Bad Lausick: Noch viele Fragen

Grundsatzbeschluss gefasst Containerdorf für Flüchtlinge in Bad Lausick: Noch viele Fragen

Offen ist, ob, wann und wo im Bad Lausicker Stadtgebiet der Landkreis ein Container-Dorf für Flüchtlinge errichtet. Der Stadtrat hatte kurz vor Weihnachten auf Drängen der Kreisverwaltung einen Grundsatzbeschluss gefasst. Der sieht die Bereitstellung einer Fläche vor, auf der ein Quartier für bis zu 200 Menschen errichtet werden könnte.

Deutschunterricht für Kinder von Flüchtlingen in der Jugendherberge Buchheim.

Quelle: Jens Paul Taubert

Bad Lausick/Buchheim. Die Flüchtlinge aus Syrien und Afghanistan, die seit Anfang Dezember in der Jugendherberge in Buchheim lebten, haben ihr Domizil wie geplant verlassen. Der Vertrag war bis 17. Januar geschlossen. Die ersten Familien verließen Buchheim schon in der vergangenen Woche. Am Dienstag reisten die letzten ab. Seither läuft im Haus des Deutschen Jugendherbergswerkes wieder der reguläre Betrieb. „Eine erneute Unterbringung von Flüchtlingen ist dort nicht vorgesehen“, sagt Brigitte Laux, Sprecherin des Landratsamtes, auf LVZ-Nachfrage. Die Option dafür hätte man sich zwar vertraglich gesichert, wolle sie aber nicht nutzen. Die Familien mit in Summe mehr als zwei Dutzend Kindern seien jetzt nach Möglichkeit in Wohnungen beziehungsweise in Heimen untergekommen.

Offen ist dagegen, ob, wann und wo im Bad Lausicker Stadtgebiet der Landkreis ein Container-Dorf für Flüchtlinge errichtet. Der Stadtrat hatte kurz vor Weihnachten auf Drängen der Kreisverwaltung einen Grundsatzbeschluss gefasst. Der sieht die Bereitstellung einer Fläche vor, auf der – für sieben Jahre verpachtet – ein Quartier für bis zu 200 Menschen errichtet werden könnte. „Wir sind mit der Stadt im Gespräch“, so Laux. Allerdings sei bisher nicht absehbar, wann diese Fläche in Anspruch genommen werde. Klar sei deshalb auch noch nicht, welche der beiden zur Wahl stehenden Parzellen überhaupt in Frage käme.

Der Stadtrat hatte – in seinem Bemühen, das Heft des Handelns zumindest nicht ganz aus der Hand zu geben – ein Teilstück der Silika-Brache vorgeschlagen. Hier wären im Vorfeld aber baurechtliche Fragen zu klären. Nach Ablauf der sieben Jahre eröffneten sich, das ist das Kalkül des Parlamentes, so bessere Möglichkeiten einer neuen baulichen Nutzung dieses nahe des Zentrums gelegenen Areals. Ein Grundstück im Gewerbegebiet Angerwiesen für ein Flüchtlingsdomizil zur Verfügung zu stellen, nannten die drei Ratsfraktionen in ihrer gemeinsamen Erklärung allenfalls zweite Wahl – aufgrund der abgeschiedenen Lage und weil man die Fläche für Unternehmensansiedlungen bereit halten wolle.

Von Ekkehard Schulreich

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