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Geithain DRK-Werkstätten locken rund 1000 Besucher an
Region Geithain DRK-Werkstätten locken rund 1000 Besucher an
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13:50 19.05.2015
Franz aus Geithain bastelt einen Teelichthalter in der "Wichtelwerkstatt". Hier hat es beim Tag der offenen Tür zahlreiche Bastelangebote gegeben. Quelle: Jens P. Taubert

"Jetzt füllt sich das Haus in gewohnter und erhoffter Weise", freute sich Mehner. Rund 1000 Besucher sind an diesem Nachmittag insgesamt gekommen. "Ein mehr als gelungener Tag der offenen Tür", lautete am Ende das Fazit des Werkstatt-Chefs.

Zum Mitsingen aufgefordert waren die vielen Zuhörer beim neu einstudierten Abschlusslied "Oh, Du fröhliche" im Programm des Chores der DRK-Werkstätten. Erstmals gab es mit "Feliz Navidad" - von Niklas Schapke (16) und Lorenz Claus (17) auf dem Saxofon gespielt - auch eine rein musikalische Einlage.

Der Chor besteht, wie berichtet, seit 15 Jahren. Das Programm moderierte wie gewohnt Jürgen Leube. Er ist blind, arbeitet seit 2005 in den Werkstätten und trat damals auch gleich dem Chor bei. Der 54-Jährige hatte dafür gesorgt, dass am Sonnabend zwei besondere Gäste dabei waren und Autogramme gaben: Kati Huhn und Steffen Lukas von Radio PSR. Bei einer Sendung, wo Hörer jeweils abstimmen konnten, welcher Titel gespielt wird, hatte Jürgen Leube so oft angerufen, dass er für die Moderatoren schon ein alter Bekannter war. Schließlich lud er die beiden vor knapp einem Jahr zum Tag der offenen Tür ein. "Jeder soll erfahren, was hier hergestellt wird und wie viele behinderte Menschen in der Werkstatt tätig sind", beschrieb er am Sonnabend sein Anliegen.

Steffen Lukas (45) und Kati Huhn (40) besuchten beide erstmals die DRK-Werkstätten. Besonders die Moderatorin schaute sich alles ganz genau an, denn sie ist nicht nur einst in Rochlitz zusammen mit Falk Mehner zur Schule gegangen - ihre Schwester ist Physiotherapeutin im Förder- und Betreuungsbereich der Einrichtung. "Ich bewundere sie. Wahnsinn, was hier auf die Beine gestellt wird", so die Radio-Frau.

Unter der neuen Überdachung gab es am Sonnabend erstmals eine Kasse für Wertmarken - gelbe beispielsweise für Kräppelchen und blaue für Flammlachsbrötchen. Das Schild mit dem neuen Siegel für Werkstattprodukte (die LVZ berichtete) leuchtete im Großformat unweit des Werkstattladens, wo reges Treiben herrschte. Einen Ständer fürs Vogelhaus hatte Johanna Seidel aus Wickershain gekauft. "Wir sind Stammgast, holen hier auch immer die Balkonbepflanzung", erzählte sie. Ihre sechsjährige Enkelin Lina wollte noch basteln, und deren Tante Constanze Seidel freute sich darauf, "einfach zu gucken".

In der "Wichtelwerkstatt" mit zahlreichen Bastelangeboten hatte sich die siebenjährige Neele einen Keramik-Igel zum Bemalen ausgesucht, verzierte ihn braun und schwarz. Ihre Oma Heidrun Geisler aus Breitenborn lobte die "sehr schönen Produkte", außerdem könne man sich hier Anleitung zum Basteln holen. Besucher konnten die einzelnen Abteilungen der Werkstatt kennenlernen, durch den Förder- und Betreuungsbereich führte Gruppenleiterin Birgit Kahl. Lebenspraxis sei hier das A und Oh. "Die Leute sollen gern kommen und sich wohlfühlen", betonte sie.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 02.12.2014
Inge Engelhardt

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